Verbindung Arduino-Windows

Ich habe ein defektes Behringer Lichtpult mit einem Arduino Uno zu einem MIDI-Pult umgebaut.
Nun habe ich zwei Fragen bezüglich der Kommunikation mit Windows:

1.Wenn ich ein fertiges MIDI-Pult an meinem PC anschließe, kann ich dieses direkt als MIDI-Pult nutzen. Um den Arduino als MIDI-Pult nutzen zu können, muss ich erst die "Hairless MIDI to Serial bridge" nutzen. Wie kann ich diese Zwischensoftware hardwaretechnisch oder softwaretechnisch umgehen und das Pult direkt als MIDI-Pult nutzen?

2.Wenn man mit dem Arduino über USB kommuniziert könnte jeder das Programm auf dem Arduino überspielen und die Funktion wäre weg. Außerdem könnten fehlerhaft gesendete Daten (vom Computer über USB) theoretisch das Programm überspielen (unwahrscheinlich, aber möglich). Wie kann ich diese Interaktion verhindern, ohne auf Funktionen des USB verzichten zu müssen?

Damit sich ein Arduino als MIDI irgendwas ausgibt, brauchst du einen der das kann. Der wird dann per ISP geflasht und nicht mehr über den USB Port.
Können tut das soweit ich weiss, der Leonardo oder der Micro.

ElEspanol:
1.... Wie kann ich diese Zwischensoftware hardwaretechnisch oder softwaretechnisch umgehen und das Pult direkt als MIDI-Pult nutzen?

Indem Du z. B. eine Soundkarte mit „Gameport“ in Deinen Computer einbaust. Der Gameport kann mit einem Adapterkabel direkt mit dem MIDI-Gerät verbunden werden. Hatte ich jahrelang so in Gebrauch. Das Gameport-MIDI-Kabel habe ich übrig, könnteste günstig haben.

Gruß

Gregor

Ich bin immer noch ein Freund echter MIDI Ports. Da braucht's zwar ein MIDI Interface am Rechner, aber für mich ist das die universelle Methode. Und direkt an nen Syntie klemmen geht dann auch.
Ist wie immer eine Frage des Einsatzzwecks.

Dass jemand den arduino kapert per USB halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Klaus_ww:
Dass jemand den arduino kapert per USB halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Wieso sollte das denn überhaupt jemand tun? Um die Kontrolle über die wertvollen 2 kB RAM zu bekommen?

Gruß

Gregor

Vielen Dank für die Tipps!

Das Pult ist ein Schulprojekt und Schulen haben ja bekanntlich nicht viel Geld…
(deshalb recyceln wir die Pults, anstelle neue zu kaufen. Hat nebenbei auch nen besseren Lerneffekt :slight_smile: )
Das Pult nutzen wir, um die Dot2 onPC Software zu steuern, deshalb ist ein USB Ausgang für uns am besten. Ein echter MIDI Port wäre für uns zu overpowered. Demnach ist auch das einbauen zusätzlicher Soundkarten schwer umzusetzen.

ElEspanol:
Damit sich ein Arduino als MIDI irgendwas ausgibt, brauchst du einen der das kann

Können tut das soweit ich weiss, der Leonardo oder der Micro.

Wenn ich den UNO gegen einen Leonardo austausche, kann ich dann einfach USB anschließen und schon wird der Arduino als HID erkannt (unter Nutzung entsprechender Libraries), oder muss ich da noch etwas beachten?

MfG CodeCrafter1

CodeCrafter1:
Ein echter MIDI Port wäre für uns zu overpowered.

Ich bin gegenteiliger Meinung.

Wenn Du Dich mit den Grundlagen von MIDI beschäftigst, kommst Du auf Dinge, die sehr viel einfacher sind als die Kommunikation via USB. MIDI-Befehle mit einem Arduino zu erzeugen, zu empfangen oder zu modifizieren erfordert lediglich das Wissen, wie serielle Kommunikation funktioniert, welche Übertragungsgeschwindigkeit benutzt wird und wie einzelne MIDI-Befehle aussehen (aufgebaut sind). Das ist erheblich einfacher als alles USB-mäßige.

Gruß

Gregor

Also um Schulrechner aufzupeppen, muss irgendjemand Kohle raustun. Bis die Schule das macht, hat der junge Mann seinen Doktor geschrieben

ElEspanol:
Bis die Schule das macht, hat der junge Mann seinen Doktor geschrieben

Richtig! Und die Methode, die am wenigsten Geld spart, wäre den Arduino UNO so zu nutzen.

Ich habe mal gelesen, dass man durchs überschreiben der Frimware den Arduino zu einem HID machen kann.
Ist das besser, als auf einen Leonardo umzusteigen ? Und Außerdem habe ich was das Überschreiben der Firmware angeht, noch keine Erfahrung gemacht. Könntet ihr mir erklären oder auf eine Seite verweisen, die dies gut erklärt?

MfG CodeCrafter1

OK, kaum Kohle - wie wäre es mit einem MIDI Interface? Die Kosten in der einfachsten Variante sind < 5 EUR.