Wie werden hochohmige Eingangswiderstände realisiert

Hallo liebe Forenmitglieder,

bei meinem Projekt zur Messung des Eigenpotentials beschäftige ich mich derzeit mit der Frage, wie man am sinnvollsten gut funktionierende hochohmige Eingangswiderstände realisieren kann. Wisst Ihr beispielsweise, wie das bei Voltmetern gemacht wird? Setzt man dort Operationsverstärker, die ja angeblich nahezu unendlich hohe Eingangswiderstände haben, als Impedanzwandler ein, oder wie realisiert man so etwas? Es ist ja nicht sinnvoll, zig Megaohmwiderstände in Serie zu schalten, soweit meine Vermutung.

Wie stets danke ich Euch für Euren Rat Uwe

Ich weiß nicht wie es bei Voltmetern ist, aber im Prinzip ist Impedanzwandler korrekt. Unendlich ist der Widerstand aber nicht. Normalerweise im unteren GOhm Bereich. Es gibt aber auch welche mit mehreren TOhm.

Was ist "Eigenpotential"?

Bei hohem Eingangswiderstand kommt es bereits auf den Aufbau (Kabel, Platinenmaterial...), Schmutz und Luftfeuchtigkeit an, was tatsächlich zu erreichen ist.

Voltmeter sollen einen definierten Innenwiderstand haben, deshalb wird die Eingangsimpedanz mittels ohmschen Spannungsteilern gemacht. Dann mittels Operationsverstärker entkoppelt. Anderseits braucht es bei riesigen Eingngswiderständen minimale Eingangsströme ohne daß die Spannung zusammenbrichet. Daraus ergibt sich, daß minimale elektromagnetische Einstreuungen, Kriechströme durch Feuchtigkeit, Schmutz und Isolatoren schon gemessen werden. Ein Kabel diehnt da als Antenne, der Isolator zB eines Stecker als Spannungsteiler ecc.

Richtig Hochomige Eingänge braucht es nur bei Sensoren oder Signalquellen mit sehr hohen Innenwiderstand oder zur Messung minimaler Ströme.

Viele Grüße Uwe

Hallo,

typische Multimeter (ausgenommen Billigheimer und spezielle Laborgeräte) haben einen Eingangswiderstand von 10 MOhm. Dieser Wert ist ein guter Kompromiss mit dem ich die meisten Spannungen ausreichend genau messen lassen und andererseits die Empfundlichkeit für Störungen noch gut handhabbar ist. Und daher erst einmal meine Emfehlung auch bei Selbstbau. Alles darüber erfordert viel Aufwand an Isolation, Abschirmung u.dgl.

Das läßt sich gut mit einem OPV mit FET Eingang realisieren. TL071/072/074 sind so Klassiker bzw. die Verwandten TL05x, TL06x, TL08x. s gibt aber auch bessere OPV die speziell für die Messtechnik gebaut sind - nur sind die schwerer zu erhalten und sind dann nicht mehr ganz billig...

Christian

Nicht 10MOhm Eingengswiderstand sondern 10MOhm pro V Vollausschlag des gewählten Bereichs. Also hat ein 2V Bereich 20MOhm, ein 20V 200Mohm ecc

Viele Grüße Uwe

uwefed: Nicht 10MOhm Eingengswiderstand sondern 10MOhm pro V Vollausschlag des gewählten Bereichs. Also hat ein 2V Bereich 20MOhm, ein 20V 200Mohm ecc

Viele Grüße Uwe

Hallo Uwe,

bite nicht böse sein, aber ich erlaube mir hier ausdrücklich zu widersprechen, jedenfals für Digitalmultimeter. >:(

Die Angabe des Innenwiderstandes in Ohm pro Volt stimmt so nur für analog (Zeiger-) Multimeter mit klassischer Schaltungstechnik ohne Verstärker. Dort hat man aber eher typischerweise 20kOhm/V. Billigheimer wie man sie immer noch auf ebay aus Asien bekommt haben oft nur 2k/V. Geräte mit 50k/V oder 100k/V sind dann schon die (damalige) Oberklasse bzw. Laborinstrumente...

Man kann meine Aussage gerne jederzeit nachmessen wenn man zwei Multimerer hat. Einfach das eine auf z.B. den 20 oder 200V Bereich stellen und mit anderen den Widerstand messen. Der wird ziemlich sicher und ziemlich genau 10M betragen, unabhängig vom Messbereich. Oder wenn man nur ein Gerät hat kann man einfach einen hohen Widerstand (sagen wir mal 1M oder 4.7M) in Serie schalten und zusammen an eine bekante Spannungsquelle. Dann kann man einen klassischen Spannungsteiler rechnen und erhält den Innenwiderstand des Instrumentes ;)

Beste Grüße, Christian

Meß es morgen in der Arbeit nach. Grüße Uwe