Vorwiderstand beim Optokoppler und dann?

Moin Moin,

ich habe mal eine Frage: wie berechne ich den Vorwiderstand bei einem Optokoppler? Laut Datenblatt sind - wie ich denke - erstmal zwei Werte interessant:

Vf und If für den Emitter. Hier würde ich den Vorwiderstand wie bei einer LED beispielsweise berechnen. Folgendes Beispiel für einen 4N25:

Vf = 1,5 V, If = 10 mA. Wenn ich den bei 5 Volt betreiben möchte, ergibt sich

R = 3,5 V / 0,01 A = 350 Ω.

Soweit richtig?

Auf der Detectorseite wäre für mich interessant zu wissen, wie es sich mit der Collector- und Emitterspannung verhält. Diese wäre für den o. g. Typ 70 bzw. 7 V. Ferner wird ein "Power Dissipation" angegeben, und zwar mit 150 mW. Deute ich die W-Angabe als Leistungsaufnahme? Und sind die Volt-Angabe Maxima, die ich dem Optokoppler zumuten kann?
Letztendlich will ich damit mittels dem Ausgang eines µControllers Eingänge bei einem anderen auf High legen. Daher würde ich den Collector des Detektors im Schaltkreis des zweiten µControllers auf 5 V legen und den Emitter auf den entsprechnenden Eingang. Funktioniert das so?

Vielen Dank schon mal für eure Antworten und einen schönen Samstagabend noch,
Schattenfaenger

Daher würde ich den Collector des Detektors im Schaltkreis des zweiten µControllers auf 5 V legen und den Emitter auf den entsprechnenden Eingang. Funktioniert das so?

Ein Emitterwiderstand fehlt noch.
Der µC Pin muss auf GND gezogen werden, wenn der Optokoppler nicht durchgeschaltet ist.

Ja genau: ein Widerstand auf der Ausgangsseite. Es gibt mehrere Möglichkeiten, schau mal hier: mikrocontroller.net/articles/Optokoppler

Oha... :slight_smile: So einfach wie ich gehofft hatte, wir das also nicht. Den Artikel auf mikrocontroller.net hatte ich schon gelesen und nicht verstanden :smiley:

@combie: ich würde zusätzlich also den Pin (Eingang) am zweit µC per 10k-Widerstand auf Masse legen?

@uxomm: ich hatte folgendes mal aufgebaut und war daher der Meinung, dass mein nächstes Vorhaben so einfach zu realisieren sei - ein Optokoppler quasi als "Relais": http://www.martyncurrey.com/wp-content/uploads/2013/07/shutterCable_01.jpg

Wenn ich das nun richtig Verstehe: Aufbau wie geplant - allerdings mit einem Widerstand am Eingang des zweite µC auf Masse um einen definierten Zustand zu haben?

Herzliche Grüße
Schattenfaenger

Wenn ich das nun richtig Verstehe: Aufbau wie geplant - allerdings mit einem Widerstand am Eingang des zweite µC auf Masse um einen definierten Zustand zu haben?

Richtig!
Ein ein schnell erreichtes und dann auch stabiles Low.

Super :slight_smile: Ich bin noch nicht so lang in Sachen µC unterwegs... und habe beruflich rein gar nix mit Elektronik zu tun. Es macht aber riesen Spaß und ich würde gern verstehe, wie Bauteile dimensioniert werden. Daher noch eine Frage: muss ich am Ausgang (Detector) nur die Maxima der zulässigen Anschlusswerte beachten?

Schönen Abend noch
Schattenfaenger

Deine Frage verstehe ich nicht...
(Weiß auch gar nicht, ob die so richtig ist...)

Also:
Du solltest dafür Sorge tragen, dass jedes Bauteil innerhalb seiner Spezifikation betrieben wird.

Hallo combie,

so war die Frage gemeint. :slight_smile:

Schönen Abend noch,
LG Schattenfaenger

Der Ausgangstransistor des Optokopplers hat als maßgebliche Größen den max Collektorstrom und die Collektor Emittor Sättigungspannung. wobei die Sättigungsspannung für den Pullup-PulldownWiderstands-Berechnung vernschlässigt werden kann. Man berechnet den minimalen Widerswtand so daß der max Strom nicht fließt. Dann kann man den Widerstand in weiten Bereichen wählen. Der Widerstandsbereich geht vom minimalwert (ansonsten würde der Optokopller kaputt gehen) bis zum max Wert der den Eingang nicht mehr sicher auf LOW bzw HIGH - Pegel ziehen kann (bei Arduino wären das um ca 1Mohm)

Den Pullup-Widerstand hat in Deinem Fall der Fotoapparat bereits eingebaut.

Grüße Uwe