Stromversorung mehrerer Sensoren entlang eines Telefonkabels

Hallo,

Nachdem ich jetzt einige Zeit vergeblich nach einer Antwort gesucht habe versuche ich es mal hier. Falls ihr gute Suchbegriffe anstelle einer Antwort habt nehme ich die auch gerne!

Ich bastle derzeit an einem Arduino Gardening Projekt, bei dem ich viele Zimmerpflanzen (20+) mit jeweils einem Bodenfeuchtigkeitssensor überwachen möchte.

Wie kann ich entlang eines Telefonkabels an unterschiedlichen Stellen einzelne Sensoren "anschließen"?

Für die Entwicklung habe ich die Sensoren über ein Breadboard mit dem Arduino verbunden, aber für den Dauerbetrieb möchte ich die Sensoren in vom Arduino weiter entfernten Pflanzen platzieren und die Kabel auch möglichst unaufällig führen können.

Daher habe ich mir ein Telefonkabel mit 2x4 Litzen gekauft. Ich würde dieses nun gerne durch mein Zimmer legen und an verschiedenen Stellen einen Sensor mit jeweils einer eigenen Ader für die Datenübertragung und zwei Adern (mit anderen Sensoren geteilt) für die Stromversorgung verbinden. Wie kann ich die Sensoren "unterwegs" an das Telefonkabel anschließen, ohne dieses an jeder Anschlußstelle komplett zu durchtrennen und alle Aderenden wieder neu verbinden zu müssen?

Gibt es andere Lösungen für mein Problem, dich ich gerade gar nicht im Blick habe? Eine Alternative wäre natürlich, ein eigenes (mindestens) dreiadriges Kabel zu jedem Sensor zu führen, aber das wären dann sehr viele Kabel. Vielen Dank schonmal für's Lesen, ich freue mich über Antworten.

Hallo,

wenn es ein Bus sein soll wirst du nicht drumherum kommen ein Stecksystem zu bauen. Das heißt Kabel konfektionieren und Stecker und Buchsen ranpressen. Oder kleine Platinen bauen zum durchschleifen mit gewinkelten Stiftleisten. Es gibt tausende Möglichkeiten.

Das hängt auch etwas von den Sensoren ab, ob die jeweils noch Kondensatoren brauchen oder die schon drauf haben.
Gib uns doch mal einen Link zu den Sensoren.

Gruß Tommy

ciex:
Gibt es andere Lösungen für mein Problem, dich ich gerade gar nicht im Blick habe?

Spontan fällt mit Funk ein, da ist die Funktionalität eines Busses schon integriert. Mehrere Netzteile oder Akkus übernehmen die dezentrale Stromversorgung, da die Messungen nur ein paar mal am Tag erfolgen.

Tommy56:
Das hängt auch etwas von den Sensoren ab, ob die jeweils noch Kondensatoren brauchen oder die schon drauf haben.
Gib uns doch mal einen Link zu den Sensoren.

Gruß Tommy

Wusste nicht, wie gerne hier im Forum Links in Posts von neuen Accounts gesehen werden.. Der Sensor ist im Moment ein YL-69 (Amazon-Link), aber sobald die ankommen, werde ich stattdessen so einen kapazitiven (Aliexpress-Link) einsetzen. Beide Typen wollen 3,3-5V DC und keine extra Kondensatoren o.ä. außer dem, was sie selbst mitbringen.

Funk wäre für mich im Moment erstmal nicht so interessant, weil ich dann ja sehr viele Netzteile bräuchte und auch nicht immer die Akkus babysitten will.

Meine Momentan beste Idee wäre, zu versuchen, ein Stückchen des Telefonkabels abzuisolieren, die Adern für die Stromversorgung herauszupulen, zu trennen und mit 3-adrigen Scotchlok-Verbindungen jeweils für den Sensor auszuleiten. Wie man vielleicht merkt habe ich nicht viel Erfahrung mit Elektronik, aber das scheint mir gerade am einfachsten.

