Temperaturmessung mit drahtloser Übertragung

Hi an alle, zuerst mal, ich bin neu hier und gebe gleich zu, dass ich bis heute noch nichts von Arduino & co gehört habe. Wie gesagt bis heute...

Für mein Studium soll ich für ein Projekt Körpertemperaturen messen (mit einer Genauigkeit von 0,1°C) und diese dann drahtlos auf einen externen Empfänger übertragen. An dem Empfänger soll die gemessene Temperatur via LCD-Display angezeigt werden.

Wie geschrieben, bin ich was Arduino angeht noch überhaupft nicht bewandert. Ich hab mir aber von Kolegen sagen lassen, dass ich die genannte Aufgabe wohl relativ einfach und kostengünstig mit Arduino realisieren kann. Meine Fragen wären jetzt:

Wie fang ich an? Wie steige ich am besten ein? Was brauche ich? Gibt es hier schon fertige Sensoren (Shields?)? Gibt es fertige Wege für die Übertragung an den ext. Empfänger? Was benötige ich an Werkzeug und Know-How? Benötige ich Programmiersprachen (C)?

Schon mal vielen Dank an alle, die sich dir Mühe machen, mir dabei zu helfen! Gruß De_Schebbi

Wie wär`s denn wenn Du uns zuerst sagst was Du studierst und was Du schon kannst? Ansonsten erst einmal das hier: http://arduino.cc/playground/ durchlesen.

Hi,
also ich studiere Biomedizinsiche Technik. Dieser Studiengang ist stark von der Elektrotechnik geprägt.
Generell habe ich auch eine Ausbildung zum Elektroniker absolviert, von daher bin ich schon einigermaßen bewandert, was die allgemeine Elektrotechnik angeht.
Erfahrungen habe ich auch in SPS-Programmieren gesammelt. Grundkenntnisse in Programmiersprachen wie V-Basic, C/C++, Pascal, Delphi sind ebenso vorhanden.
Leider habe ich bis jetzt keine Erfahrungen im Programmieren von Controllern sammeln können und wollte mit dem Projekt damit anfangen.
Von daher habe ich dazu noch keine Kenntnisse…

Aus der genannten Aufgabe soll ein medizintechnisches Produkt entstehen, welches eine automatisierte Messung der Körpertemperatur kontinuierlich durchführt und diese
an einen ext. Empfänger weiter gibt.

Danke für deinen Link! Ich habe mir diesen auch schon angeschaut, bin aber noch ein wenig überfordert, was die benötigte Hardware angeht und welche Peripherie Sinn macht.
Vielleicht kann mir jemand hier ein paar Tipps geben, welche Hardware für mich Sinn machen würde?!?

Gruß
De_Schebbi

Hallo zusammen,

ich bin ein Kommilitone von De_Schebbi und versuche mit ihm gemeinsam das Projekt zu realisieren. Aktuell gefällt uns der Arduino nano sehr gut, nicht zuletzt wegen seiner doch sehr kleinen Bauform.

Um die Fragen von unserer Seite mal zu konkretisieren:

Ist der Nano (mit ensprechender Zusatzhardware) in der Lage eine Bluetooth-/WLan- Verbindung zu bedienen? Wenn ja was ist die dazu benötigte Zusatzhardware? Gibt es hier fertige Shields die das für uns machen und sind diese mit dem Nano kompatibel? Sind wir gänzlich auf dem Holzweg und sollten einen ganz anderen Ansatz wählen?

Vielen Dank im vorraus an alle die uns helfen!

