UNO LC Licht und Schatten

Der chines. Herstellr INHAOS hat eine interessante Variante des Unos herausgebracht:

http://www.inhaos.com/product_info.php?products_id=157

Interessant ist dass die USB-Schnittstelle steckbar ist.
Damit ließ sich das Modul auf Anhieb programmieren, autom Reset inklusive.

Wer die Schnittstelle in operativen Betrieb nicht braucht, spart eine Menge Strom.

Der UNO LC hat noch ein Paar interessante Eigenschafte:

Pro:

a) das gleiche Modul kann bei 5V oder 3,3V arbeiten.
b) 2 leistungsfähige Spannungsregler sind on-board, aus 3,3V können 200mA gezogen werden.
c) es gibt ein 16Mhz Quartz, kein Resonator.
d) die Ein-Ausgänge sind als Stift und als Buchse vorhanden
e) eine Masse-Öse gibt es, sehr praktisch um Messungen zu machen
f) a6 A7 sind herausgeführt
g) habe es noch nicht getestet, aber die Analogeingänge sollen 12bit auflösen können und eine 2,5V Referenz soll möglich sein.
h) sehr preiswert, saubere Verarbeitung
i) die Bestellung in China wurde schon nach 10 Tage ausgeliefert.
j) einstecken, loslegen: die CH340 Schnittstelle lief auf Anhieb und wurde als Uno erkannt.
k) die Tx-Rx LEDs sind in der USB-Schnittstelle eingebaut.

Contra:

a) Die mitgelieferte USB-Schnittstelle scheint sich nicht umprogrammieren zu lassen: sie ist fest auf 2400Baud eingestellt (so muss man den Seriellen Monitor einstellen, dass es läuft.
b) noch kein weiteres Manko festgestellt... Sie vielleicht?

Alles in einem find ich das Konzept sehr gelungen.

RIN67630:
a) das gleiche Modul kann bei 5V oder 3,3V arbeiten.
....
c) es gibt ein 16Mhz Quartz, kein Resonator.....

Das wir sicher nicht stabil funktionieren.
Der Atmega328 ist bei 3,3 Volt nicht für 16 MHz geeignet.

Das wir sicher nicht stabil funktionieren.
Der Atmega328 ist bei 3,3 Volt nicht für 16 MHz geeignet.

Ist etwas zu hart formuliert.
Dieser Betrieb ist ausserhalb der offiziellen atmel - Spezifikation, richtig.
Inwieweit inhaos.com da eine Gewährleistung übernimmt, ist natürlich unklar.

Aber:
Das haben schon einige erfolgreich und im Dauerbetrieb gemacht (behaupten sie).
Ich kenne keinen, der berichtet hat, dass es definitiv nicht geht und das Problem am Übertakten lag.
( Ich persönlich übernehme natürlich auch keine Gewährleistung :wink: )

michael_x:
Ist etwas zu hart formuliert.
Dieser Betrieb ist ausserhalb der offiziellen atmel - Spezifikation, richtig.
Inwieweit inhaos.com da eine Gewährleistung übernimmt, ist natürlich unklar.

Aber:
Das haben schon einige erfolgreich und im Dauerbetrieb gemacht (behaupten sie).
Ich kenne keinen, der berichtet hat, dass es definitiv nicht geht und das Problem am Übertakten lag.
( Ich persönlich übernehme natürlich auch keine Gewährleistung :wink: )

Der Chip ist auch nicht von Atmel, sondern ist ein MD-328D Chip, der die gleiche Maschinenbefehle verarbeiten kann.

Aber auch der Atmega328 täte es ohne zu murren, der USB FTDI Chip macht aber schon früher nicht mehr mit.

Na, ok. Deshalb habe ich auch “nicht stabil” geschrieben.
Aber da es eh ein anderer Hersteller ist, ziehe ich meine Aussage zurück. :wink:

HotSystems:
Na, ok. Deshalb habe ich auch "nicht stabil" geschrieben.
Aber da es eh ein anderer Hersteller ist, ziehe ich meine Aussage zurück. :wink:

Übrigens, die Chinesen scheinen hier in den Foren mitzulesen. Da beschwerte sich mal einer, dass das Loch oben links neben SCL zu nah an der Stiftleiste liegt, um noch eine Schraube anzubringen. Sie haben das Loch oval gestaltet.

RIN67630:
Übrigens, die Chinesen scheinen hier in den Foren mitzulesen....

Dürfen sie ja auch. Ich hoffe nur, die lernen auch etwas daraus. :wink:

a) Die mitgelieferte USB-Schnittstelle scheint sich nicht umprogrammieren zu lassen: sie ist fest auf 2400Baud eingestellt (so muss man den Seriellen Monitor einstellen, dass es läuft.

Meiner läuft mit 9600Baud.

b) noch kein weiteres Manko festgestellt… Sie vielleicht?

