Stromverbrauch LCD-Backlight

Hallo zusammen,

obwohl ich mich schon länger mit dem Arduino und dem Thema Elektronik beschäftige, habe ich immer noch reichlich Wissenslücken. Derzeit frage ich mich, wie ich den Strombedarf des Backlights eines LCD-Displays ermitteln kann. Der Hersteller des Displays (av-display aus Shenzen) hält leider keine Datenblätter bereit (oder ich finde sie einfach nicht). Auch der Verkäufer (einer bei Ebay) kann mir nicht weiterhelfen. Aber vielleicht könnt ihr mir einen Tipp geben. :-)

Was ist bislang herausgefunden habe:

Das Display hat die Bezeichnung LCD-AC-1602E-DIS RGB/KK-E6PBF. Auf der Rückseite ist ein Aufkleber mit der Bezeichnung ABC016002E88-DIS-R. Ein Datenblatt finde ich zu beiden Bezeichnungen nicht, wie schon erwähnt. Auf der Hersteller-Website finde jedoch ich zu dem Thema Backlight die Info, dass es verschiedene Typen gibt, die er "baukastenmäßig" verbaut. Einmal einen Edge-Type und einmal einen Array-Type. Aufgrund der angegebenen Bauhöhe des Backlight (3 mm) gehe ich von dem Edge-Type aus.

http://www.av-display.com.cn/en/Technical.aspx

Dort lese ich, dass die Versorgungsspannung 3,3 V beträgt. Da es sich bei dem Backlight um ein RGB-Backlight mit gemeinsamer Anode handelt, würde ich diese mit genau 3,3 V versorgen und dann den Strom messen, der in das Backlight fliesst, wenn alle Kathoden mit Masse verbunden sind. Da ich davon ausgehe, dass ein Verbraucher nur den Strom zieht, den er benötigt, müsste ich doch so die maximale Stromaufnahme ermitteln können. Sehe ich das richtig?

Vielen Dank für euer Feedback und beste Grüße Schattenfänger

Das Backlight ist normalerweise bei diesem LCD über Pin 15 und 16 angeschlossen. Wenn du da über einen Vorwiderstand 5 Volt anlegst, kannst du den Strom messen.

Bei meinen LCD's ist auf der Platine schon ein 100 Ohm Vorwiderstand drauf.

Da ich davon ausgehe, dass ein Verbraucher nur den Strom zieht, den er benötigt, müsste ich doch so die maximale Stromaufnahme ermitteln können. Sehe ich das richtig?

Nein! LEDs brauchen eine Strombegrenzung. Sonst ziehen sie alles was geht, bis zur Selbstzerstörung.

gemeinsamer Anode handelt, ...wenn alle Kathoden mit Masse verbunden sind.

Dann wird, auf Grund der unterschiedlichen Flussspannungen nur eine Farbe leuchten, bzw. zuerst durchbrennen.

Hallo HotSystems,

Zu den üblichen Pins 15 und 16 gesellen sich noch 17 und 18. Wobei 16 die gemeinsame Anode ist, 15, 17 und 18 die Kathode für rot, grün und blau. Wenn ich den Leiterbahnen folge, so scheinen tatsächlich zu den einzelnen LEDs für das Backlight Widerstände vorhanden zu sein und zwar zwischen die Kathode der jeweiligen LED zum Abschlußpin. Der Anschlußpin für die gemeinsame Anode geht direkt auf die Anoden der drei LEDs - da messe ich keinen Widerstand. Zwischen den Kathoden der einzelnen LEDs zum Anschlußpin des Displays messe ich:

bei rot: 152Ohm, bei grün: 109 Ohm, bei blau: 109 Ohm (passt zu den Beschriftungen der verlöteten SMD-Widerstände: 2x 111 und 1x 151).

Da der Hersteller von einer Versorgungsspannung von 3,3 V spricht, muss ich doch annehmen, dass diese Widerstände entsprechend gewählt wurden. Ich möchte das Display bzw. Backlight nicht schrotten, weil ich direkt mit 5 V reingehe. Und um den passenden Vorwiderstand zu berechnen, müsste ich doch den für den Betrieb des BLs den nötigen Strom kennen. Daher meine Frage: mit 3,3 V rein und den Strom für jede LED im BL messen.

Viele Grüße Schattenfänger

combie: Nein! LEDs brauchen eine Strombegrenzung. Sonst ziehen sie alles was geht, bis zur Selbstzerstörung. Dann wird, auf Grund der unterschiedlichen Flussspannungen nur eine Farbe leuchten, bzw. zuerst durchbrennen.

Schade, nun bin ich ratlos...

schattenfaenger: Hallo HotSystems,

Zu den üblichen Pins 15 und 16 gesellen sich noch 17 und 18. Wobei 16 die gemeinsame Anode ist, 15, 17 und 18 die Kathode für rot, grün und blau. Wenn ich den Leiterbahnen folge, so scheinen tatsächlich zu den einzelnen LEDs für das Backlight Widerstände vorhanden zu sein und zwar zwischen die Kathode der jeweiligen LED zum Abschlußpin. Der Anschlußpin für die gemeinsame Anode geht direkt auf die Anoden der drei LEDs - da messe ich keinen Widerstand. Zwischen den Kathoden der einzelnen LEDs zum Anschlußpin des Displays messe ich:

bei rot: 152Ohm, bei grün: 109 Ohm, bei blau: 109 Ohm (passt zu den Beschriftungen der verlöteten SMD-Widerstände: 2x 111 und 1x 151).

Da der Hersteller von einer Versorgungsspannung von 3,3 V spricht, muss ich doch annehmen, dass diese Widerstände entsprechend gewählt wurden. Ich möchte das Display bzw. Backlight nicht schrotten, weil ich direkt mit 5 V reingehe. Und um den passenden Vorwiderstand zu berechnen, müsste ich doch den für den Betrieb des BLs den nötigen Strom kennen. Daher meine Frage: mit 3,3 V rein und den Strom für jede LED im BL messen.

Ok, auf dem Bild welches ich durch die Typenbeschreibung von dir gefunden habe, habe ich auch nur 16 Anschlüsse gesehen. Aber wenn es entsprechend deiner Beschreibung ist, dann wir es stimmen.

Mit den 3,3 Volt machst du nichts verkehrt.

Und eine Strombegrenzung durch einen Widerstand o.ä. muss rein.

bei rot: 152Ohm, bei grün: 109 Ohm, bei blau: 109 Ohm (passt zu den Beschriftungen der verlöteten SMD-Widerstände: 2x 111 und 1x 151).

Die Flussspannungen der einzelnen Dioden findest du tausendfach im Internet. Und mit den gemessenen Widerständen kannst du den jeweiligen Strom ausrechnen. Solange der die 20mA nicht deutlich überschreitet, wird das alles gut sein.

Du schließt das Display, wie du es betreiben möchtest an. Dann lässt du alle LEDs so hell wie möglich in deiner Schaltung leuchten. Du misst den Strom durch die gemeinsame Anode. Fertig.