Signal verstärken

Hallo,

Ich hab mal wieder ein Problem. Ich möchte gerne ein kleines Signal (0-100mV) verstärken und mit einem analogen Eingang des Arduino einlesen. Ich hab noch einen MC3403 Verstärker hier liegen. Kann ich damit etwas anfangen oder brauche ich sonst noch was?

Sorry aber ich hab Null plan wie ich das Ding verdrahten muss damit ich es zum laufen bekomme.

Vielen Dank schonmal Stefan

Willst du nur wegen dem Arduino verstärken? Wenn ja dann würde die Wahl eines entsprechend niedrigen Aref evtl auch genügen. MfG Jago

PS.: Denke der MC3403 ist nicht geeignet da er kein Rail to Rail Type ist.

hi Jago,

ich versteh mal pauschal genaugenommen garnix von was du gerade sprichts. ich gehe davon aus, dass er versucht Spannungen im Bereich +/- 100mV linear zu vestärken, so dass er diese mit dem analogen 5V-Eingang eines Arduinos messen und verarbeiten kann.

Was bitte bedeutet Rail-to-rail? und was wäre ein geeigneter Weg die Spannung zu Verstärken?

Also nochmal. Der Operationverstärker, den Du hast, kann die Ausgänge nicht bis zur Versorgungsspannung ansteuern sondern bleibt ca 1,5 bis 2V drunter bzw 1,5 bis 2V oberhalb Masse. Wenn Du ihn mit 5V versorgst kann der ausgang nicht Spannungen von 0 bis 5V liefern. Du brauchst einen Operationsverstärker der Spannungen von 0 bis 5V ausgeben kann. Diese heißen Rail to Rail Type. http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/Projekte_im_Selbstbau/rail_to_rail_opamp_gesucht-t70025f34_bs0.html http://www.mikrocontroller.net/topic/120618

Als Verstärkerschaltung benutzt Du den Operationsverstärker als nicht invertierender Verstärker geschaltet. http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210151.htm und nimm als widerstände 100K und 10K Ohm. so hast Du eine Verstärkung von 11 und bringst die 100mV auf 1,1V. Wähle dann die interne Referenzspannung von 1,1V

Grüße Uwe

Vielleicht noch ein paar kleine Hinweise. Der Eingang vom OP bzw vom Arduino hat ein sehr hohen Eingangswiderstand, sodass die Verwendung eines Tiefpass evtl. durchaus Sinn macht. Andernfalls könnten Störeinstrahlungen einen nicht geringen Messfehler hervorrufen. Die maximale Aussteuerbarkeit eines herkömmlichen OP´s liegt bei 80% der Betriebsspannung (dh 4V bei 5V Versorgung). Allerdings ist der Wert von uwefed besser, denn im letzten Teil der Kennlinie verliert er an Linearität. Die Frequenz sollte man auch nicht ganz vernachlässigen. So ein OP hat eine maximale Spannungssteilheit am Ausgang. Das sollte bei der Anwendung aber noch unkritisch sein.

@Marcus W: gloop schrieb das er 0-100mV verarbeiten will, -100mV bis +100mV würden nicht gehen da der Analogeingang nur positive Spannungen verträgt. (in dem Fall müsste man dan mit Offset arbeiten.) Und sorry wegen der Fachkeule, dachte ich liefer schnell mal die richitgen Suchbegriffe für google, war ein wenig kurz angebunden...

MfG Jago

PS.: Was spricht eigentlich dagegen eine entsprechend niedrige Referenzspannung anzulegen? Zugegeben bei 100mV ist das LSB schon aberwitzig klein, aber liegt die sinnvolle Grenze bei den internen 1,1V? (was ja einer Auflösung von ca 1mV entspricht). Könnt mir vorstellen das 0,5V auch grad noch so geht, jemand Erfahrungen damit?

Die Referenzspannung auf 100mV zu legen finde ich nicht sinnvoll da dort die Fehlerquellen (Rauschen, Störungen des Digitalteils des ATmega ecc) stärkern Einfluß aufs Meßergebnis haben. Dh die Konvertierung wird ungenauer und schwankender. Ich sehe sinnvoller das Meßsignal um 10 zu verstärken. Grüße Uwe

Das es quatsch ist die Referenzspannung auf 100mV zu legen hab ich ja selbst auch so ungefähr geschrieben. (so gut kann ja kein Mensch abschirmen) Wenn ich dich richtig verstanden hab siehst du es also nicht als sinnvoll an unter die Interne Referenz zu gehen. (vorrausgesetzt man will 10 Bit auswerten) MfG Jago

Ich hab zwar keine praktische tests gemacht aber aus Erfahrung, ich kann dem zustimmen. Grüße Uwe