Als Einstieg in die Arduino-Welt habe ich – wie sollte es anders sein – eine Uhr in Angriff genommen.
Die Hardware:
Arduino Zero
RTC DS3231
Conrad DCF77 Empfänger und
LED-Stripe WS2812
Alles an Steckernetzteil 5V/3A
Die Dekodierung des Zeitsignals geschieht mit Hilfe von Wolles DCF77 DCF77 - Funkuhr • Wolles Elektronikkiste per Interrupt. Das Signal sehe ich über die LED an Port 13.
Prinzipiell funktioniert soweit alles, allerdings neuerdings mit einem mir unverständlichen Problem:
Die LED Signalisiert mir keinen Empfang (Interrupt). Es sei denn:
Ich schließe die Uhr per USB an den PC an. Das verhindert aber eine Fehlersuche über den Ser. Monitor (es funktioniert ja alles), oder
Ich schließe die (NUR) Masse vom Tastkopf (Oscar) an. Jetzt messe ich auch ein super Signal vom Empfänger, oder
Mit dem Finger berühre ich ganz leicht die Masse (GND) am Arduino oder auch den Pluspol der Batterie des RTC (ohne 1. Und 2.)
Bei allen genannten Punkten ist nach normaler Zeit die Uhr gestellt.
Ich habe irgendwie die Masse in Verdacht, konnte aber bisher nichts finden.
Ratlos wie ich bin wende ich mich deshalb mal an euch Profis!
solche Module kosten Paar Cents, bei Conrad einige Zehner Euro. Dabei sind die nicht viel besser.
schliesse DCF Modul aleine an 5V/GND, und mit einem LED prüfe Data Pin. Vorwiderstand nicht vergessen.
Hallo,
ich tippe auch auf eine fehlende 0V Verbindung und zwar Richtung Netzteil. Wenn Du über USB versorgst scheint es ja zu gehen, dann kommt die 0Volt vom USB Stecker des Nano. Ich weiß jetzt nicht wie Dein Aufbau real aussieht und wie die 0V Verbindungen der DFC mit dem Netzteil verbunden sind. Aber man sollte das mit einem Multimeter messen können.
Aufbau auf Steckbrett gemacht ? da hats schon mal schlechte Verbindungen, gelötete ? eventuell ist was kalt gelötet.
Ich tippe mal auf ein kräftiges Störsignal im Umfeld des DCF77-Emfängers.
Das kann z.B. ein Netzteil, ein Monitor oder irgend ein anderes elektronisches Gerät sein.
Erstmal alle "Störenfriede" entfernen und erneut testen.
Nein. Kein Steckbrett. Da hat noch alles bestens funktioniert, also bis auf die Steckverbinder alles gelötet.
Und nochmal nein: Die Stromversorgung geht nicht über USB. Wäre vermutlich etwas viel Strom für 53 LED. Die 5V sind schon im Kabel getrennt. Also nur Masse und die beiden Datenleitungen treffen auf den Zero.
Masse/GND habe ich zum X-ten mal gemessen. Keine Unterbrechnung, keine Potentialunterschiede.
Kalte Lötstelle möchte ich ausschließen, weil alles gut ist, sobald
ich die Masse vom Oszillographen irgendwo in der Uhr mit GND verbinde ohne irgendwas zu messen, oder die Masse zum PC über USB herstelle.
Empfangsstörungen schließe ich deshalb auch aus.
Aber hier verstehe ich den Zusammenhang nicht. Muss doch irgendwie mit dem Netz zu tun haben. Aber was? Als Elektriker sehe ich keinen Zusammenhang.
Ok, war halt eine Vermutung.
Aber evtl. ist dein Gerät ja selbst der Störenfried.
Also eine zusätzliche GND (Masse) Verbindung, wie Tommy schrieb, anschliessen. Das kann auch die Zentralheizung sein.
Das war's.
Aber die Lösung ist nicht praktikabel. Ich will ja nicht ein extra Erdungskabel legen
Deshalb habe ich wieder das interne (China-)Netzteil eingebaut, dass mit intern verbautem DCF-Empfänger sehr gestört hatte. Jetzt mit externem Empfänger mit 30 cm Kabel störts nicht mehr den Empfang.
So bleibt's jetzt!
Danke für die Tipps!
Ach ja: beim ZERO war ich im Kopf noch beim Raspberry. Ist natürlich ein NANO.
Die Uhr lief vorher mit einem Zero. Nachdem ein Stromausfall das Dateisystem auf der SD-Karte zerschossen hatte, musste was anderes her