Softwareseitige Begrenzung der Leistungsaufnahme

Wie zuverlässig kann eine softwareseitige Begrenzung der Leistungsaufnahme sein?

Beispielsweise bietet WLED die Möglichkeit einen Maximalwert für die zu verbrauchende Stromstärke zu setzen. Ist verbrauchen hier das richtige Verb? Welche Wendung nutzt man im Zusammenhang mit Stromstärke?

Jedenfalls ist mir klar, dass WLED nicht aktiv misst, sondern lediglich eine Schätzung anhand der Helligkeit der LEDs anstellt. Was im Detail passiert habe ich noch gar nicht im Quellcode nachgesehen. Ich selbst hätte wahrscheinlich Messungen angestellt und die Ergebnisse in einer Tabelle hinterlegt, auf die das Programm dann zugreift. Das ist aber auch erstmal nebensächlich. Sofern man selbst noch einen gewissen Puffer mit einkalkuliert, sollte man doch ziemlich sicher sein können, dass man das verwendete Netzteil nicht überfordert.

Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass das nicht hunderprozentig sicher ist. Was meint Ihr könnte passieren?

PWM ist an/aus. D.h. bei an fließt der volle Strom. nur der Mittelwert verringert sich.

Gruß Tommy

Hallo,

Umgangssprachlich ist viel erlaubt solange man weiß was gemeint ist. In der Regel spricht man von der Stromaufnahme bzw. Leistungsaufnahme des Verbrauchers. Im Zusammenhang mit dem Wort Verbraucher kommt man dann zu Begriffen wie Stromverbrauch oder Leistungsverbrauch. Ist mir persönlich alles egal. Es ist immer noch klar was gemeint ist. Kritisch wird es erst wenn Kombinationen wie Stromspannung verwendet werden.

Ansonsten wird mit PWM rein digital geschalten. Das heißt entweder fließt der maximal mögliche Strom oder es fließt kein Strom. Mittels Pulsweite ändert sich nur der resultierende Mittelwert wie Tommy schon schrieb. Die Leistungsaufnahme ändert sich im Mittelwert.

Im Physikunterricht hättest Du den Energieerhaltungssatz gelernt, nachdem Energien ineinander umgewandelt werden. Eine LED wandelt elektrische Energie in Licht und Wärme. "Beispielsweise bietet WLED die Möglichkeit, für den Strom einen Maximalwert zu setzen."

Tatsächlich gibt es noch die Entropie als nicht umwandelbare Energieform, washalb unser Universum am Ende nur noch aus Entropie bestehen soll. Aber das erleben wir beide nicht mehr, daher nur als Randbemerkung zu diesem Thema :rofl:

Bei PWM wird der Strom zeitlich verteilt.

Theoretisch könnten also alle LEDs gleichzeitig einschalten, was 100 % Strombedarf bedeutet. Dann werden die LEDs ausgeschaltet, was keinen Strom bedeutet. Das Netzteil muß also zwischen 0 und 100 % Strom liefern.

Praktisch gibt es reale Leitungen mit Induktivitäten und Kapazitäten, die das reale Verhalten deutlich verändern.

In meiner Bar hängen 300 Pixel, die ich per FastLED auf 4 A begrenze, weil das Netzteil nur so viel Strom liefert. Das funktioniert ohne Probleme.

Was ist jetzt die Wahrheit, was soll ich Dir raten?