Professionelle Gehäuse oder eben nicht

Ich fange mal mit einem Negativbeispiel an wie ein Eigenbauprojekt nicht auszusehen hat:

Grüße Uwe

Also mal abgesehen davon, dass der "Parker" offensichtlich in seinem Leben genauso dämlich ist, wie die Usb-Ladestation aussieht...

Ich denke selbst im schicksten Acrylglas Gehäuse
sieht eine Bastelei immer Scheiße aus, wenn Drähte
heraus schauen, und ein Benzinkanister daneben liegt.
Oder n' Feuerlöscher...

Stefan

uwefed:
Ich fange mal mit einem Negativbeispiel an wie ein Eigenbauprojekt nicht auszusehen hat:
https://www.heise.de/make/meldung/Eigenbau-USB-Ladegeraet-sorgt-fuer-Sprengstoff-Alarm-3727362.html

Optisch ist das sicherlich kacke. Aber viele denken und handeln nach dem Motto „Hauptsache, es funktioniert“, was in vielen Fällen auch in Ordnung ist. Es gibt sicherlich viele Argumente dafür, etwas „ordentlich“ zu machen. Aber nur weil etwas scheiße aussieht, muss es nicht scheiße sein.

Mein übelster Stümperpfusch sieht so aus:

Das habe ich mal verbrochen, als ich nur etwas sehr Leichtes daran hindern wollte, vom Tisch zu fallen. Ich weiß, das sieht haarsträubend aus, aber es funktioniert. Und ich zeige das nur, weil es hier gerade um Sachen geht, die so aussehen, wie sie nicht aussehen sollten. Sonst behalte ich derartige Dinge lieber für mich :slight_smile:

Gruß

Gregor

uwefed:
Ich fange mal mit einem Negativbeispiel an wie ein Eigenbauprojekt nicht auszusehen hat:
Eigenbau-USB-Ladegerät sorgt für Sprengstoff-Alarm | heise online
Grüße Uwe

Es wird den Arduino-Bastlern aber auch nicht leichtgemacht, die Versorgung mit Standardgehäusen für Arduino-Basteleien ist extrem bescheiden.

Eine ganze Weile lang gab es aus Armenien Standardgehäuse für Arduino unter dem Namen "ZIGO box". Ich glaube, insgesamt drei verschiedene Größen: Für ein Board im UNO-Formfaktor, für ein Board im UNO-Formfaktor mit aufgestecktem Ethernet-Shield. Und für ein Board im MEGA2560 Formfaktor mit aufgestecktem Ethernet-Shield. Design dieser Boxen kann man auf Bildern im Internet noch sehen, das hier ist eine spätere Ausführung aus durchscheinend eingefärbtem Acrylglas:

https://chioszrobots.com/2013/07/11/arduino-uno-ethernet-enclosure-case-color-clear-transparent-zigo/

Anfangs sahen die Boxen aus als wären sie aus Holz gemacht. Aber tatsächlich war es ein ca. 3mm dickes Pressfaser.Material, das mit einem Holzdekor laminiert war. Die Dinger sahen im Holz-Design ganz ansprechend aus.
Die Lieferung erfolgte als Bausatz, es waren ungefähr eine handvoll Teile, die zum Gehäuse einfach zusammengesteckt wurden. Für größere Haltbarkeit konnte man die Steck verbindungen aber auch verkleben.

Zwei kleine Alu-Winkel aufs Gehäuse draufgeschraubt als Halterung für ein 1602 LCD. Und schon hatte man eine Arduino-Projekte-Box für ein UNO-Board, ein Ethernet-Shield und ein LCD.
Ich fand die Dinger toll.

Irgendwann gab es das Holzdesign dieser Gehäuse nicht mehr, dann kam das Design aus farblich durchscheinend gefärbtem Acrylglas, und inzwischen gibt es die wohl gar nicht mehr.

Das finde ich schade.

Bezüglich Gehäuse: 3d-Drucker lösen das ganze Problem.

Mitlerweile sind die auch Preislich für den Hausgebrauch erschwinglich geworden.

Anet A8 bei Gearbest z.b., 180$.

Ich drucke mir den ganzen Kram aus, erstelle sie auch selbst in 3d.

meister_q:
Bezüglich Gehäuse: 3d-Drucker lösen das ganze Problem.
Mitlerweile sind die auch Preislich für den Hausgebrauch erschwinglich geworden.

