Spannungsversorgung

Hallo zusammen,

Ich habe ein kleines Problem. Ich bin auf der Suche nach einem geeigneten Arduino Board für mein Projekt. Dabei gibt es als Vorgabe das die Spannungsversorgung nicht über 3,3 V gehen darf, da das ganze mit zwei 1,5V Baterien betrieben wird (ich weiß da fehlen noch 0,3V aber ich denke das liegt in den Toleranzgrenzen).

Auf meiner Suche bin ich immer wieder über den Begriff Operating Voltage gestoßen. Ist das nun die Versorgungspannung für das Board oder nur für den Microcontroller?

Ich bedanke mich schon einmal für Antworten^^

MfG

Die meiste Zeit fehlt da mehr als 0.3V zu 3,3V.
Laut figure 29-1 aus dem Datenblatt für den ATMEGA328P kannst Du bei 8MHz bis 2,4V runtergehen. 1,2V Zellspannung hast Du aber je nach Batterie/Akku schnell erreicht. für 2.4V gibt es AFAIK auch keine Brownout fuse, das heißt, entweder ist schon bei 2.7V Schluss, oder Du riskierst undefiniertes Verhalten, inklusive einer kleinen Chance, dass Dein Flashspeicher verändert wird (durch zufällige Sprünge in den Flashcode des Bootloaders).
mit 1.2 oder gar 1.35V pro Zelle kannst Du aber nur einen Teil Deiner Batteriekapazität nutzen (google nach Entladekurven).

Ich würde 3 Zellen mit einem LDO-Regler wählen. Soll das ein Lang- oder Kurzläufer werden und wie viel Strom erwartest Du zu brauchen?

Danke für die Antwort,

Du hast natürlich recht. Es wird eher ein Kurzläufer. Und den Strom kann ich noch nicht abschätzen.
Das mit dem LDO-Regler werd ich mir noch mal durch den Kopf gehen lassen und Testen.
Vielen dank.

Anstatt eines LDO-Regler ist ein DC/DC Wandler die bessere Wahl.
Grüße Uwe

uwefed:
Anstatt eines LDO-Regler ist ein DC/DC Wandler die bessere Wahl.
Grüße Uwe

Nö.

  1. die meisten habe eine verglichen mit LDOs brutale quiescent current. Die saugt den Akku leer, während der Microcontroller im Nanoamp-Bereich schläft.
  2. Die haben auch einen Voltage Drop und eine Effizienz. Wenn man die passende Batterie sucht, dann ist das, was der LDO linear droppt weniger als der effizienzbedingte Verlust am LDO.
  3. Am Ende der Laufzeit bricht einem der höhere minimale voltage drop dann endgültig das Genick, weil er die sowieso knappe Batteriespannung noch weiter drückt.

DC/DC-Wandler haben ihre Berechtigung, wenn man einen Kurzläufer hat, den die quiescent current nicht interessiert (hier anscheinend der Fall) und an eine Spannungsquelle gebunden ist, die weit von der Zielspannung entfernt ist (hier nicht der Fall).
Es gibt auch ein paar echt gute DC/DC-Wandler (Geheimtip: Buck/Boost, gibt schöne bei TI), die auch statt eines LDO funktionieren (bei der quiescent current sind sie meiner Erfahrung nach aber trotzdem meist schlechter), aber für das Aliexpressteil, bei dem der Frage nach Deinem Tipp landen würde, gilt das absolut nicht.

  1. In diesem Tread wurde nicht von Sleep gesprochen. Dein Argument ist richtig aber Deine Annahme daß Sleep verwendet wird finde ich nicht im Tread.
  2. Die Voltage Drop ist anders. Während der Linearregler die Voltage Drop in Wärme umwandelt ist die Verlustleistung vom Dc/Dc Wandler nicht direkt vom Voltage Drop abhängig. Ok, der Wirkungsgrad kann abhängig von der Eingangsspannung sein.
    Step/Dopw DC/DC Wandler an einer 4,5V Alkalibatterie hat meiner Meinung berechtigung anstatt eines Linearreglers.

Natürlich muß der richtige DC/DC Wandler ausgesucht werden der am besten mit dem Verbraucher (Arduino) abgestimmt ist.

4,5V auf 3,3V bringen sind mit einem LDO auch nur ca 80% Wirkungsgrad.

Grüße Uwe

Mir fehlt die Projektbeschreibung. Danach kann man ein Konzept für die Stromversorgung machen. Einen Atmega kann man ohne Spannungsregelung bei 8Mhz von 2,7-5,5V laufen lassen.

Ich habe bei einem Uhrprojekt bei einem Step Down den Stand-By-Pin benutzt. Alle Minute wurde er für 2-3s. angeschaltet und hat einen Elko aufgeladen, der Arduino, RTC plus LCD versorgte.