Liebe Grüße scatflip

Hi. Schaut doch mal, was es hier

http://arduino.cc/en/Main/Hardware

alles gibt! Im "Playground" von arduino.cc unter dem Abschnitt "communication" sind diverse Informationen zu finden, die für euer Projekt interessant sein könnten. Oder schaut euch mal https://pachube.com/ an, dann kann der Onkel Doktor den Verlauf der Körpertemperatur einfach im Webbrowser kontrollieren. Soviel ich weiss passwortgeschützt :)

Gruß Thomas

Für kurze Entfernungen finde ich allerdings bluetooth oder W-Lan ein wenig übermütig… ich würde eine Site-to-Site verbindung mit kleinen Transceiver-Modulen machen, auch aus kostengründen. etwa die hier: http://www.pollin.de/shop/dt/MDU4OTgxOTk-/Bausaetze_Module/Module/Funkmodul_RFM70_Sende_Empfangsmodul.html

Zum Prototypbau und lernen ist der Arduino sicher geeignet. Für ein Serienprodukt aber eher nicht. Folgende Probleme: der Arduino enthält zuviele unnötige Bauteile, er ist zu groß und zu teuer. Die Verwendung von Shields führt zu noch mehr Größe, Kosten und vor allem Steckverbindungen. Stromverbrauch ist auch viel zu hoch. Weiterhin ist die Lizenssituation unübersichtlich was sicher auch nicht hilfreich ist. Zum Prototypbau und zum Einsteigen ist er gut. Aber für richtige Produkte würde ich immer eigene Platinen nehmen. Vor allem weil man dann auch viel kleinere Bauteile bestücken kann.

Der Arduino wird auch nur für den Prototypenbau verwendet :-) die Wahrscheinlichkeit das unser Projekt in Serie geht ist recht gering ;-).

Was an dem Sender stört ist das im Endeffekt 2 Controller zum einsatz kommen.

Aktuell gibt es 2 Varianten die Vorstellbar sind: Alles an Anzeige- und Sende-Elektronik dierekt mit dem Sensor in eine "Baugruppe" zusammenfassen und nur noch über ein möglichst Massenkompatibles Drahtlosmedium übertragen.

RFID-Temperaturmessung mit einer art Relaisstation (Reader + Anbindung an Drahtlosmedium) in der nähe, welche dann auch keine Probleme mit der Spanungsversorgung bekommt.

Das Projekt an sich dreht sich um einen Temperaturmessschnuller nur damit wir alle von der selben sache reden.

Soweit schonmal vielen Dank an alle.

Die zwei Controller tun aber nicht viel zur sache, da nur wenig features genutzt würden.

Ich würde es folgendermaßen angehen:

Thermometereinheit: AT-Tiny oder MEga328 als SMD-Bauform mit Batterie, RF und Temperaturmessung. Empfangseinheit: Arduino Uno + whateveryouwant (Ethernet, USB, Display etc).

Hätte den Vorteil, dass alles (mit Umwegen) über das Arduino-SDK und die Arduino-IDE erstellt werden kann und das Bauteil trotzdem klein bleibt.

Schnuller? Also ein Kanal Temperaturmessung und 1 Kanal zur Datenübertragung? → Arduino ist absoluter Overkill. Ein kleiner Tiny reicht völlig und der braucht auch weniger Platz. Die Datenübertragung würde ich per IR vornehmen. Dann bleibt der Elektrosmog (für diejenigen die dran glauben) geringer :wink: Für den Ingineur hingegen bleibt die BOM kleiner. Da der Tiny auch noch jede Menge Kapazitäät frei haben wird und die Frequenzstabilität nicht so hoch sein muß reicht: 1 Temperatursensor mit SPI / TWI anschliessen und 1 IR LED für die Datenübertragung. Zur Not noch 1 Transistor plus etwas Hasenfutter. Quarz wäre jedenfalls nicht nötig. Wenn man das richtig macht ist hinterher das größte Bauteil die Batterie.

vielleicht ist diese Hardwareplattform etwas für Euch: http://jeelabs.net/projects/9/wiki/JeeNode

Ich sehe das eigentlich wie Udo Klein. Als "Proof of Concept" wäre die Umsetzung mittels Tiny und IR-Übertragung schnell machbar. Und ich finde es immer sehr gut, wenn man in seinem Projekt auf mögliche Weiterentwicklungen verweisen kann: Umsetzung einer Funkverbindung als störungsfreie Alternative (IR ohne direkte Sichtverbindung funktioniert nicht sonderlich gut).