PWM N-FET Anfängerfrage Verdrahtung

Hallo zusammen,

ich versuche gerade ein PWM zum laufen zu bekommen.
Ich habe als N-Fet den IRLU2905 im Einsatz. Die richtige Spannung wird vom Arduino jeweils ausgegeben. Aber ich scheine irgend einen Fehler in der Verdrahtung zu machen.

Ich habe die Pins in der Reihenfolge

1 GATE 
2 Drain
3 Source

angeschlossen. Aus (0) und Ein (255) klappt, aber wenn ich Zwischenwerte wie beispielsweise 128 nehme dürfte doch nur noch die halbe Spannung des gesteuerten Kreises da sein, doch genau dies passiert nicht. In meinem Fall geht die Spannung vonn 44,4V auf 41V runter aber das ist eben bedeutend zu wenig.
Ich habe auch schon versucht einen Widerstand von 10kOhm zwischen Pin 1 und Pin 3 zu hängen um einen Pull-Up-Widerstand zu haben, aber leider erfolglos.

Wo liegt mein Fehler?

Nein, nicht die Spannung wird halbiert, sondern nur die Zeit, während welcher die volle Spannung ansteht. Das ist PWM (Pulsbreitenmodulation) und kein Analog-Ausgang (auch wenn die Arduino-Entwickler die Funkton analogWrite() nannten). Um das in einen echten Analog-Wert umzuwandeln musst Du die "Welle" glätten, z.B. mit einem RC-Glied (RC-Glied – Wikipedia).

Ok verstanden.

Ich dimme doch mit einer PWM Schaltung aber dadurch, dass die Spannung eben nur n% der Zeit anliegt und die durschnittliche Spannung dadurch geringer wird, oder?

Wenn ich den Ausgang beim Arduino mit dem Multimeter messe, dann liegen beim PWM mit 128 nur 2,48V an. Tue ich dies bei gleicher Einstellung hinter dem Fet, so ändert sich die Spannung nur minimal. Daher denke ich muss ich irgendwo einen Fehler in der Beschaltung haben.

Kannst du mir sagen was ich anders machen soll?

Wo liegt mein Fehler?

Drastische aber sichere Lösung: Wirf Dein Digitalmeßgerät weg. Es taugt nichts. :wink: :wink: :wink:

Ansonsten wenn Du Dein Meßgerät behalten willst hat pylon Dir die Erklährung gegeben.

Hat Du einen Verbraucher an den MOSFET geschaltet?

Grüße Uwe

Ok 2:0 für euch. Danke euch.

Ich habe mir jetzt nährungsweise die "richtigen" Parameter berechnet. Dabei rechne ich

Grundspannung/255  = Basis

Basis x Wert des PWM = Spannung

Das Ganze läuft dann auch rund.

Messe ich nun vor dem Verbraucher zeigen meine Messgeräte mir das auch an. Ohne Verbraucher nicht.

Nun ergeben sich zwei Fragen.

  1. Könnt ihr mir ein Messgerät empfehlen, welches das kann und kein Vermögen kostet.
  2. Passt meine Rechenweise, oder muss ich was beachten.
  1. Könnt ihr mir ein Messgerät empfehlen, welches das kann und kein Vermögen kostet.

Mir ist keines bekannt, das die durchschnittliche Spannung über einen Zeitraum misst. Ein Wechselstrom-Meter macht zwar sowas ähnliches, aber eben normalerweise nur mit Wechselstrom und auch dort dürftest Du bei einem Phasenanschnitt (was am ehesten dem PWM nahe kommt) keine korrekten Werte bekommen.
Mit einem Oszilloskop kannst Du Dir natürlich den Verlauf der Spannung(sänderung) ansehen und daraus die durchschnittliche Spannung berechnen. Oder Du programmierst einen Arduino dafür.
Wenn Du das erwähnte RC-Glied für die Glättung verwendest, kannst Du auch Dein normales Multimeter verwenden, aber dann hast Du bereits wieder einen (kleinen) Verbraucher dran.

  1. Passt meine Rechenweise, oder muss ich was beachten.

Wenn "Spannung" als "durchschnittliche Spannung über einen gewissen Zeitraum" gelesen werden kann, dann kommt das hin. Zum Problem für Dich könnte werden, dass nicht jeder Verbraucher eine solche Versorgung per PWM verträgt. Gleichstrom-Motoren sollten kein Problem sein (die Induktivität glättet hier), LEDs auch nicht (das Auge sieht die schnellen Ein-/Ausschaltungen gar nicht), reine ohmsche Lasten (Glühbirnen, Heizungen) auch nicht, weil die Verzögerung beim Aufheizen viel zu langsam ist. Wenn Du aber eine Elektronik (z.B. einen Arduino) als Verbraucher dort anschliesst, wirst Du keinen Erfolg haben (ausser die Eingangsspannung wird onboard geglättet).

Danke.

Das Problem habe ich inzwischen gelöst. Ein Teilproblem waren die Lüfter welche kein PWM vertragen und durchbrennen. Bei den LED´s funktioniert jetzt alles prima.

Welche Lüfter sind das denn? Gerade Lüfter (Motoren) haben so gut wie kein Problem, da sie rein induktiv arbeiten.

die hier ... http://www.reichelt.de/index.html?;ACTION=7;LA=3;OPEN=0;INDEX=0;FILENAME=C800%2FMC25101V2000UA99.pdf

steht recht weit hinten im Kleingedruckten

Gleichstrom-Lüfter sind praktisch elektronisch angesteuerte Brushlessmotoren. Eine Versorgungsspannung mit PWM moduliert bringt die Ansteuerungselektronik durcheinander.

Und wenn Du PC-Lüfter mit PWM Eingang kauft?

Grüße Uwe