Diese Sensoren kannst du sicher nicht direkt an einem Bus betreiben.
Wenn du mit einer Spannung (einem Netzteil) alles versorgen willst, solltest du darüber nachdenken, jeden Sensor mit einem eigenen Controller (ATtiny oder Atmega328) zu versehen und diese mittels RS485 zu verbinden.
Wenn dein Kabel nicht allzu lang ist, geht evtl. auch I2C.
Beides ist aber schon recht komplex für einen Einsteiger.

Hallo,

eigendlich sollen damit an jedes Kabel bis zu 6 Sensoren dran. Irgendwie must Du ja nun mal sozusagen ein T bilden um von dem Telefonkabel auf den Sensor zu kommen.

Du kannst natürlich schön vorsichtig die Isolierung von dem Kabel einschneiden,und etwa 5cm wegnehmen. dann suchst Du das Paar mit den beiden Adern für die Sromversorgung raus, schneidest da auch vorsichtig die Isolierung etwa 1 cm ab, ohne die Kupferader zu duchtrennen, da machst Du am besten versetzt, und wickelst dann vorsichtig die beiden Adern von der Stromversorgung des Sensors drum und lötest das fest. Die Ader für den Messwert , das ist ja an jeder Stelle eine andere Ader, trennst Du durch und lötest das Ende vom Sensor an das richtige Ende. Dann noch ein bischen Isolierband einzeln um die benutzen Adern, und anschliessend um das gesamte Kabel.

Klar hast Du Dir dann damit den 1 Preis im Murks verdient , aber was solls. :slight_smile: Die Profi Variante mit einem kleinen Platienchen mit Schrabklemmen und einem Gehäuse geht natürlich auch.

Heinz

Kein Murks. Gibt den 1. McGiver Sonderpreis! Anstatt Isolierband würde ich aber eher zu Heisskleber oder Schrumpfschlauch tendieren.

Haha, okay, vielen Dank für die Vorschläge! Ich werde mal ein bisschen rumprobieren, ob mir das zu frickelig ist oder nicht und dann schreib ich hier nochmal mit dem Endergebnis.

HotSystems:
Diese Sensoren kannst du sicher nicht direkt an einem Bus betreiben.

Das würde mich nochmal sehr interessieren. Warum geht das nicht?

Weil die eine analoge Spannung von 0-3V ausgibt, welche sich in Abhängigkeit der gemessenen Feuchtigkeit ändert.
Wenn du das auf dieselbe Leitung schaltest, ist das nicht so günstig für die Sensoren und du kannst nix vernünftiges auswerten

ciex:
.....
Das würde mich nochmal sehr interessieren. Warum geht das nicht?

Also diese Frage macht mich doch sehr stutzig.

Aber gut, die Antwort hast du ja schon erhalten.
Somit solltest du dir echt Gedanken machen, wie du das lösen willst.

HotSystems:
Also diese Frage macht mich doch sehr stutzig.
Aber gut, die Antwort hast du ja schon erhalten.
Somit solltest du dir echt Gedanken machen, wie du das lösen willst.

Hat er ja schon gemacht. Er will ja nur die Stromversorgung parallel nutzen. Pro Datenleitung nimmt er eine extra Ader.

ciex:
Daher habe ich mir ein Telefonkabel mit 2x4 Litzen gekauft. Ich würde dieses nun gerne durch mein Zimmer legen und an verschiedenen Stellen einen Sensor mit jeweils einer eigenen Ader für die Datenübertragung und zwei Adern (mit anderen Sensoren geteilt) für die Stromversorgung verbinden.

Katsumi_S:
Hat er ja schon gemacht. Er will ja nur die Stromversorgung parallel nutzen. Pro Datenleitung nimmt er eine extra Ader.

Und darüber willst du 20+ Sensoren anschließen, wo jeder Sensor eine Datenleitung benötigt ?
Zeig mal, wie das geht.

