Wieder mal Wasserstand messen

Hi, ich muss am Pool etwas umbauen, und hätte gerne die Meinung von euch bzw. andere Lösungsansätze, wie man das am besten und unauffälligsten realisieren kann.
Vorhanden:
Infinity-Pool, bei dem das Wasser im Prinzip immer überläuft und wieder hochgepumpt wird. Siehe Zeichnung.
Das Problem ist jedoch, dass wenn das Wasser ständig überläuft, verdunstet viel und kühlt unnötigerweise das Wasser runter.
Wegen der Heizung muss aber das Wasser zirkulieren. Also Messe ich mit einem US-Sensor den Wasserstand im Pool, und wenn er “oben” ist, schalte ich den Zufluss der Pumpe um vom Ausgleichsbehälter auf den Bodenablauf.
Sobald jetzt jemand reinspringt, Wellen macht, oder rausgeht, sinkt ja der Wasserstand im Pool etwas ab, und ich wechsle zurück, so dass das Wasser wieder vom Ausgleichsbehälter genommen wird, solange der Pool nicht wieder voll ist.
Das funktioniert im Prinzip bisher ganz gut und zuverlässig.
Nun zum Problem: Der US-Sensor oben am Pool stört und soll weg. Am Ausgleichsbehälter kann ich mehr oder weniger anbringen, wass ich will.
Was nehme ich da für einen Sensor für den Füllstand? Wieder Ultraschall? oder mit 2 Elektroden? Oder gibt es was mit Schwimmer?
Es ist 0,6% Salzwasser mit bis zu im Extremfall 30ppm Chlor, normal 2-4 ppm Chlor.

Auch über die Auswertung mache ich mir Gedanken. Weil durch nachfüllen, Regen, Verdunstung, Filter spülen, Anzahl Badender, Arschbomben,etc, schwankt der Wasserstand im Ausgleichsbehälter enorm. Ich würde dann einfach hochpumpen, bis das Minimum erreicht ist (case a), und dann auf Bodenablauf umschalten, und wenn der Wasserspiegel im Ausgleichsbehälter steigt (case b) (klar, mit Hysterese), wieder vom Ausgleichsbehälter hochpumpen, bis “case a”. Ausser bei zu starkem Wind :wink:

Nun: Sensorik?
Ansatz Regelung gut?

Pool-1.jpg

Kannst Du nicht einfach schauen ob beim Überlauf Wasser daherkommt? Und wenn mal nichts überläuft alle viertel bis halbe Stunde mal für kurze Zeit von Bodenablauf auf Überlauf umschalten bis Wasser überläuft (das auch zeitlich triggern da ja nur zu bestimmten Zeiten gebadet wird. So bist Du sicher daß der Pool voll ist.

Grüße Uwe

Das Wasser, das überläuft, ist "unsichtbar", da es über eine 8m lange Kante ca. 0,5mm überläuft. "Voll" ist der Pool auch noch, wenn 10 mm fehlen. Momentan pumpt er auch erst hoch, wenn über Sekunden hinweg mehr als gemittelte 10 mm fehlen. Es kann ja sein, dass den ganzen Tag nicht hochgepumpt werden muss, weil niemand drin ist.

hi,

eine bodenlose frechheit vom TO, sowas.

während er angenehme 28° bei leichter bewölkung hat und wir hier schwitzen wie die schweine, schreibt er uns von seinem pool. rücksichtsloser geht's ja nicht!

trotzdem ein gruß, stefan

Eisebaer:
hi,

eine bodenlose frechheit vom TO, sowas.

während er angenehme 28° bei leichter bewölkung hat und wir hier schwitzen wie die schweine, schreibt er uns von seinem pool. rücksichtsloser geht’s ja nicht!

trotzdem ein gruß, stefan

Sollen wir Dich jetzt also etwas bemitleiden weil Du in der Arbeit neben einem 8 Achsen Prüfstand hockst? :wink: :wink: :wink:

bin ja nicht bescheuert, dort ist keine klimaanlage...

Nochmal ne Verständnisfrage: Soll denn nun immer (möglichst wenig natürlich) Wasser über die Kante laufen? Oder ist das Ziel, dass ein Wasserstand mit einer Toleranz Kante-5mm (oder ein beliebig anderer Wert) erreicht wird?

