seltsame Tastenimpulse bei Netzteilanschluss an Laptop

Hallo,

wir nutzen einen Arduino Mega 2560 als Eingang für 9 externe Taster. Zur Zeit etwas überdimmensioniert, aber später sollen auch Daten auf SD-Karte gespeichert werden und evtl. ein Netzwerkanschluss hinzu kommen.

Jetzt haben wir folgendes Phänomen an einem Laptop beobachtet. Steckt das mitgelieferte Netzteil im Laptop, sendet der über USB-Kabel angeschlossene Arduino plötzlich undefinierbare Tastenimpulse, obwohl kein Taster angeschlossen ist. Zieht man das Netzteilkabel ab und der Laptop läuft über Accu, ist der "Spuk" schlagartig weg. Bei einem nachgekauftem Netzteil passiert das ganze nicht. Dürfte also am Netzteil liegen.

Wir müssen diese "Beeinflussung" unbedingt vermeiden. Welche speziellen Kabel schlagt Ihr vor? Sollte das Arduino-Gehäuse speziell "geschirmt" werden?

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Gruß Wolfgang

Dürfte also am Netzteil liegen

Sehe ich auch so.

Was meinst du mit "sendet Tastenimpulse" ? Wird da etwas seriell an den PC übertragen, aus dem ihr schliesst, dass der Arduino eine Tastenbetätigung erkannt hat?

Wenn ihr das Schrott-PC-Netzteil weiterverwenden müsst obwohl ihr einen Ersatz habt, könntet ihr den Arduino, wenn er denn eine USB-PC - Verbindung braucht, auch zusätzlich über ein separates 7-9V Netzteil versorgen.
Evtl. stabilisiert das...

Klingt für mich nach fehlenden Pull-Up- bzw. Pull-Down-Widerständen. Wie sieht denn eure Schaltung und der Sketch diesbezüglich aus?

Entweder mit internen PullUps an den Eingängen arbeiten, oder aber externe PullUps verbauen. Die Eingänge haben unbeschaltet einen nicht defenierten Zustand.

Tueftel99:
Jetzt haben wir folgendes Phänomen an einem Laptop beobachtet. Steckt das mitgelieferte Netzteil im Laptop, sendet der über USB-Kabel angeschlossene Arduino plötzlich undefinierbare Tastenimpulse, obwohl kein Taster angeschlossen ist. Zieht man das Netzteilkabel ab und der Laptop läuft über Accu, ist der "Spuk" schlagartig weg. Bei einem nachgekauftem Netzteil passiert das ganze nicht. Dürfte also am Netzteil liegen.

Ja klar. Und an der Nichtbeachtung der EMV-Richtlinie bei der Konstruktion Deiner Arduino-Schaltung.

Also wenn Dein Laptop und das Laptop-Netzteil und auch das nachgekaufte Netzteil ein CE-Kennzeichen haben, wird Deine Arduino-Schaltung wohl ganz weit davon weg sein, so eine CE-Kennzeichnung auch nur theoretisch bekommen zu können und würde bei einer EMV-Prüfung glatt durchfallen.

Wie lang sind denn die 9 Kabel zu den 9 Tastern?
Wie groß sind die verwendeten Pull-Widerstände dimensioniert?

Hallo,

kann es sein dass das Original Netzteil (bei dem der Fehler auftritt) nur einen 2-poligen Eurostecker ohne Erdung hat, das andere Netzteil dagegen einen Schukostecker mit Erde hat? 8)

Durch die fehlende Erdung und Entstörkondensatoren im Netzteil können erhebliche Fehlspannungen auftreten die an hochohmigen Eingängen Probleme machen. Das bedeuted jetzt nicht dass das Netzteil defekt ist, das ist völlig normal für Schaltnetzteile mit Eorostecker. :wink:

Eine Abhilfe wäre (neben Erdung) die Eingänge möglichst niederohmig auszuführen. Also Pull Up bzw. Down z.B. ca. 1k.

Christian

Hallo,

vorab erst einmal ein herzliches Dankeschön an “Alle” für die Tipps.

Ich versuche meine Antworten grob zusammen zu fassen.

Zur elektronischen Schaltung kann ich leider nicht viel sagen. Ich “füttere” das Teil nur mit meinem Programm. Eure Hinweise bezüglich der Widerstände und der anderen elektrischen Fragen werde ich sofort weitergeben. Leider ist der “Platinenentwickler” erst Mitte nächster Woche wieder erreichbar. Infos hierzu daher erst später.

Die Tastenimpulse werden über das USB-Kabel (virtueller ComPort) an den PC gesendet und ausgewertet.

Wir möchten möglichst wenig externe Netzteile verwenden, aber einen Versuch wäre es evtl. wert. Zur Zeit sind ca. 10 Stück im Einsatz. Bis auf diesen einen Laptop und auf einem weiteren, bei diesem aber nur manchmal und auch nicht reproduzierbar, treten diese Probleme auf.

Das Teil wird nur von wenigen bestimmten Personen eingesetzt und nicht “weltweit” verkauft. Auf eine CE-Kennzeichnung und EMV-Prüfung müssen wir verzichten. Beides würde auch jeglichen preislichen Rahmen für das Projekt sprengen. Das Teil ist nicht “offiziell” zu bestellen.

Ich (als “dummer” Programmierer) denke als Schutz an “abgeschirmte” USB-Kabel und/oder “abgeschirmte” Arduino-Gehäuse. Wie könnte man etwas derartiges herstellen? Eure Tipps bezüglich der Wiederstände werden natürlich sofort weitergeleitet. Der Tipp mit dem EURO-Stecker wurde, wenn ich mich richtig erinnere, bereits getestet.

Weitere Details teile ich Euch dann nächste Woche mit.

Beste Grüße

Wolfgang

Was hat das mit dem Platinenentwickler zu tun? Kann es nicht einfach sein, dass du vergessen hast, die PULLUPs intern in der Software zu aktivieren?

Warum müsst ihr auf CE-Kennzeichnung und EMV-Prüfung verzichten? Ihr seit euch schon klar, dass die so dann nicht eingesetzt werden dürfen im kommerziellen Bereich.

Ich (als "dummer" Programmierer) denke

Ich denke an Schwingungen.
Also Oszi dran und schauen.
Platine, Schaltung, alles kontrollieren.

Mit baulichen Maßnahmen stabilisieren.
Kondensatoren, Spulen, Schirmungen, Ferritperlen, Pullup, Pulldown, usw.

Die dullen Netzteile durch brauchbare ersetzen.

Der Programmierer sieht nur, dass seine Einsen und Nullen nicht immer das sind, was sie sein sollten.