Stromversorgung mit 24V

Hallo,

ich möchte meinen Arduinochip (Atmega328P-PU) mit einem 24V Netzteil versorgen. (Dieses ist bereits vorhanden und soll deshalb verwendet werden.)
Da jedoch auch noch ein Ethernetshield und ein paar Relais an der Schaltung hängen sollen und somit der Stromverbrauch >0,5A ist, möchte ich keinen 7805er verwenden. (zu große Verluste)

Auf meiner Recherche hab ich den LM 2940 CT5 gefunden. In verschiedenen Foren habe ich gelesen, dass die Kondensatoren entscheidend sind, allerdings hab ich in den Foren unterschiedliche Werte gesehen.

Deswegen meine Frage, ist dies generell überhaupt möglich den 7805 durch den LM2940 zu ersetzen und wenn ja auf was muss ich achten, bzw. welche Kondensatoren sollte ich verwenden.

Gruß Multi

Es gibt fertige auch kleine Stepdown Wandler, z.B. von Polulo:

Die Seite wegen der Übersicht. Die Dinger gibt es auch von deutschen Versendern

Danke für die Antwort

Aber selbst die billigsten Teile auf der Seite kosten 5$, während der LM2940 nur um die 50ct kostet.
Deswegen würde ich den 2940 bevorzugen wenn es irgendwie geht :confused:

Mit dem LM2596 gibt es billige fertige Module. Auf eBay selbst aus Deutschland für 3-4€

Zum LM2940 steht alles im Datenblatt:

Braucht mindestens einen 22µF Low ESR Kondensator am Ausgang. Die Kapazität kann nach oben offen sein Der Widerstandsbereich ist in Abbildung 20 auf Seite 11 gezeigt.

Ich verstehe nicht, was am LM2940 besser sein soll als am 7805. Beide verbraten die Differnzleistung, sprich bei 0,5A stattliche 9,5W in Wärme.

Da brauchst Du auf alle Fälle einen großen Kühlkörper.

Glaub uns, nimm einen teureren Stepdown-Wandler und Du hast weder Wärmeprobleme noch platzprobleme.

Grüße Uwe

Stimmt. Das ist ein Lowdrop Regler, aber den mit 24V zu betreiben ist totaler Irrsinn.

Für diese Spannungsdifferenz braucht man einen Schaltregler.

Der LM2940 ist doch ebenfalls ein Linearregler, wenn ich mir so das verlinkte Datenblatt angucke? :o
Ich nehme gerne den LM2576 5.0 für sowas. Kostet ca. 1€, dazu noch eine Induktivität, eine Shottkydiode und 2 Low ESR Elkos. Mit 35V Elkos am Eingang kannst du die 24V runterstabilisieren. Bis 3A am Ausgang macht der mit einem kleinen KK. Und da du wenig Schaltverluste hast, zieht er dafür wesentlich unter 1A.

Gruß Gerald

wasn mit dem

Ich hab mir den LM2576 mal angeschaut und ich denke ich könnte damit glücklich werden.
Zum Aufbau würde ich mich an die Schaltung aus dem Datenblatt halten:

Ich muss zugeben, dass ich bis jetzt nie eine Induktivität verwendet habe, deswegen meine Frage:
Ich habe bei meinem Elektronikversand folgendes Produkt gefunden: L-MICC 100µ
Kann ich die nehmen oder auf was muss man bei Induktivitäten achten?

Ist das nicht günstig genug?
http://www.ebay.de/itm/NEU-LM2596-Konverter-Buck-Wandler-Step-Down-Module-Power-Supply-Output-3237-/321632967911?pt=Bauteile&hash=item4ae2d19ce7

Der ist einstellbar, aber dann muss halt das Poti entsprechend drehen

Den LM2576 kann ich zwar auch empfehlen, aber das wird nicht billiger.

Ich fände es halt schön, wenn ich die Spannungsversorgung auch noch auf meine Platine tun könnte.
Und auch vom Preis her komm ich bei meiner Rechnung auf ca. 1€ weniger (1,86€).

Versand kann ich weglassen, da ich eh bald wieder bestellen werde.

Spannungsregler LM 2576 T5,0 1,10€
Induktivität L-MICC 100µ 0,14€
Schottkydiote 1N 5822 0,16€
low ESR Elko 35V 100uF RAD FC 100/35 0,22€
low ESR Elko 10V 1000uF RAD FC 1000/10 0,24€

Ok, dann macht es Sinn :slight_smile:

Die Induktivität verträgt aber keine 1A!

Strom 170 mA

Da gibt es auch bessere als axial. Oder schau gleich mal bei "radial" nach. Letztere findet man eher bei solchen Reglern.

Oh danke. :slight_smile:
Ich hätte vergessen auf die Stromstärke zu achten.
Ich werde dann die L-09HCP 100µ verwenden. (2,0A; 0,53€) Link

Jetzt hab ich nur noch ein Problem. Bei den Elkos ist eine Lebensdauer von 2000h angegeben.
Wenn ich die Schaltung jedoch 24/7 im Einsatz habe, ist die Lebensdauer bereits nach 83 Tagen erreicht, ist das ein Problem oder wie muss man hier richtig rechnen?


Edit:
Frage hat sich erledigt.
Die Lebensdauer bezieht sich auf eine Verwendung unter maximal Temperatur.

http://www.reichelt.de/Power-Induktivitaeten-SMD/2/index.html?&ACTION=2&LA=2&GROUPID=3709;SID=61VL%40t4n8AAAIAAD3lw2s886ef1b402e1c99121f13d35c3b6f9b1

Letztenendes wird es aber nicht günstiger oder besser wenn du meinst, die selber aufbauen zu müssen. Hier kann man nicht einfach wild die Leiterbahnen auf der PCB ziehen.

-> Ein bisschen Lektüre, wie man sich an das Layout für den Schaltregler macht. Alternativ auf schauen, ob TI nicht sogar in den DBs entsprechende Printlayouts mitliefert.
http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/40-Layout-Schaltregler

Ansonsten gibt es sehr gute fertige Boards von Olimex. Sind von meiner Seite sehr zu empfehlen. Habe selber einen mittels Überwachung in einen Schaltschrank verbaut (Überwachung und Logging eines BHKWs zu erweiterten Diagnosezwecken).

Die Angabe der Lebensdauer bezieht sich auf die maximale Arbeitstemperatur.

Das ist glaube ich die mittlere Lebensdauer. Heißt auch nicht dass die gleich kaputt gehen. Aber Elkos verlieren an Kapazität wenn sie altern. Die halten jedoch auch viel langer wenn sie nicht so heiß werden. Die haben bei dir auch keine 105°.

Reichelt hat aber auch bessere Elkos. Die sind sogar direkt nach Lebensdauer klassifiziert:
http://www.reichelt.de/Elkos-radial-105-C-5000-10000h/2/index.html?&ACTION=2&LA=2&GROUP=B31C&GROUPID=5513&START=0&OFFSET=500&SHOW=1

Ich dachte gerade schon es wäre alles geklärt, aber der Beitrag von sschultewolter verwirrt mich jetzt etwas.

Eigentlich hatte ich vor das ganze auf Lochraster aufzubauen, spricht da etwas dagegen?

Einen KIS-3R33S kannste dir bei mir abholen....
(kein Versand)

multi:
Ich dachte gerade schon es wäre alles geklärt, aber der Beitrag von sschultewolter verwirrt mich jetzt etwas.

Eigentlich hatte ich vor das ganze auf Lochraster aufzubauen, spricht da etwas dagegen?

Solche Schaltregler auf Lochrasterplatinen aufzubauen ist keine gute Idee. Siehe Artikel von Lothar Miller.

Was ist unter "keine gute Idee" zu verstehen?
Wo sind die Probleme?

In dem Artikel heißt es:

Die Schleifen sind räumlich kleiner, die Leiterbahnquerschnitte großzügig und die Leiterbahnverläufe kurz.

Leiterbahnquerschnitt dürfte denk ich kein Problem sein. Also liegt das Hauptproblem darin, dass die Bahnen zu lang sind?

Würden sie sagen, dass ich es ganz lassen soll sowas selbst aufzubauen oder ist das ganze noch halbwegs vertretbar? (das ganze kommt in einen Schaltschrank für eine Krafwerkssteuerung)