Wie stellt man die benötigte TotZeit für H-Brücken ein?
Der MD-328D Timer soll das in Hardware können.

Wie nutzt man die Gain Einstellung des ADC?

Wie den zweiten AnalogComparator?

Wie nutzt man die 64MHz Modi der/des Timers?

Und:
Einiges an Arduino Libs läuft nicht.
Denn der Prozessorkern ist anders, 16Bit, wenn ich mich nicht irre. Viele Befehle brauchen 1 Takt weniger. Eigentlich toll, aber nicht wenn sich die Anwendung auf einen AVR verlässt, bzw. davon abhängig ist.

Der größte Nachteil, ist die bisher nicht vorhandene Definition der Eigenschaften des µC.
Für den MD-328D ist kein Datenblatt aufzutreiben.

Meine Bitte, nach einem DataSheet, an Inhaos wurde so beantwortet:

Am 20.04.2017 um 13:41 schrieb INHAOS:

Sorry we only have Chinese version datasheet , again for MD-328D , we only support Arduino Programming , thanks!

Einen Link oder eine PDF haben sie nicht gesendet.

Ich habe dann gar nicht weiter gefragt und mich auf chinesisch für ihre schnelle und freundliche Reaktion bedankt.

combie:
Einiges an Arduino Libs läuft nicht.
Denn der Prozessorkern ist anders, 16Bit, wenn ich mich nicht irre. Viele Befehle brauchen 1 Takt weniger. Eigentlich toll, aber nicht wenn sich die Anwendung auf einen AVR verlässt, bzw. davon abhängig ist.

Es würde mich schon interessieren, was an Arduino Libs nicht läuft.

Wenn man noch nicht 100% der neuen zusätzlichen Funktionen nutzen kann, wäre es erstmals nicht schlimm.
Aber was nicht funktioniert and den Standard-Libs, das ist wichtig zu wissen.

Ich finde das Produkt nicht empfehlenswert.

Es ist nicht open sorce (auch wenn es auf der Unterseite draufgedruckt ist); es existiert nicht die vollständige öffentliche Dokumentation der Hardware und Software.

"Highly compatible to UNO R3" ist eine nette Umschreibung daß es nicht 100% kompatibel ist aber sie nicht sagen was anders ist.

Wenn Du mal mit dem Produkt Probleme hast, weil etwas was auf einen Arduino mit dem ATmega320 läuft, auf diesem Produkt aber nicht, kannst Du schau sein das Problem zu finden. Wir hier haben auch beim besten Willen nicht die Infos Dir zu helfen.

Ein großer Vorteil der orginalen Arduino ist daß sämtliche Dokumentation öffentlich zugänglich ist.

Der größte Nachteil, ist die bisher nicht vorhandene Definition der Eigenschaften des µC.
Für den MD-328D ist kein Datenblatt aufzutreiben.

Das riecht für mich als irgendein Kontroller der den ATmega328 simuliert.
Die Ausführung der Maschienenbefehle kann schon schneller sein, die ADC-Konverierung ist um größen langsamer.

Grüße Uwe

RIN67630:
Aber was nicht funktioniert and den Standard-Libs, das ist wichtig zu wissen.

Das würde Dir ein seriöser Produzent/Verkäufer sagen, nicht wir als Benutzer eines Konkurenzprodukts.
Grüße Uwe

uwefed:
"Highly compatible to UNO R3" ist eine nette Umschreibung daß es nicht 100% kompatibel ist aber sie nicht sagen was anders ist.

Das riecht für mich als irgendein Kontroller der den ATmega328 simuliert.
Die Ausführung der Maschienenbefehle kann schon schneller sein, die ADC-Konverierung ist um größen langsamer.

Ja der Prozessor ist ein anderer.
Es gibt übrigens auch die Möglichkeit die Variante "Buono"* zu erwerben.
Die ist mit dem original AT-328 bestückt. Hier ist die Kompatibilität zu 100% gewährt.

Die grundsätzliche Idée, die Platine mit innovative und richtig praktische Lösungen neu zu entwerfen, statt einfach nachzumachen, finde ich nachahmenswert.

*Lustig, die At-Mega-Variante heißt "Buono" also der gute, was soll die "nicht Buono sein?"...

Diese Platine ist dann definitiv bei 3,3V außerhalb der Spezifikation von ATMEL.
Außerdem wage ich zu behaupten kann ein Spannungsstabilisator unabhängig vom Modell ohne Kühlkörper keine 3,5W an Verlustwärme vertragen.
Grüße Uwe

uwefed:
Diese Platine ist dann definitiv bei 3,3V außerhalb der Spezifikation von ATMEL.
Außerdem wage ich zu behaupten kann ein Spannungsstabilisator unabhängig vom Modell ohne Kühlkörper keine 3,5W an Verlustwärme vertragen.
Grüße Uwe

Guten Morgen Uwe,
es steht dir frei mit 5V zu arbeiten und am 5V Spannungsregler kann ein Kühlkörper angeschraubt werden, auch das ist besser gelöst.
Grüße aus dem verregeneten Ruhrgebiet.
Laszlo

Soweit ich das auf den kleinen Bildern sehe ist der 5V Spannungsstabilisator angelötet; Also kein Kühlkörper nachrüstbar.

