Schubfachbeleuchtung

Hallo, ich habe vor die Schubfächer unserer Küche zu beleuchten. Dabei soll jedes Schubfach einzeln beim öffnen Beleuchtet werden. Die Beleuchtung erfolgt dabei höchstwahrscheinlich mit LED Streifen. Viel interessanter jedoch ist, was ihr mir zum Erkennen einer Öffnung empfehlen könnt.

Anfangs hatte ich gedacht das ganze über Helligkeitssensoren zu lösen, eine Variante mit Taster pro Fach finde ich aber mittlerweile besser? Problem hier: die Schubladen sind gedämpft, d.h. am Taster kommt evtl. nicht genug Kraft an.

Andere Möglichkeit wären die Ultraschall Distanz Sensor HC-SR04, die sind mir aber schon fast zu groß.

Interessant wird auch das Kabelmanagement, da ja im Prinzip unter jede Schublade eine Beleuchtung mit Auslöser muss, damit die jeweils darunter liegende auch Licht bekommt :slight_smile:

IKEA Produkte: alles auf einen Blick - IKEA Deutschland sowas würde also nicht reichen, ist ja nur für die oberste Schublade interessant?

Hier auch noch ein Interessanter Ansatz:

Ich bin auf eure Ideen gespannt :wink:

Grüße
Robert

Hi,
nimm halt Mikro-Endtaster.
Gibt auch welche mit wenig Betätigungskraft.
Alles andere ist zu aufwendig.
Und dann LED-Stripes mit zentralem Trafo.

Gruß Jürgen

Ich würde Reedschalter + Minimagnet

oder sowas

nehmen.

Gruß,

Helmuth

Auch ich bin für eine elektroniklose Variante. Einfach einen Endschalter, der bei geschlossener Schublade betätigt ist und den LED-Streifen. Ein Reedkontakt kann nicht viel Strom schalten und ist darum unterdimensioniert.
Grüße Uwe

Hallo,

Mikrotaster haben eine begrenzte Lebensdauer dauer. Kann ich auch nicht empfehlen. Wenn der Schalter nicht direkt die LEDs schalten soll, wäre ich auch dafür einen kleinen Magnetschalter zuverwenden. Kann man besser versteckt anbauen. Der schaltet dann eine Transistorstufe (Mosfet) um die LEDs zu schalten. Irgendwie so wäre mein Ansatz.

Hallo,

es gibt für den Zweck Möbelschalter, Türschalter oder Truhenschalter. Ich gehe mal davon aus, dass es sich um gedämpfte Küchenschubladen ähnlich IKEA handelt. Die Kraft reicht locker für mechanische Taster. Bei alten Schubladen ohne Dämpfung/Schließfedermechanismus müsste man sich mehr Gedanken machen, da sie durch den Taster leicht einen Spalt aufgedrückt werden könnten. Ich würde Schalter und Ledleiste (ggf. beidseitig) an der Seitenwand des Schranks anbringen und seitlich in die Schubladen leuchten lassen.

Reedkontakt mit einem Widerstand als Spannungsteiler und einem Power-MOSFET für die Ansteuerung der LEDs dahinter.
Als Schalter für meine Kleiderschrankbeleuchtung habe ich die her genommen: Taster MARQUARDT 1115.2620 online kaufen | Pollin.de
Am Kleiderschrank sind aber die Verhältnisse anders. Da habe ich realtiv wenig Schaltweg, aber hohe Kräfte nahe des Scharnieres.

Doc_Arduino:
Hallo,

Mikrotaster haben eine begrenzte Lebensdauer dauer. Kann ich auch nicht empfehlen.

Die End-schalter sind langlebig, da geht zuerst die Schublade kaputt.
Auch Reedkontakte haben eine begrenzte Lebensdauer.

Grüße Uwe

Wenn es doch etwas Elektronik sein darf: Den Reflektierenden Objektsensor verwende ich für Referenzpunkte bei Schrittmotoren. Reflektierende Folie auf die Schublade, den Sensor mit etwas Abstand am Korpus befestigen. Bei Interesse messe ich Dir die Abstandstoleranz aus. Der ProMini dimmt dann die LEDs, KlackAn und KlackAus 1) war schließlich gestern ;D

1) Eigentlich wollte ich Reedkontakt mit Relais vorschlagen, dafür kam ich aber zu spät.

