Sicherheits-USB-Kabel (-adapter)

Hallo,

ich würde mir gerne ein spezielles USB-Kabel (oder alternativ einen Adapter) basteln, bei dem es mir meinen USB-Anschluss nicht verbrutzelt, wenn ich mal was falsch anschließe.

Bisher nutze ich einen USB-Hub als eine Art Puffer zwischen dem Mikroprozessor und dem Computer.

Gibt es solche Kabel evtl. sogar "von der Stange" günstig beim Chinesen, oder muss man selber basteln?

Falls basteln, wie? Konnte im Netz darüber bislang nichts finden.

Gruß Chris

Der Arduino und der PC haben 500mA Sicherungen bzw der PC Schutzschaltungen der die USB-Spannungsversorgung abschaltet wenn zuviel Strom fließt. Andere Schadensquellen sind Überspannungen. Der USB-Baustein im PC ist dagegen bis zu einem gewissen Punkt geschützt. Wenn Du eine höhere Spannung auf die 5V Versorgung gibst müßte das Netzteil ausschalten und die Spannung bricht zusammen. Das ist ein theoretischer Fall da Du von einem externen Netzteil Spannung auf die 5V schalten müßtest. Bei solchen Fehlern ist Hopfen und Malz verloren und falls Du in Gefahr läufst solches zu machen, würde ich Dir raten ein anderes Hobby zu suchen.

Meines Wissens gibt es keine Schutzgeräte für USB Ausgänge des PCs. Du mußt weiterhin einen USB-Hub benutzen.

Grüße Uwe

uwefed: Du mußt weiterhin einen USB-Hub benutzen.

Ne, [u]muss[/u] ich ned. Ich kann ihn auch weglassen. :P

Gruß Chris

Chris72622: Bisher nutze ich einen USB-Hub als eine Art Puffer zwischen dem Mikroprozessor und dem Computer.

Du mußt weiterhin einen USB-Hub benutzen.

um den USB Anschluß des PCs zu schützen.

Du hast recht: Müssen mußt Du gar nichts.

Grüße Uwe

Hallo Uwe,

uwefed: Wenn Du eine höhere Spannung auf die 5V Versorgung gibst müßte das Netzteil ausschalten und die Spannung bricht zusammen. Das ist ein theoretischer Fall da Du von einem externen Netzteil Spannung auf die 5V schalten müßtest. Bei solchen Fehlern ist Hopfen und Malz verloren und falls Du in Gefahr läufst solches zu machen, würde ich Dir raten ein anderes Hobby zu suchen.

meinst Du wirklich, dass dieser Kommentar angemessen ist ?

Alle Menschen, die ich bisher kennen gelernt habe machen Fehler und solche wie der oben genannte gehören dazu. Ich habe erst letztens einen Pololu A4988 gehimmelt, 24 V an die 5 Volt Eingänge angelegt. Da hat mir auch meine 40 jährige Elektronikerfahrung nicht geholfen.

Falsche Spannung halte ich für einen Standard-Fehler

Gruss

Hallo Chris,

es gibt mittlerweile Trennmodule für USB, welche den USB-Port vom PC galvanisch trennen, so hättest Du maximalen Schutz Deines PC's. Allerdings sind die nicht ganz billig. Schau mal bei REICHELT nach, die haben so Dinger im Angebot. Ich weiß allerdings nicht, was diese Module an der ARDUINO-Seite an Überspannung abkönnen, da müsstest Du das Datenblatt studieren.

Die abschaltenden Sicherungen, welche Uwe erwähnt, sind graue Theorie, die stehen zwar in den USB-Empfehlungen, nur halten sich die Mainboardhersteller nicht immer daran! So hat infolge eines USB-Gerätes mit mehr als 500mA Stromverbrauch die Schwägerin meines Bruders bei einem teuren Markennotebook einen USB-Anschluss 'abgeschossen', weil eben dort anstelle der eigentlich vom USB-Konsortium vorgesehenen rückstellenden Sicherung aus kostengründen ein simpler Widerstand eingebaut war, welcher dann eben Sicherung gespielt hat und abgebrannt ist.

Es ist also (meiner Meinung nach) keineswegs Luxus, zum Schutz des eigenen PC's ein HUB zu verwenden!

Gruß

Martin

kurti: ... Ich habe erst letztens einen Pololu A4988 gehimmelt, 24 V an die 5 Volt Eingänge angelegt. Da hat mir auch meine 40 jährige Elektronikerfahrung nicht geholfen.

Falsche Spannung halte ich für einen Standard-Fehler

Gruss

Hallo Kurti

Wenn es passiert, daß eine höhere Spannung oder verpolte Spannung an eine USB-Schnittstelle über Arduino angelegt werden, dann greifen die meisten Schutzmechanismen nicht. Das "beste" was passiern kann ist daß nur der Arduino oder das Shield kaputtgeht. Auch ein USB-HUB mit eigener Versorgungsspannung könnte unter Umständen die zu hohe Spannung an den PC weiterleiten.