ElEspanol:
Anstatt Isolierband würde ich aber eher zu Heisskleber oder Schrumpfschlauch tendieren.

T-förmigen Schrumpfschlauch habe ich noch nicht gesehen :grin:

Selbstvulkanisierendes Isolierband hält selbst in der Geschirrspülmaschine.

Schrumpfschlauch gibt es mit einer inneren Isolationsmasse, die wasserdicht abschließt, verwende ich im Garten gegen Korrosion.

Ob die Schneid-Klemm-Technik bei Telefonkabel sinnvoll ist, weiß ich nicht, aber mit diesen Teilen kann man ohne Löten einen Abzweig machen. Funktioniert ebenfalls im Garten seit ein paar Jahren:

SchneidKlemm.png

SchneidKlemm.png

agmue:
T-förmigen Schrumpfschlauch habe ich noch nicht gesehen :grin:

Gibt es doch für wenig Geld beim fC

Muss doch kein T sein, die Abzweigungleitungen kann man doch auf einer Seite mit rausführen.

Der abgebildete Stromklau geht nicht zuverlässig bei dünnen Telefonkabeln. Ist eher was fürs Auto

ElEspanol:
Der abgebildete Stromklau geht nicht zuverlässig bei dünnen Telefonkabeln. Ist eher was fürs Auto

Ähnliche Teile gibt es auch für dünne Telefonadern. Die sind sogar mit einem speziellen Fett ausgestattet, damit dann wasserdicht.
Ich schau mal, ob ich ein Foto finde.

Diese oder ähnlich.

Hi

Quetsch-Klemmen für Telefon-Drähte gab's früher, bevor es diese 'Einzeladerverbinder' (Link von HotSystems, Conrad) unter dem Namen AVH Ader-Verbinder-Hülse, gab auch eine passende Quetschzange zu - eine Kombi-Zange tat's aber auch.
War aber nur im Innenbereich, eben in Telefon-Verteilern oder bei Sprechanlagenverkabelung in Nutzung.
Wie die Conrad-Klemmen ebenfalls 1-Weg.

Für eine lösbare Verbindung würde ich Steckklemmen (WAGO 243-508 MINI KLEMMEN, eBay) benutzen und Diese verschrumpfen.
Die Klemmen gibt Es auch mit 4 Löchern.

Wenn man bei zwei Kabel auf der einen Seite der Schrumpfmuffe zwischen den Kabeln mit der Spitzzange zusammen drückt, wird auch diese improvisierte Y-Muffe zuverlässig dicht (gefüllten Schrumpfschlauch benutzen, ist mit einer Art Heißkleber innen beschichtet).

MfG

Hallo,

sorry , wieso habt Ihr was gegen Löten, früher oder später kommt man eh nicht ohne Lötkolben aus, und Isolierband sollte reichen, er will die Verbindung ja nicht im Blumentopf betreiben , der Stich bis zum Sensor kann ja ohne weiteres 30cm vom Hauptkabel weg sein.

Heinz

Hi

Hast ja Recht - im endgültigen Aufbau spricht Nichts gegen Löten und natursicher einpacken (gießen/schrumpfen).
Bis der Kram aber 'in the wild' fehlerfrei läuft, halte ich Löten (nebst wetterfest einpacken) - mindestens für hinderlich.

Wobei es heute auch Gel-Muffen gibt ... ok, bei dem Preis würde mir während der Versuchszeit auch ein einfaches Regendach aus einer Folie reichen ... (bei der Suche nach einem Bild ... gab's den Preis als Schmankerl dazu - für 'mal eben gerade' unangenehm hochpreisig)

Foto (ist von / verlinkt auf) © elektroland24.de

Unabhängig von unseren zahlreichen, tollen Vorschlägen sollte der TO mal seinen Lösungsweg aufzeigen, wie er die Daten der 20 Sensoren (oder mehr) jetzt übertragen will.

Da steht noch eine Antwort aus.