Das wären nämlich völlig unterschiedliche Ziele mit unterschiedlichen Lösungsansätzen.

Der Ultraschallsensor geht natürlich gar nicht, schon gar nicht an der Stelle.

Lieben Gruß, Chris

Eigentlich brauchst du doch nur einen einzelnen Schwimmerschalter im Ausgleichsbehälter. Gepumpt wird immer aus dem Bodenablauf außer dein Ausgleichbehälter ist voll, dann wird kurz umgeschaltet.

Schwimmerschalter geht nicht, da ja der "Minimalwasserstand" im Ausgleichsbehälter immer unterschiedlich ist. Schwimmer mit Poti eher. Hub ca 70cm.

Es soll minimal bis im Idealfall gar nicht überlaufen

ps: Schwitzen bei 30°, Pool angenehme 32°

Gepumpt wird immer aus dem Bodenablauf außer dein Ausgleichbehälter ist voll, dann wird kurz umgeschaltet.

Ja....... Fehlt noch die Information wie gesteuert wird wann das verdunstete Wasser wieder aufgefüllt wird. Sonst ist irgendwann so wenig Wasser da, dass der Auffangbehälter nicht mehr voll wird. .......mit nem Schalter (und großer Hysterese) wird natürlich nur Schubweise gepumpt. ...... fängt das System dann nicht an zu schwingen?

Lieben Gruß, Chris

Schwimmerschalter geht nicht, da ja der "Minimalwasserstand" im Ausgleichsbehälter immer unterschiedlich ist. Schwimmer mit Poti eher. Hub ca 70cm. Es soll minimal bis im Idealfall gar nicht überlaufen

Aha, eine Randbedingung ist: "Es soll minimal bis im Idealfall gar nicht überlaufen"

Wenn das gefordert ist, dann ist im Ausgleichsbehälter nur minimal bis gar nichts drin.

Und dann geht ein Schwimmerschalter wunderbar. Der schaltet nämlich so, dass nur minimal bis gar nichts im Ausgleichsbehälter drin ist. Oder im Umkehrschluss, wenn im Ausgleichsbehälter was drin ist, dann soll das dort weggepumpt werden. Das passt also schon mal wunderbar.

Der Bodenablauf läuft immer. Das ergibt auch absolut einen Sinn, denn darüber sind die Verdunstungs- und Wärmeverluste am geringsten. Passt also auch.

Fehlt nur noch die Funktion, dass immer genug Wasser da ist. Wie wird das denn gewährleistet / überwacht?

Lieben Gruß, Chris

Das durch Verdunstung, Austrag, Spritzen, Filter spülen, etc. verbrauchte Wasser wird nicht direkt ersetzt. Im Ausgleichsbehälter ist ein mechanisches Schwimmerventil, der den Wasserstand immer auf einem absoluten Minimun hält.

Auch kann der Idealfall mit gar nicht überlaufen nie eintreten, da ja erst “voll” detektiert werden kann, wenn er bereits überläuft.

Je nach “Regenmenge, Leute im Pool, etc.” schwankt ja der Wasserstand im Ausgleichsbehälter, wenn der Pool “voll” ist. Annahme: 10 Leute im Pool, alle ruhig, keine Wellen. Verdrängung 800kg = 800 Liter, Pool “voll”. bei einer Oberfläche des Ausgleichsbehälters von 6 m², bedeutet das einen Anstieg von ca. 13 cm. Das kann man detektieren. Nun weiss der Arduino ja aber nicht, ob die wieder raus sind und fängt an zu pumpen → Pool läuft über → Wasserstand sinkt nicht im Ausgleichsbehälter, weil Pool ja schon “voll” → Ansaugen schaltet um auf Bodenablauf. Das ganze dann alle paar Minuten wiederholen, damit der Pool gefüllt wird, wenn Leute rausgehen.

Soweit nun meine Theorie. Einwände? Verbesserungen? Denkfehler?

Bleibt noch die Frage nach dem idealen Sensor.

