Tchibo Wetterstation 433 MHz - Dekodierung mal ganz einfach

kulturbereicherer:
Im Dezember habe ich mich ein klein wenig damit beschäftigt gehabt. So grob wiedergegeben gibt es einen ganz großen Hersteller der sich LaCrose oder so ähnlich nennt und unzählige Töchter hat die unter anderem Namen die selben Produkte auf den Markt werfen.

Ja, LaCrosse ist einer der beiden großen Hersteller von Heim-Wetterstationen und Funk-Außenthermometern. Der andere Hersteller ist Hideki.

Und die beiden Firmen haben keine Töchter, schon gar nicht unzählige, sondern die kleben an die von ihnen produzierten Wetterstationstypen einfach die Typenschilder und Aufkleber drauf, die der zahlende Kunde haben möchte. Die zahlenden Kunden sind dabei Importfirmen, die die Ware aus China importieren und dann weiter verticken.

Eine dieser Firmen ist zum Beispiel http://www.technoline-berlin.de/
Die importieren glaube ich schon über 20 Jahre lang Heimwetterstationen von Lacrosse und verkaufen sie dann als Technoline-Wetterstation gelabelt an deutsche Kunden weiter.

Also außen drauf steht dann alles mögliche, aber innen drin ist es oft LaCrosse oder Hideki. Und für dieses Aufkleben von eigenen Namen auf fremde Produkte sind sich auch namhafte Firmen, die beim Verbraucher als "Wetterstationshersteller" wahrgenommen werden, nicht zu schade, das machen also nicht nur reine Import-Handelsfirmen wie Technotrade/Technoline, sondern auch die amerikanische Herstellerfirma Oregon Scientific ,mischt fleißig beim Umlabeln mit und verkauft nicht nur eigene Produkte Made in USA, sondern die labeln für den deutschen Markt und andere Märkte durchaus auch chinesische Produkte um, die dann als Oregon Scientific in den Handel kommen.

Die "Marke" oder besser gesagt "Handelsmarke", die außen auf dem Karton steht, sagt - insbesondere bei Wetterstationen und Funk-Außenthermometern - absolut NICHTS darüber aus, welches die Herstellerfirma ist. Da wird auf die Kartons draufgepappt und umgelabelt, so wie der Kunde es kauft, mit irgendeinem "Hersteller" hat das, was draufsteht, in den meisten Fällen nichts mehr zu tun.

Und wer hat das Prinzip erfunden? Tchibo!

erfunden haben die das mal für den Verkauf von Kaffee. Ohne dass die Firma jemals eine eigene Kaffeeplantage betrieben hat, haben sie sich durch geschickte Werbung beim Verbraucher als Kaffeeproduzent platziert und den Leuten suggeriert, sie seien Kaffeeproduzent mit eigenen Plantagen, würden den Kafee in eigenen Röstereien rösten und dann unter der Marke Tchibo in den Handel bringen. Aber das war noch nie so. Nicht beim Kaffee und auch nicht bei anderen Produkten, die von Tchibo verkauft werden. Das sind von Fremdanbietern zugekaufte Produkte, es wird Tchibo draufgepappt und unter der Handelsmarke Tchibo verkauft. Und dieses Tchibo-Prinzip, sich selbst als Hersteller auszugeben, ohne einer zu sein, hat sich auf viele Branchen, einschließlichHeimelektronik übertragen und ist von vielen Firmen kopiert worden. Und so steht auf vielen Produkten wie beispielsweise Heimwetterstationen und Funk-Außenthermometern nicht der eigentliche Hersteller wie beispielsweise LaCrossse oder Hideki, sondern irgendwas anderes.

Aber das ist bei anderen Geräten auch nicht viel anders, zum Beispiel bei Fernsehern. Die deutsche Firma Grundig ging schon 2003 endgültig Pleite, und trotzdem gibt es immer noch neue Grundig-Fernseher zu kaufen. Aber 100% der Grundig-Fernsehr stammen heute aus der Produktion der türkischen Konzerne Arçelik und Koç, und die Produktionshallen dafür stehen in der Türkeii, in Rumänien, Russland und in China.