Das stimmt zwar, aber es hat ein paar Haken, die nicht ohne sind. Zum Einen hat nicht jeder das Geld, sich einen 3D-Drucker zuzulegen. Dabei ist es nahezu egal, wie billig sie sind. Dann hat auch nicht jeder Bastler Zeit und Lust, sich auch noch das Wissen über 3D-Konstruktionen bzw. über entsprechende Software reinzuziehen. Und dass ein 3D-Drucker Platz braucht, wird genauso häufig übergangen wie die Tatsache, dass man auch noch Kosten für Verbrauchsmaterialen hat. Die sind vielleicht nicht sehr hoch, aber beim Basteln müssen viele Leute auch auf kleine Beträge achten.

Ich hätte selber gerne einen 3D-Drucker, aber es sind die genannten Punkte, die bei mir seit Jahren gegen die Anschaffung sprechen. Also muss ich halt gucken, auf welchem Weg ich trotzdem zu dem komme, was ich sonst drucken würde.

Was Gehäuse angeht, habe ich bislang gute Erfahrungen mit verhältnismäßig günstigen Gehäusen aus Alu-Profilen für die Seiten und Alu-Platten für Deckel und Boden sowie Front und Rückseite gemacht. Wenn man einigermaßen geschickt ist, lassen sich derlei Standardgehäuse ganz gut an das anpassen, was man braucht.

Gruß

Gregor

Je nachdem, wo Ihr beheimatet seid, kann auch ein Fablab die Lösung sein.
Dort stehen auch 3D-Drucker, aber auch Lasercutter zur Verfügung. Mit denen kann man z.B. mit Boxmaker-Plugins für Inkscape verzahnte Sperrholzgehäuse bauen.

Wer ein Fablab in der Nähe hat, solle sich das mal anschauen.

Gruß Tommy

Tommy56:
... Fablab ...

Stimmt ja. Danke für die Erinnerung! Hier in Freiburg wird wohl gerade eins aufgebaut. Aber wie man an anderer Stelle schon gesehen hat, endet das möglicherweise wieder in einem Strohfeuer. Mal sehen.

Als das Fablab in Karlsruhe eröffnet wurde, war ich dort. Wenn es bis KA nicht so weit wäre ...

Gruß

Gregor

Wenn das in Deiner Ecke nix wird, hast Du Pech. Hier bei uns in Nürnberg haben wir ein gutes Fablab. Ich bin auch schon zahlendes Mitglied geworden, um es mit meinem monatlichen Beitrag zu unterstützen.

Wenn es keine zahlenden Mitglieder, sondern nur kostenlose Nutznießer gibt, hält es sich nicht lange.

Gruß Tommy

Auch hier in Wien gibt es mehrere Fablabs und eines ist gar nicht weit von mir. Bin da auch Mitglied.

Würden wir aber in Finnland wohnen, dann könnten wir einfach zur nächsten Bibliothek gehen (es gibt dort sehr viele) und im "Paja", dem Makerspace, den 3D-Drucker benutzen. :slight_smile:
Ich war vor kurzem in Espoo (Großraum Helsinki) und habe einige der Maker Spaces in den Bibliotheken dort besucht. Es gibt auch Lasercutter und Vilylplotter und vieles mehr. Und das Tollste: Das ist alles kostenlos.
Vieleicht schreib ich hier mal einen kleinen "Reisebericht".

Tommy56:
Wenn das in Deiner Ecke nix wird, hast Du Pech. Hier bei uns in Nürnberg haben wir ein gutes Fablab. Ich bin auch schon zahlendes Mitglied geworden, um es mit meinem monatlichen Beitrag zu unterstützen.
Wenn es keine zahlenden Mitglieder, sondern nur kostenlose Nutznießer gibt, hält es sich nicht lange.

Ist das Fablab Nürnberg nicht der Haufen, der die „Plotclock“ gebaut hat? Finde ich witzig. Es gibt das auch als „Sanduhr 2.0“, wo in Sand geschrieben wird. Herrlich ge-arduino-blödelt :slight_smile:

Es sollte mehr geblödelt werden. Das ist eine irre gute Quelle für Ideen.

Gruß

Gregor