Hier ein Bild des seitherigen US-Sensors:
IMG_1061.JPG

Und hier eines des Auffang- bez. Ausgleichsbehälters:
IMG_1062.JPG

Ja genauso. Solange die Leute im Pool sind ist der Behälter immer voll und es wird aus ihm gepumpt, gehen die Leute raus wird der Behälter noch leer gepumpt und fertig. Ich bin immernoch für den Schwimmerschalter :D

Scherheinz:
Ja genauso. Solange die Leute im Pool sind ist der Behälter immer voll und es wird aus ihm gepumpt, gehen die Leute raus wird der Behälter noch leer gepumpt und fertig. Ich bin immernoch für den Schwimmerschalter :smiley:

Dann hast du noch einen Denkfehler oder das Problem noch nicht ganz verstanden.

Weil, z.B. Wolkenbruck, 40 L/m², Pegel steigt im Ausgleichsbehälter deswegen um 24 cm an. Mit Schwimmerschalter läuft dann ständig hochpumpen, weil der Schwimmerschalter ja nicht mehr ausschalt.

Stimmt! Das verhindert, dass man einen Sensor im Ausgleichsbehälter nutzen kann. Den Wasserstand mit Ultraschall zu messen halte ich aber auch für falsch. Du musst ja irre genau messen, und bei einem etwas zu hohen Wasserstand geht schon viel zu viel Wasser über die Kante. Du musst an einer anderen Stelle ansetzen. Und zwar an der Kante. Du willst so wenig wie möglich über die Kante fördern. Deswegen musst du dort messen.

Vielleicht eine Laserlichschranke exakt an der Kante.

Oder noch eine bessere Variante: Bau einfach eine Dachrinne hinter die Kante. Die Dachrinne läuft dann in den Ausgleichsbehälter. Dazwischen musst du messen ob dort Wasser fliesst. Fliesst Wasser = Pumpe anhalten. Fliesst kein Wasser = Pumpe starten. .....nee dann schwingt das System. Fliesst Wasser = Pumpe herunterregeln. Fliesst kein Wasser = Pumpe hochregeln. Mit einer kleinen Hysterese.

Lieben Gruß, Chris

Ja aber das Problem mit zu viel oder zu wenig Wasser hast du doch jetzt auch schon, oder?

Wie wäre es mit Brunnensensor.

Ist ein Drucksensor mit extremer Genauigkeit. Musst zwar etwas Mittelwert bilden, aber dann ist er genau genug. Gibt es in Edelstahl, kannst du im Pool versenken, am besten an den Grund. Dürfte so 2-3mm Genauigkeit erreichen an einem 14Bit Wandler. Hab den an einer S7-224 hängen und ermittel die Füllhöhe in einem 30cm Behälter. Ist zwar overdressed dafür, aber mir sind die anderen Sensoren durch die aggressive Chemie hinüber gegangen.

Vieleicht auch ein Kunsstoffrohr oben geschlossen, unten offen mit Metallstab drin, der 1mm rausschaut. Wasser dürfte eh geerdet sein, Widerstandprüfung machen. Mit hochohmigem Messaufbau hat man 1mA Messtrom, da ist Elektrolyse verlnachlässigbar.

2-3mm Genauigkeit reicht bei weitem nicht. Das Ziel ist quasi immer bis zur Kante zu Pumpen, aber nicht nennenswert darüber. Ideal wäre also z.B. nur 10ml pro Minute drüber zu Pumpen, oder weniger. Bei 2-3mm Genauigkeit würden zig Liter pro Minute Verluste entstehen.

Und einen Sensor an die Regenrinne im oberen Bildteil montieren? Wenns überschwappt kommt da nicht Wasser daher?
IMG_1062.JPG

2-3mm sind sicher genauer als der US Sensor kann.

Grüße Uwe

themanfrommoon: 2-3mm Genauigkeit reicht bei weitem nicht. Das Ziel ist quasi immer bis zur Kante zu Pumpen, aber nicht nennenswert darüber. Ideal wäre also z.B. nur 10ml pro Minute drüber zu Pumpen, oder weniger. Bei 2-3mm Genauigkeit würden zig Liter pro Minute Verluste entstehen.

Wieso soll dadurch ein Verlust entstehen? Das ist doch ein Kreislauf.

Gruß Tommy