Widerstandsmessung

Hallo,

suche gerade nach einer Möglichkeit Temperaturen mittels Thermistor zu messen.
Da die Sensoren ja ihren Widerstandswert abängig von der Temperatur (wenn auch nicht linear) ändern, wäre nun die Aufgabe den aktuellen Widerstand zu ermitteln.
Ich dachte nun daran, den veränderlichen Widerstand in Reihe zu einem bekannten Widerstand zu schalten, diese Reihenschaltung mit einer definierten Spannung zu versorgen und dann die Spannung zwischen den beiden Widerständen (also den Spannungsabfall am Thermistor) zu messen.
Da ich mehrere Kanäle brauche hätte ich mir einen ADS1115 (ADC->I2C) ausgesucht.
Evtl. noch einen Kanal mit einem 1:1 Spannungsteiler aufgeschaltet, damit ich Spannungsschwankungen kompensieren kann.

Macht das Sinn, oder habt ihr andere/bessere Vorschläge.

Was du meinst nennt sich Spannungsteiler:

Die Gesamtspannung und R1 sind bekannt. U2 wird gemessen. Die Formel kann man nach R2 umstellen

Ähhh…ja. Weiss ich. Den Begriff hab ich ja auch benutzt 8) .
Ich wollte eigentlich wissen, ob die Messmethode i.O. ist, oder ob es bessere Lösungen gibt.

Klar gibt's bessere Lösungen: nimm einen Temperatursensor mit digitaler Schnittstelle, DS18B20 z.B.

Aber das hängt natürlich z.B. davon ab, welchen Temperaturbereich Du messen möchtest.

Ja genau, der Bereich ist es.
Und auch der Anwendungsfall. ich will die Temperatur im Fleisch mit einem Einstichfühler messen. Und die gibts imho nur als Thermistor.

Dein Verfahren paßt zu einem Thermistor. Eine Messung der Betriebsspannung ist nicht notwendig, da das Verfahren ratiometrisch ist (proportional zur Versorgungsspannung). Es reicht also, wenn der ADC die Versorgungsspannung der Halbbrücke als Referenzspannung bekommt - und das ist die Voreinstellung für den ADC.

Was bleibt ist die Umrechnung entsprechend der Kennlinie des Thermistors. Für den geplanten Einsatz dürfte die Auflösung ausreichend sein, ansosnsten muß/kann man mehr elektronischen Aufwand zur Speizung des Meßbereichs treiben.

Wenn das Fleisch anschließend noch gegessen werden soll, würde ich nach fertigen Sensoren suchen, die gesundheitlich unbedenklich sind und sich auch mit Haushaltsmitteln reinigen und desinfizieren lassen. Köche sind oft unerwartet einfallsreich wenn es darum geht, den Einsatz von Elektronik zu torpedieren :frowning:

DrDiettrich:
...Eine Messung der Betriebsspannung ist nicht notwendig, da das Verfahren ratiometrisch ist (proportional zur Versorgungsspannung). Es reicht also, wenn der ADC die Versorgungsspannung der Halbbrücke als Referenzspannung bekommt - und das ist die Voreinstellung für den ADC....

Das versteh ich nicht ganz. Ich hab den ADC mal mit 5V und mal mit 3,3V versorgt. Dementsprechend bekam ich natürlich auch unterschiedlichen Spannungsabfall am Thermistor. Und ich kann doch den Widerstand des Thermistors in der Halbrücke nur rausrechnen, wenn ich die Speisespannung kenne.
Oder hab ich da noch einen Denkfehler?

Köche sind oft unerwartet einfallsreich wenn es darum geht, den Einsatz von Elektronik zu torpedieren :frowning:

Hab welche aus Edelstahl.... und ich bin der Koch! LOL

BTW: Gehts dir wieder besser?

Ich würde einen ADC nehmen, der diekt für die Verwendung mit Meßbrücken ausgelegt ist (siehe anderer Thread). Und ja, ich lebe noch :wink: