Relais Tester bauen

Ich würde mir gerne mit einem finder 95.95.3 Relaissockel einen Tester bauen.
https://www.reichelt.de/Relaissockel/FIN-95-95-3/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=3296&ARTICLE=26576

Angedacht für 24V Relais. Ich habe öfters Probleme damit das Relais kleben oder nicht schalten.
Da dies nicht ständig vorkommt würde ich mir gerne eine Testeinrichtung bauen.

Die Spulenspannung würde ich gerne per Transistor schalten. Da das Relais 24V benötigt.

Muss ich bei den Schaltkontakten was beachten? Als Kontakte habe ich 2 Wechselkontakte.
Als Programm stelle ich mir vor das ich eine Zahl an Relaisschalten vorgeben und der Arduino überprüft ob in einer Zeit die Kontakte auch geschaltet werden.

Als Visualisierung ein LCD 1602 oder 2004 und 2 LED´s für OK oder Fehler.
Mehrere Keypads in verschiedenen Grössen habe ich auch.

Man könnte auch noch das Kontaktprellen versuchsweise überwachen. Möglicherweise kann man aus der Anzahl der Kontaktpreller ebenfalls Rückschlüsse über den Zustand des Relais ziehen. Die Zeiten, die das Relais zum Anziehen und Abfallen braucht, möglicherweise ebenfalls.
Ideal wäre eine analoge Ansteuerung um festzustellen, aber welcher Spannung das Relais anzieht und abfällt.

Bei der Qualitätssicherung wird der Kontaktwiderstand gemessen, wobei dieser manchmal erst nach mehrmaligem Schalten den geforderten Wert erreicht.

So habe eben mal meine Schubladen durchwühlt und folgendes zusammgestellt.

  • Mega 5260
  • I2C LCD 2004
  • LM2596
  • Keypad
  • Lochrasterplatine
  • Schalter
  • Buzzer
  • LED
  • Schraubklemmen

Betrieben wird das Gerät später mit 24V, deswegen der LM2596. Wegen der Spulenspannung der Relais.
Grüne LED für alles OK, und die rote dafür falls ein Kontakt nicht schaltet. Der Summer soll in dem Fall auch kommen.
Und auf das Keypad werden dann noch Pfeile aufgeklebt. Ich möchte das Relais nicht per Software entprellen, sondern mittels RC Glied. Dazu ist auch die Platine gedacht.

Programmablauf stelle ich mir folgendermaßen vor.
3 Werte zum eingeben. Anzahl Zyklen. Wie lange das Relais anzieht, und wann die Überwachung packt.
Die beiden letzteren sollten speicherbar sein.

Ich werde bei dieser Sache viel lernen müssen, ist alles neu.

Die Probleme mit einen Relais sehe ich im Kontakt zusammenkleben und zu hohen Übergangswiderstand. Der Übergangswiderstand sollte bei Nennstrom gemessen werden.

Diese beiden Sachen sind zu kontrollieren.

Grüße Uwe

Die Relais die ich kontrollieren will sind alle in einer Sicherheitskette, sprich Strom fliesst da kaum.

Hallo,

ich sehe da ein ganz anderes Problem, Relais in dieser Bauform sind zum Schalten von Lasten ausgelegt, im Prinzip wird durch einen kleinen Kontaktfunken jedes mal die Kontaktstelle gereinigt. Wenn jetzt dauerhaft kaum Strom geschaltet wird dann gibt es Probleme mit dem Übergangswiderstand durch Oxidation der Oberfläche. Es gibt spezielle Relaisserien für kleine Ströme, z.B. vergossen bzw. mit Edelmetallkontakten (die aber nicht als Lastrelais geeignet sind)

Ein anderes Problem dieser Relaisform: wenn diese langfristig "angezogen" bleiben wird der Kern langsam dauermagnetisch (Remanenz) und bleibt dann magnetisch kleben. Läßt sich durch kurzzitiges Anlegen von Wechselspannung die man langsam bis 0 zurückdreht (Stelltrafo) durhaus beheben...

Da in Beiden Fällen vor allem der Faktor Zeit eine Rolle spielt sehe ich da ein grundsätzliches Hindernis mit einem Tester der binnen kurzer Zeit eine Ergebnis liefern soll...

Christian

Das heißt, daß die Relais wenig Strom zu schalten haben?
Dann werden sie niemals wegen Verschweißen der Kontakte kleben bleiben. Das Problem wird der Übergangswiderstand sein.
Du mußt also den Kontaktwiderstand bei niedrigem Strom (wie in der Schaltung verwendet) messen da der Kontaktwiderstand nicht konstant ist und bei höheren Strömen niedriger wird und sogar für einige Zeit niedriger bleiben wird.

Grüße Uwe

Hängen diese Relais an einem Sicherheitsrelais oder einer SicherheitsSPS? Dann fließen nicht nur kaum Ströme sondern diese sind dann auch getaktet.

Ist denn bekannt wie oft diese Relais schalten?

Gruß

Ralais können nicht nur durch zu hohen Strom oder Remanenz kleben bleiben, sondern auch durch induktive Lasten ausgebrannte Kontakte können sich ineinander verhaken. Hatte ich beim original Intervallrelais im Renault 19. Da mußte ich dann immer erst gegen das Armaturenbrett treten, damit das Relais, das den Scheibenwischermotor schaltete, abfiel.
Ich habe den Baustein geöffnet und statt des 10A Relais ein baugleiches 30A Relais in die Leiterplatte gelötet. Dazu mußte ich die Leiterplatte ein wenig mit dem Teppichmesser bearbeiten, weil die Kontakte etwas dicker waren, aber danach fiel das Relais nie wieder aus :grin:

Die Spulenspannung kommt von mehreren Öffnerkontakten wie Übertemp oder Differenzdruck etc.
Geschaltet werden zum Teil 230V für eine Steuerung und 24V für ein Notaus Relais.

Ich habe teilweise 20-30 solche Relais in einer Maschine. Und wenn da eins schon teilweise nicht funktioniert fängt für mich das Theater mit der Sucherei an.

Das ist der Grund warum ich mir das als Arbeitserleichterung bauen will.
Da kann ich das Relais einstecken und mal 1000 mal schalten lassen und gucken ob die Kontakte jedesmal schalten.