Stacking mit vollautomatischem Makroschlitten

Ich werde in den nächsten Wochen einen vollautomatischen Makroschlitten für das Stacking im Extrem-Makro (> 1:1) Bereich bauen.
Dieser wird sowohl autark arbeiten als auch über den PC (mittels DSLRmaster) steuerbar sein. Zudem erfolgt auch das automatische Auslösen der Kamera.

Falls sich Einer frägt, was dieser Beitrag hier zu suchen hat: die Ansteuerung (und auch die Schnittstelle zum PC) wird über einen Arduino realisiert.

Nähere Infos dazu gibt es in dem entsprechenden Beitrag auf meiner Website.
Der Projektfortschritt wird laufend in meinem Blog dokumentiert.

Über interessierte Besucher und Kommentare würde ich mich freuen.

Hallo,
was ist "stacking" in der Makrofotografie?
Gruss Klaus

Hallo Klaus
Hier ein Wikipedia Artikel, der das Fokus Stacking beschreibt: Focus stacking – Wikipedia
Und hier noch ein Video, welches den Vorteil sehr ansehnlich zeigt: Lily - Focus Stacking on Vimeo

Toll, das will ich auch!!
Danke MaFu
Grüße Uwe

Das sieht schon jetzt besser aus als meins, aber für einen Lineartisch war einfach kein Geld da...

Ich bin gespannt auf deine Lösung. :slight_smile:

Hallo MaFu,
danke für die Aufklärung.
Leider funktionieren bei mir die beiden links zur Website und zum Blog nicht!?!

Gruß Klaus

Uuups...
Danke für die Info, hab die Links korrigiert.

@MaFu
jetzt funktionieren die links...

Finde Dein Projekt sehr interessant und werde es weiterverfolgen. Wie Du schon selber geschrieben hattest, sehe ich auch das größte Problem in der Mechanik. Besonders beim Richtungswechsel (Vor-Zürück) hat man oft mit einem geringen Spiel der Mechanik zu kämpfe. So habe ich das jedenfalls bei meinem Schwenk- und Neigekopf-Projekt mit zwei Schrittmotoren festgestellt. Wärend die Bewegung in eine Richtung gleichmäßig und genau steuerbar ist, tritt bei einem Richtungswechsel ein mechanisches (geringes) Spiel im Getriebe auf, dass doch messbar ist und sich auf die Positionierung auswirkt.

Welches Spiel hat der Lineartisch (Foto im Bolg) bei Vor- und Rückbewegung?

Gruß Klaus

Hallo Klaus
Zum Spiel kann ich jetzt gar nichts sagen, da müsste ich erst Heute Abend ins Datenblatt schauen.
Aber das ist ja auch kein Problem. Beim Festlegen der Anfangs- und Endposition plant man ja eh etwas Reserve ein. Und das Stacking läuft ja nur in eine Richtung.

Eine Sache ist mir noch nicht so ganz klar. Die Veränderung der Fokusebene macht man doch eigentlich manuell über den Fokusring. Wenn man nun hier einen Schlitten verwendet ändert man doch (wenn auch in sehr geringem Maße den Bildausschnitt. Nimmt man das billigend in Kauf, ohne dass man jedes Einzelbild neu manuell oder automatisch fokussiert? Ich glaube, ich habs mir gerade selbst erklärt... :wink:

Wenn man das Objektiv mit konstanter Fokusierung verschiebt wird auch der Schärfebereich verschoben. Das ist einfacher zu automatisieren, als neu Scharfzustellen da die Fokusier-Automatik hier versagt. Wer sagt Dir, daß durch erneutes Scharfstellen auf eine andere Distanz der Bildbereich 100% gleich bleibt?

jm-foto.de / focus-stacking.de – Die Webseite für Focus-Stacking
Die Vorgehensweise ohne Makroschlitten :
Im Prinzip verhält es sich fast genauso wie in der Methode mit Makroschlitten, nur mit dem Unterschied das man nun nicht mit den unterschiedlichen Kamera-Abständen durch den Zollstock fährt sondern mit verschiedenen Schärfe-Einstellungen am Schärfering des Objektivs.
Dies ist zwar nicht die korrekte Methode für das Focus-Stacking, habe aber damit auch schon recht gute Ergebnisse erzielen können und es funktioniert also in der Not auch so (ist nur nicht so genau und präzise).

Grüße Uwe

Uwe hats eigentlich schon erklärt.

Grundsätzlich ist es erst mal egal, ob man die Kamera über einen Makroschlitten verschiebt oder den Fokus ändert. In beiden Fällen ändert sich der Abbildungsmaßstab. Dies ist jedoch kein Problem, da die gängigen Stacking-Programme das problemlos ausgleichen.
In der Regel wird ein Makroschlitten verwendet, da damit das Verstellen genauer geht. Mit den heutigen Autofokusobjektiven lässt sich der Fokus manuell einfach nicht fein genug verstellen.
Eine Ausnahme bildet die Arbeit mit meinem DSLRmaster :wink: Da ists dann wiederum genauer als mit den meisten Makroschlitten. Dies setzt jedoch Liveview und ein Autofokusobjektiv voraus.
Am meisten benötige ich das Stacking jedoch bei meinem M-PE65 Lupenobjektiv (1:1 bis 5:1), und das geht nur manuell. Daher dieses Projekt.

Perfektes Projekt für den Arduino.
Ich mache das seit ca. 2 Jahren mit einem Arduino und 2 Steppern: einen für den Balgenauszug und einen für den Abstand.
Getriebe verwende ich nicht (mehr); Antrieb erfolgt über eine Gewindestange M6 (Steigung 1mm) - bei 200 Schritten/U sind das das 5µ pro Schritt, da braucht man kein Getriebe mehr.
Der Schrittmottor kann die Last (ca. 800 g) locker vertikal schleppen.
Ich arbeite mit Mikroskopobjektiven. Kleinste Gegenstandsbreite ca. 1,8 mm, normal um die 5-15 mm, maximal ca. 40 mm (mit 1 Objektiv!)
Beispiel ist hier zu sehen: Ptomister Bestimmungstabelle
Wenn ihr also Hilfe braucht - PN an meine e-mail schicken, da ich nicht oft im Forum bin.