Temperatursensor DS18B20 hat teilweise starke Schwankungen (auf 85 Grad)

Hallo,

ich verwende den Temperatursensor: "DS18B20 Digital temperature sensor" am Arduino (angeschlossen nach Datenblatt). Komischerweise schwankt der Sensorwert recht stark, aber immer auf den selben Wert. Er zeigt also die Temperatur ganz normal an und springt dann für kurze Zeit auf 85 Grad (wenn Ausreißer, dann immer 85 Grad) und wieder zurück auf Raumtemperatur.

Auf was kann sowas hindeuten? Was kann ich versuchen zu ändern?

Das bedeutet das er entweder defekt ist oder du z.b. einen Wackler in deiner Verkabelung haben könntest

fehlender Pullup kann auch sein.

Vor allem muss man das in Sketch abfangen und ggf. Fehlerbehandlung einleiten

Auf was kann sowas hindeuten?

Keine Fehler-Abfrage und Wackelkontakt.
Was passiert denn, wenn du den Sensor nicht anschliesst, kein Pullup-Widerstand, oder ihm keine 5V gibst? Zeigt dein Sketch dann auch 85° an?

angeschlossen nach Datenblatt

Mit separater Vdd (5V) Leitung oder ohne?
Laut Datenblatt gibt es zwei Möglichkeiten

Optional VDD. VDD must be grounded for operation in parasite power mode.

aus dem Datenblatt

85 sind der Registerinhalt nachdem das Ding mit Strom versorgt wurde. Deshalb deutet das darauf an dass z.B. die Stromversorgung nicht passt oder ständig einbricht.

-127 ist was man bei Fehlerhafter Kommunikation bekommt

Wiel lang ist das Zuleitungskabel? Ist es eventuell ein mehradriges Kabel, wo noch andere Sachen durchgehen, oder ein Kabel von vielen auf einer Kabeltrasse? Ich hatte ein ähnliches Probem mit einem mehradrigen 2m langen Kabel. 60W Power-LED per PWM gedimmt und dann hat der DS18B20 gesponnen. Einer ist mir sogar kaputt gegangen, bis ich schaltungstechnische Maßnahmen getroffen habe.

Hallo, Kabellänge spielt keine Rolle. Ich habe so ein Ding am 4,70m langen Kabel. 7 Adern; Plus, Minus, Data, SDA, SCL, tx und rx. Macht dem Sensor nichts. Falsch verdrahtet, oder die Zeiten zum lesen und schreiben werden nicht eingehalten. Sketch und Schaltbild könnten vielleicht weiterhelfen. Gruß und Spaß Andreas

Zwei solch unterschiedliche Scenarien ergeben halt auch unterschiedliche Effekte.

Beim einem hast Spannung ohne nennenswerten Stromfluss, damit auch wenig Induktion, dafür kommen aber die kapazitiven Effekte zum tragen. Diese werden normalerweise durch Verdrillen der Adern kompensiert, dann vertragen sich die verschiednenen Dinge im selben Kabel recht gut. In dem Fall hohe Frequenzen und analoge Spannungssignale.

Beim PWM hingegen kommen starke induktive Effekte zum tragen wegen dem hohen Stromfluss fürs PWM. Quasi hat man einen trafo und induziert Ströme in die Nachbarleitung die wiederum Spannung erzeugen. das stört sich gewaltig.

Ihr habt also beide recht.

Daher niemals große Leistungen in Datenleitungen mitführen, ausser sie sind ungepulst. Also zb einen Heizstrom der dauerhaft fliest. DC erzeugt kein Übersprechen oder Induktion in Nachbarleitungen. Nur wenns pulst also kein reines DC ist. Auch Schaltnetzteile können dabei noch Ausgangswelligkeit haben, Im zweifel also immer erst prüfen, wenn man Last und Daten im selben Kabel zusammen fasst.

Ich habe gute Erfahrung gemacht mit Shielded Twisted Pair Kabel, also Ethernetkabel für Wandverlegung für Leistung und Datenübertragung. Den Shield sauber auf GND legen und man kann auf Aderpaaren Schrittmotoren treiben und am anderen Paar immer noch sauber Analogsignale übertragen. Und diese dickeren Wandkabel gibts mit 0,25qmm, damit lassen sich auch mal 2-3 A übertragen. Dazu kommt, relativ billig fürs Gebotene.