Welcher Motor ist der richtige?

Hallo Community,

ich wollte mit einem neuen Arduino Projekt anfangen, das erste in dem Motoren zum Einsatz kommen sollen und bin direkt überfordert welcher Motor denn nun der richtige für mich ist.

Ich möchte Ton durch eine etwa 5cm Durchmesser große Metallröhre drücken und am Ende sitzt eine kleine Öffnung/Spritzenausgang. Also quasi ein Ton Extruder.
Der Motor sollte schonmal sehr STARK sein und eine kleine Schrittfrequenz haben um den Ton nach belieben herauspressen zu können. Brauche ich dafür schon ein Getriebemotor oder reicht auch ein Schrittmotor/Servomotor/...? :fearful: Ohne externe Stromversorgung wird diese wohl kaum möglich sein, brauche ich dann noch ein Motor Driver Shield?
Mir würde quasi auch die Technik einer Bohrmaschine reichen, aber dafür fehlen mir erst recht die Kenntnisse. (Außer diese evtl mit einer Mechanik auszurüsten die den Einschalter steuert)

Kennt ihr gute Tutorials, oder ähnliche Projekte. Mit starkem/genauem Motor?

LG,
paratux

Getriebe?
Ja!
Ton ist wohl ein zähes Zeug, das leistet Widerstand.

Genauer Motor?
Steht im Widerspruch zu Leistung und wechselnder Widerstand.

Hmmm...

Scheibenwischer Motor (oder größerer Bürstenmotor, mit Getriebe)
Fette H-Brücke
Drehwinkelgeber, am Getriebe Ausgang.
? ? ? ?

Der Drehwinkelgeber und die Motorsteuerung sorgen dann für die korrekte Fördermenge.

Um das ganze nach vorn zu drücken, könnte man einen Schneckenförderer einsetzen, der dürfte sich auch sehr gut von der Menge her steuern lassen.
Du hast ja noch nicht gesagt um welche Materialmengen es geht.

Evtl. ist das hier schon zu groß?

Gruß Tommy

Eure Ideen sind echt super!
Also von der Menge her sollten 500-1000ml locker schaffbar sein und es sollte senkrecht installierbar sein. Das ganze wird erstmal die Vorarbeit für einen DIY Keramikdrucker.

Ich habe mir das ganze so vorgestellt, dass ich so eine Mörtelspritze (Mörtelspritze) umfunktioniere, und ein Schraubgewinde mit Motor anbringe, damit der Ton automatisch verdichtet und gespritzt werden kann.
Im Internet gibt es einige Modelle die mit Druckluft funktionieren, was wohl auch keine schlechte Wahl ist mein Kostenbudget jedoch übersteigt.
Der Schneckenförderer wäre ebenfalls eine weitere gute Option.

Einen Scheibenwischermotor habe ich sogar noch hier rumliegen und in diesem Forum direkt noch einen guten Beitrag dazu gefunden.

paratux:
Also von der Menge her sollten 500-1000ml locker schaffbar sein und es sollte senkrecht ...

pro Stunde ?

Stefan

Also ich habe mir jetzt folgendes überlegt: Elektrozylinder 24V Hubmotor ausgesucht der eine umgebaute Mörtelspritze antreiben soll.
Ist es möglich diesen Motor mit einem Arduino anzusteuern und was benoetige ich dafuer?
In der Artikelbeschreibung steht ja:
-interne Diode, für die die Änderung der Richtung
-Geschwindigkeit und Kraft kann durch die Senkung der angelegten Spannung reduziert werden
also es sind nur 2 kabel, kann man diese trotzdem über arduino steuern und eine externe stromquelle angeschlossen haben?
Muss die H-Bridge bei so einem starkem Motor bestimmte Anforderungen erfüllen?

so etwas soll da ungefaehr bei raus kommen:

Ob dein Motor das schafft musst du über Viskosität deines Materials ermitteln. Ton wäre extrem zäh, da reicht er bestimmt nicht. Aber Mörtel, mit viel Wasser ist flüssiger. 1200N Druck heist das du mit 120Kg in deine Presse drückst. Dein Bild zeigt aber ein dünnwandiges Glas oder Plexiglasrohr. Das hält nie 1200N aus. Das Material muss also wohl leichter auszupressen sein.

Das solltest du zuerst bestimmen.

Dann eventuell dir mal einen Schneckenholzbohrer im Baumarkt anschauen. Den ein Getriebemotor der in einer Kartusche Druck aufbaut, muss man beim Stoppen entspannen, also schnell zurück drehen. Beim Wiederanlauf muss dieser Weg auch wieder neu aufgebaut werden bis Material kommt. Als Drucker, der punktgenau Material oder kein Material haben will dürfte das schwer zu regeln sein.

Schnecke eignet sich da um ein vielfaches besser.

Welche Treiber du dann für den Motor brauchst hängt von der Stromaufnahme des Motors ab. Hier 1,8A Nennstrom, würde also mindestens 4A starke Treiber benutzen. H-Brücke brauchst du weil du Drehrichtung änderst.

ich würde wie gesagt, eine Schnecke nehmen und einen Getriebemotor mit hoher Untersetzung. Stichwort Scheibenwischermotor (Doga Motor bei Conrad). Bei Schnecke baut sich vorne sehr wenig Druck auf und somit muss man kaum bis garnicht entspannen.

Wenn du immer mit gleichem Material bzw. gleicher Konsistenz des Materials arbeitest, dann kannst du mal die Spritze mit einer robusten Waage testen - die dann die Kraft in kp anzeigt, damit ein gleichmäßiger Materialfluss in Gang kommt. Auf dieser Basis hast du dann einen ersten Anhaltspunkt, wieviel Kraft notwenig ist, um das Material aus der Spritze zu drücken.

Den Wert würde ich sicherheitshalber verdoppeln oder verdreifachen, wenn Schwankungen in der Konsistenz auszugleichen sind.

Die Regelung des Drucks sollte dann in Abhängigkeit vom Materialdurchsatz erfolgen, wobei ich nicht einschätzen kann, wie man das erfassen könnte. Immer mit Maximalkraft zu arbeiten würde bei unterschiedlichen Konsistenzen zu unterschiedlichem Material-Output führen, daher ist ein feedback imho erforderlich.