Das erste was man sich angewöhnen soll (muß) ist den Arduino von der USB und anderen Spannungsquellen abzustecken bzw diese auszuschalten wenn man Schaltungen (auf dem Steckbrett) aufbaut. Dann wenn die Schaltung fertig aufgebaut ist es besser man nimmt sich 5 Minuten Zeit die Schaltung zu kontrollieren bevor man sie einschaltet. Einfach schauen ob die Versorgusngspannungen richtig angeschlossen sind (Spannung un Polung) und daß Ausgänge nicht mit Ausgängen verbunden sind.

Falsche Spannung halte ich für einen Standard-Fehler

Das ist ein Fehler den man durch Selbstdisziplin weitgehend vermeiden kann. Endkontrolle vor dem Einschalten.

Wie Du sicher von der Zeit der analogen Drehspulmeßgeräte noch gewohnt bist, ist die erste Frage, die man sich stellen muß, wenn man mit einem solchen Meßgerät mißt, welche Spannung zu erwarten ist und dementsprechend den Meßbereich auszuwählen. Da gibt es keine automatische Umschaltung und der kleinste Spannungbereich hält keinesfalls Netzspannung aus. Wie oft hast Du den Dein Meßgerät gehimmelt? Auch gab es da keinen Pfeifton oder mechanische Blockierung der Buchsen bei Übergang von Spannungsmessung zu Strommessung wie es die heutigen 20€ Digitalmultimeter vorsehen.

Viele Grüße Uwe

Moin Moin,

uwefed:

Falsche Spannung halte ich für einen Standard-Fehler

Das ist ein Fehler den man durch Selbstdisziplin weitgehend vermeiden kann. Endkontrolle vor dem Einschalten.

Wie Du sicher von der Zeit der analogen Drehspulmeßgeräte noch gewohnt bist, ist die erste Frage, die man sich stellen muß, wenn man mit einem solchen Meßgerät mißt, welche Spannung zu erwarten ist und dementsprechend den Meßbereich auszuwählen. Da gibt es keine automatische Umschaltung und der kleinste Spannungbereich hält keinesfalls Netzspannung aus. Wie oft hast Du den Dein Meßgerät gehimmelt? Auch gab es da keinen Pfeifton oder mechanische Blockierung der Buchsen bei Übergang von Spannungsmessung zu Strommessung wie es die heutigen 20€ Digitalmultimeter vorsehen.

Viele Grüße Uwe

so die graue Theorie.

Fakt ist, das eine falsche Spannung die Ursache für sehr viele Fehler ist.
keine Spannung, zu geringe Spannung, zu hohe Spannung, Spannung falsch gepolt, zu geringe Strombelastbarkeit …
( siehe auch viele Threads hier im Forum )

Ausgehend von Deiner Aussage, dass man dann ein anderes Hobby benötigt, müssten fast alle hier und alle die ich sonst noch so kenne
sofort aufhören mit dem Elektronik-Hobby.

Ach ja: ich habe noch nie eines meiner Meßgeräte gehimmelt

Gruss
Kurti

Ich denke das mit dem anderen Hobby suchen ist etwas hart formuliert worden und letztlcih wird da mehr reininterpretiert, als Uwe vielleicht ausdrücken wollte. Klar brennt jedem mal ein Bauteil durch, das gehört zum Lernprozess dazu. Bei fertigen Baugruppen (also Arduinoshields, komplett aufgebauten Motortreiber-Boards usw.) kann das ganz schön ins Geld gehen, wenn das ständig passiert. Aber man lernt schließlich auch aus diesen Fehlern und vermeidet sie irgendwann - und zwar ohne sich jedesmal auf eine separate Schutzschaltung verlassen zu müssen.

Wenn das zu hart klingt dann entschuldige ich mich. Wie bereits von anderen gesagt kann man Schaltungen nie 100% gegen alle möglichen vorhersehbaren Schadensquellen absichern noch weniger vor unvorhersehbaren. Darum kann man sich nicht verlassen, daß nichts kaputtgeht, wenn man etwas falsches macht. Wenn man sich unbedingt darauf verlassen will, daß schon nichts kaputttgehen kann, dann stehe ich zu meiner Aussage daß ein anderes Hobby vorteilhaft wäre. Grüße Uwe

Ich bin letztens über das hier gestoßen:

http://ruggedcircuits.com/html/ruggeduino.html http://ruggedcircuits.com/html/ancp01.html

Da sind Schutzschaltungen für die meisten Fehler und eine Strombegrenzung für den Prozessor drauf.