Natürlich steht jedem frei die Platine so zu versortgen wie er es beliebt. Der Hersteller muß aber garantieren, daß sine Spezifikationen funktionieren. Dies deshalb weil der Anwender alles machen dürfen muß, was innerhalb der Spezifikationen liegt. Solche Platinen (alle Prototypenplatinen, orginal Arduino imbegrifen) wenden sich an Elektoniklaien, der nicht abschätzen kann was er nun als richtig ansehen darf und was nicht.

Grüße Uwe

uwefed:
Soweit ich das auf den kleinen Bildern sehe ist der 5V Spannungsstabilisator angelötet; Also kein Kühlkörper nachrüstbar.

Der Spannungsstabilisator ist angelötet, das Loch am Kühler ist jedoch frei, um ein Kühlköper nach oben anzubringen. Immerhin eine viel bessere Lösung, als am Standard-Uno, wo nur ein Mini-Spannungsstabilisator angelötet ist, ohne jeglich Möglichkeit überhaupt einen Kühlköper anzubringen.

Und dass die 3,3V am Standard kaum als Quelle zu gebrauchen ist, hat mich oft genervt.

Hätte ich eine größere Ursprungspanung und würde noch einiges an Strom dauerhaft brauchen, würde ich sowieso ein Schaltregler voranstellen.

Open source heisst ja auch für Verbesserungen anderer offen zu sein, ggf deren Verbesserungen zu übernemen, statt sie herunterzureden und sich über Konkurrenz zu beschweren, oder?

Aber dir gestehe ich auch gern, dass die Specs etwas zu lasch sind. An der 3,5W würde ich auch nicht gehen.

Open source heisst ja auch für Verbesserungen anderer offen zu sein, ggf deren Verbesserungen zu übernemen, statt sie herunterzureden und sich über Konkurrenz zu beschweren, oder?

Die Kritik am Opens Source ist gegen Inhaos gerichtet, das der Hersteller zwar schreiben, ihre Produkte seien Open Source, aber die Source (Documente, Schaltpläne, ecc) nicht zugänglich machen.

Ich habe nichts gegen bessere Lösungen als Arduino verwendet, aber dieses Produkt ist nicht besser, da die Infosmetionen fehlen.

Ein Arduino-Nachbau mit anderen Charakteristiken, ohne genaue Dokumentation hat seine Existenzberechtigung verfehlt. Man muß nicht ein Elektronikingeneur sein müssen, um mit einem Arduino-Nachbau klar zu kommen zu können.

Grüße Uwe

Ps ein Kühlkörper gehört auf die Rückseite eines TO220 Gehäuse.

uwefed:
Die Kritik am Opens Source ist gegen Inhaos gerichtet, das der Hersteller zwar schreiben, ihre Produkte seien Open Source, aber die Source (Documente, Schaltpläne, ecc) nicht zugänglich machen.

Das gehört zu den Schattenseiten der Lösung, leider.
Es ist auch vermutlich aussichtslos die Chinesen auf ihrer Open-Source Pflichten hinzuweisen.

Aber die Arduinos aus dem Standardprogramm decken mein Bedarf an einer brauchbaren Versorgung der Peripherie, ohne externe Komponente leider nicht.
Der echten Quartz ist kein Luxus und die steckbare USB-Schnittstelle finde ich gut.

Ich würde ein Standard-"Uno-Plus", der diese Basiskonzepte verinnerlicht und echt Opensource wäre, auch lieber kaufen.

Es ist auch vermutlich aussichtslos die Chinesen auf ihrer Open-Source Pflichten hinzuweisen.

Vermutlich hast Du recht. Man kann aber das Produkt nicht bewerben und auch nicht kaufen. So hat man (einen kleinen) Einfluß auf den Hersteller.

Der echten Quartz ist kein Luxus und die steckbare USB-Schnittstelle finde ich gut.

Was gefällt dir dann am Arduino Leonardo nicht? Wieso muß die USB-Schnittstelle entfernbar sein?

Grüße Uwe

RIN67630:
Der echten Quartz ist kein Luxus und die steckbare USB-Schnittstelle finde ich gut.

Und das kannst du auch schon bei vielen Pro Mini Clone haben.
Allerdings kann ich noch nicht erkennen, warum es unbedingt ein Quarz sein muss.