Ist dimmen erwünscht, oder nur an/aus? Finde in diesem Anwendungszweck das dimmen etwas overkill.

Würde es auch mit einem Mikroschalter machen. Alles ohne Arduino. Stromsparender und kostengünstiger gehts nicht. Wie Uwe auch bereits sagte, Schubladen sind auch nicht unzerstörbar. Die Schalter sind leicht austauschbar, die Halterung sind für verschiedene Varianten gleich. Du hast auch in 10Jahren kein Problem, diesen auszutauschen. Bei einem Arduino müsste man dann wieder das Programm finden oder neuschreiben, löten etc.

Stimmt...keine schlechte Idee die Leds direkt "anzusteuern". Da habe ich wohl zu kompliziert gedacht. Dimmen ist erstmal nicht gewünscht.

Die Schalter und die Idee die Leds an die Seite zu kleben finde ich super :wink:

Vielen Dank für das ganze Feedback, ich werde mit dem Taster mal einen Versuch starten!

uwefed:
Auch Reedkontakte haben eine begrenzte Lebensdauer.

Das kann ich so nicht bestätigen. Reedkontakte habe meist edelmetallplattierte Kontaktflächen und in dem zugeschmolzenen Glasröhrchen befindet sich ein innertes Schutzgas. Es gelten die selben Spielregeln wie für eigentlich alle mechanischen Kontakte:

  • unter der Maximalspannung bleiben
  • unter dem Maximalstrom bleiben
  • ein gewisser Minimalstrom muß sein, um Verunreinigungen und Oxidschichten zu durchbrechen

Letzterer Punkt ist auf Grund der Schutzatmosphäre und der Edelmetallplattierung eher irrelevant. Mit 1mA ist man aber auf der sicheren Seite. Wenn man bei kleinen Kontakten unter 30V bleibt, ist ebenfalls alles gut. Ich habe lediglich mit einem unmittelbar aufgelegten großem Neodymmagneten mal einen Kontakt geschrottet. Ansonsten sind Reedkontakte sehr ausfallsicher. Nicht umsonst werden in der Industrie bei der Überwachung von 3-Wegeventilen und Pneumatikzylindern fast immer Reedkontakte verwendet. Selbst in aggerssiver Atmosphäre, wie etwa in einer Galvanik oder der chemischen Industrie sind die Dinger nicht kleinzukriegen - im Gegesatz zu einfachen Endschaltern :wink:

Hallo,

wichtig wäre noch die Frage, wie man die Leds schalten will. Soll ein Netzteil permanent laufen oder soll 230V geschaltet werden um Stand-By-Verluste zu minimeren.
Die Idee der automatischen Beleuchtung finde ich vor allem für die Küchenschränke sinnvoll. Auf die herausgezogenen Schubladen fällt genug Raumlicht, dagegen können die hinteren Ecken der Schränke sehr dunkel sein. Für einen tiefen Eckschrank brauche ich regelmäßig eine Taschenlampe.

nix_mehr_frei:
Das kann ich so nicht bestätigen. Reedkontakte habe meist edelmetallplattierte Kontaktflächen und in dem zugeschmolzenen Glasröhrchen befindet sich ein innertes Schutzgas.

Hab lange gesucht aber dann ein Datenblatt eines Reed-Kontaktes gefunden und dort gab es den Wert 10^8 ohne Last und 10^7 mit Last bis der Kontaktwiderstand über einen gewissen Wert sich über einen Grenzwert von 2 bzw 4 Ohm erhöht.
Das heißt Reeds halten (viel) länger als mechanische Kontakte aber auch nicht ewig.

Grüße Uwe

10.000.000 Schaltvorgänge ist doch ewig. Angenommen die Restlebenserwartung liegt bei 50 Jahren (wäre es wohl in meinem Fall) und so lange sollen die Kontakte auch halten. Das wären 200.000 Schaltzyklen im Jahr, bei 16 Wachstunden also 34 Öffnungen in der Stunde. Ich glaube so oft muss man dann doch nicht an die Schublade... :slight_smile:

Du hast vergessen, die Leute leben immer länger. da kann es dann doch knapp werden, zumindest für deine Urenkel :slight_smile: :slight_smile: