Stromversorgung

Hi,

ich beschäftige mich schon länger mit arduino und habe mittlerweile einiges ans laufen bekommen.

Momentan bin ich das alte Provisorium meiner Heizungssteuerung am umbauen.

Die hat jetzt gute 3 Jahre ohne Probleme funktioniert, bis ich sie erweitert habe.

Ich habe gut 30 DS18B20 im Einsatz und nun fällt der Bus immer Mal wieder aus.

Reduzieren ich die Anzahl der Sensoren, geht alles wieder.

Das und der Umstand, das ich nach der Erweiterung ungefähr 17 Pumpen und Ventile schalten muss hat den Ausschlag gegeben, das ganze neu zu verkabeln.

Ich habe jetzt 2 Relais Karte mit je 8 Relais, den Arduino Mega 25600 R2 und einen Raspberry Pi.

Arduino und Raspberry sind via USB verbunden, da werden Daten ausgetauscht.
Beide hatten bisher ein eigenes Netzteil.

Die Sensoren sind am Arduino angeschlossen.
Die Relais werden auch vom Arduino gesteuert.
Für alle Relais habe ich ebenfalls ein eigenes Netzteil.
(wenn ich das richtig in Erinnerung habe via UNL2008 mit dem Arduino gesteuert - fällt mit den Relais Karten weg)

Nun zur Frage bzw. dem Problem:
Kann ich alles über ein 5v 20a Netzteil versorgen?

Kann ich die Relaiskarten und Sensoren mit dem 5v 20a Netzteil versorgen und muss ich dann vom Arduino(mit altem Netzteil) GND mit dem GND vom 20a verbinden?

Grüße
Mattes

Ja und ja....
Wenn du zuvor beide, Arduino und Raspi jeweils mit 5 Volt betrieben hast, dann kannst auch beide inkl. der Sensoren mit einem 5 Volt Netzteil betreiben. Und du musst den GND aller Baugruppen miteinander verbinden.

Vergiss die Sicherung nicht, 20A sind schon ganz schön heftig.

Danke, du meinst eine Schmelzsicherung?

Ja, bei 20A sollte man die vorsehen. Sonst könnte noch mehr "abrauchen" - im wahrsten Sinne des Wortes.

Gruß Tommy

OK, also schmelzsicherungen zwischen der Stromversorgung (+V) und den "Verbrauchern".

Gibt es da Erfahrungen, z.B. 1 Wire Bus?
Wie "groß" sollte ich die auslegen?

Hallo.

Ich würde für den PI und den Uno 1-2A nehmen . Für die angeschlossenen Verbraucher hängt das letztlich vom verwendeten Querschnitt der Kabel ab. Da die Kabel nicht lang sind und sicher so was um 0,5 mm2 ehr weniger haben würde ich noch 2-3 Gruppen verwenden und die mit je 6A absichern um die 20 A nutzen zu können.

Aber die Motorn und Ventile haben doch sicher 230V was willst du mit einem5V 20 A Netzgerät.( Wei du das gerade hast?? )

Sicherungen werden zum Schutz vor Kurzschluss und zum Leitungsschutz verwendet. ( VDE 0294-4 ) Für elektronische Platinen gibt's das sicher andere Normen .

Heinz

Hi,

für die Sensoren habe ich CAT7 Kabel verlegt.
Längste Bus ist gute 50 Meter lang.

Platinen sind jetzt nur noch fertig gekaufte, der Rest wird mit Lüsterklemmen verkabelt.

Auf 230V Seite ist alles in Ordnung und mit Automaten abgesichert.

Bis ich die schmelzsicherungen habe werde ich das 20a Monster erstmal nicht benutzen.

20a ... ja, weil ich es hier habe und alles damit betreiben wollte.

Meine größte Sorge sind tatsächlich die Sensoren Leitungen ... aber wenn ich die Absichere sollte das schon wie zu erwarten funktionieren.

Hi

Die Sicherung schützt Dir die LEITUNGEN, nicht die angeschlossenen Geräte!!
Hier ist die Gefahr sehr groß, daß z.B. an Deinen 1-wire-Sensoren +5V und GND gebrückt werden können - die Beinchen sind nicht sooo weit auseinander, daß man Das ausschließen kann - und dann suchen sich bis zu 20A ihren Weg.
Dafür ist weder der Bus ausgelegt (also Deine Verkabelung wird wohl kein 1,5mm² Draht sein - und Das wird dabei schon gut warm), noch die Beinchen der Sensoren - sowohl die Drähtchen wie auch die Sensor-Beinchen schmelzen Dir schneller, als Du gucken kannst.
Die glühenden Drähte können einen Brand auslösen - wenn Du zufällig beim Kurzschluss beteiligt bist (... aber wer fingert sonst da rum - Du hast also große Chancen), kannst auch Du Dir starke Verbrennungen einfangen.

Gleiches Problem auch, wenn man zur Versorgung der µC-Schaltung Akkus benutzt - Die können Strom in sehr großer Höhe treiben!!

Nun genug Angst verbreitet - Angst bringt hier nicht viel, Respekt vor der erkannten Gefahr ist hier das Ziel.

Du musst Dir überlegen, wie viel Strom Du brauchst bzw. wie viel Strom die einzelnen Abschnitte 'verkraften' können.
Auch begrenzt eine Sicherung nicht den Strom auf den aufgedruckten Wert.
Bei 'Haushalts-Schmelzsicherungen' (Neozed-/Diazed-Schraubsicherungen) passiert bei bis zu 5-fachem Strom mehrere Minuten (bis Stunden) ... Nichts.
Quelle:Wikipedia, Auslösekarakteristik Schmelzsicherungen.

Vll. kann man auch einfach eine KSQ in Reihe schalten, Die der dahinter hängenden Schaltung 'den Saft abdreht' - reiner Gedankengang, noch nicht ausprobiert.

MfG

PS: etwas langsam, bleibt jetzt aber :slight_smile:

Es handelt sich bei den Sensoren bin vorgefertigte, wasserdichte Exemplare ... die aber unter Umständen Fabrikationsfehler haben können.

Die 4 im Aussenbereich mit 4 Meter Silikon Zuleitungs Kabel bspw. bricht bei denen die innere Isolierung der einzelnen Adern auf.
Die sollen eigentlich besonders flexibel sein .... sucht man sich einen Wolf, bis man den Fehler gefunden hat, denn damit rechnet man eigentlich nicht.

Deshalb hatte ich auch schon an Sicherungen gedacht, es aber wieder vergessen, weil das Problem mit schrumpft Schlauch sich erledigt hatte.
Könnte wieder auftreten, auch bei anderen Sensoren und deshalb kommen da jetzt Sicherungen dran.

Ausserdem werde ich die Anzahl der Sensoren pro Bus reduzieren und stattdessen mehr busleitungen nutzen.

Pro Sensor muss ich ca 1,5 mA für die Messung rechnen oder?

Na ja ich glaube nicht das Du das mit Sicherung absichern kannst, also mal rechnen

Also CAT7 Kabel CU 0,5mm -> 0,06mm2 Querschnitt

R=l/a/56 -> 100m/0,06/56=30Ohm

Damit bei 5V ca. 160mA und Kurzschlussstrom am Ende der Leitung. Also kannst Du die Stronversorgung 5V der Sensoren mit max 100mA absichern. Du solltest aber eentuell über den Spannungsverlust auf der Leitung nachdenken.

U=IxR :slight_smile:

Heinz