Bienensauna

Es gibt auch Schaltschrankheizungen die mit 24V arbeiten und nur geringe Temperaturen erzeugen.
Was mich noch beschäftigt ist die Frage ob ein Fön oder Lüfter evtl zu viel Zirkulation in den Stock bringt und somit das von den Bienen erzeugte "Klima" schädigt?

Ja, diese Bedenken habe ich auch.
Die Feuchtigkeit wird man auf jeden Fall messen und auch erhöhen müssen. Denn sonst werden die kleinsten Maden in den mini Futtertröpfchen schnell austrocknen.

combie:
Ja, diese Bedenken habe ich auch.
Die Feuchtigkeit wird man auf jeden Fall messen und auch erhöhen müssen. Denn sonst werden die kleinsten Maden in den mini Futtertröpfchen schnell austrocknen.

Dazu müsste man vorher schon über eine längere Zeit mal erfassen wie sich die Temperatur und Feuchtigkeit sich verhält, dafür ist das Logger Projekt aus dem anderen Thread hilfreich.

Ich hab mir eine Nebelmaschine(ultraschall) geholt, für den Inkubator. 100% Luftfeuchtigkeit kein Problem, im Kühlschrank bzw Brutschrank.

Die Temperatur muss langsam ansteigen, sonst sind die Bienen in panik.
Vorher natürlich mal loggen was da drin so los ist und wie das Wetter draußen ist.

Wenn die Temperatur langsam steigen soll bezweifle ich das 2 Stunden Heizzeit reichen. Oder heizt man auf und wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist laufen die 2 Stunden ab?

Das mit dem luftbefeuchter ist eine gute Idee, ich glaube mit so einem Ding kannst in so einem kleinen Kasten innerhalb von Sekunden 100% Luftfeuchte erreichen. Problem sehe ich da wie bei der Temperatur in der Verteilung wie bei der Wärme auch ohne "Wind" zu erzeugen.
Ich denke findet mana ber nur über Versuche raus.
Schade das ich kein Volk mehr zur Verfügung habe :confused:

Man fängt auch nicht mit nur einem Volk an.
Eins zum tot gucken und eins wo man dass macht was der Pate sagt.
ich hab kein Paten, 3 Völker und nun ein Ableger.

Die bienensauna hat doch auch Ventilatoren?!
Wieso sollte es ein Problem sein mit dem Wind. Dabei fallen die Milben auch ab :slight_smile:

Genau, wenn Temperatur erreicht ist, ab dann wird gezählt. Aber ich meine die Aufheizphase ist in den 2 Std mit drin.
In Russland gibts ne ähnliche Methode, da werden die Bienen in Gitterbox wie zB Mülleimer gesammelt und dann unter 48 (!) Grad für 15 min in der Sauna gebadet.

Naja wir hatten 3 Völker die alle kaputt gegangen sind. Dann erstmal nix mehr gemacht und letztes Jahr flog uns ein Volk zu, das hat aber das Frühjahr nicht überlebt.

Ich bin kein Wissenschaftler, ich dachte mir nur das die Bienen vielleicht Panik bekommen wenn Luftströmungen auftreten die sie nicht kennen oder selbst erzeugt haben.

Gruß

Bei plötzlichen Veränderungen neigen sie zum Aufbrausen.
Wenn das recht langsam von statten geht bleiben sie eher ruhig.

Also wenn mir jemand ein Sketch gibt mit PID Steuerung kann ich es mit zB nem Föhn testen. Ich lerne schneller wenn ich ein "fertigen" Sketch habe, da kann ich den Code durchgehen und schaun was passiert.
Von PID hab ich nun mal null Ahnung.
SSRs hab ich hier.

Ich würde hier anfangen: Arduino Playground - PIDLibraryRelayOutputExample

Genaugenomen brauchst du nur einen PI-Regler. Den D-Anteil kann man hier weglassen. Du kommst aber nicht darum die passenden Reglerparameter selbst herauszufinden.

Das sagt mir nun noch weniger, was ein PI Regler ist. Werd mal des im Playground testen.

Also von Bienen hab ich 0 Ahnung. Aber bisschen was von Reglern :smiley:
PID regler ist einfach eine Reglerstruktur die P(roportional) I(integral) und D(ifferentiel) in Abhängigkeit von der Regelabweichung die Stellgröße beeinflusst.

der P- Anteil berechnet quasi (ist-soll) und gibt das dann mal einen Faktor ( den man sinnvoll bestimmen sollte) auf die Strecke also wenn du zB 35°C hast und 40° WIllst gibt der Regler 5*x Watt auf die Strecke.

Der Nachteil ist, sobald du die Beispielhaften 40°C erreicht hättest, würde der Regler die Heizung abschalten, da aber ja auch irgendeine form der Abkühlung stattfindet würde die temperatur wieder sinken. Problem ist halt, dass der Regler schon vorher immer schwächer wird je näher er an die 40° rankommt. Also ist ein P-Regler im allgemeinen nicht wirklich fähig einen festen sollwert zu halten. (Er hat keine stationäre genauigkeit)

Das kann ein Integrierender Regelanteil aber lösen. Der gibt als stellgröße das Integral der Regelabweichung auf die Strecke.

Ein D-Anteil ist für deine Anwendung wahrscheinlich nicht von vorteil, der kann (wenn ich mich richtig erinnere) ein instabiles System stabilisieren und erhöht glaube ich auch die Dynamik.

Wenn ich mir eine geregelte Heizung fest an den Stock anbaue kann ich doch auch einfach nachts heizen und müsste so das Flugloch auch nicht verschließen wie jetzt morgens oder abends, oder?

Das mal grob durchlesen:

Die Unterpunkte "Eigenschaften" brauchst du nicht detailliert zu studieren. Es geht eher um die einleitende Erklärung zu jedem Anteil. Das Eingangssignal ist die Differenz aus Sollwert und Istwert. Ein Proportional-Rregler verstärkt diese Regelabweichung um einen festen Faktor. Das ist schnell, aber man bekommt den Regler damit nicht stabil, da bei einer Regelabweichung von 0 auch das Aussgangssignal 0 ist. Dadurch schwankt die Regelgröße immer etwas. Der Integral-Anteil behebt dies. Dadurch dass man die Regelabweichung über die Zeit aufaddiert wird auch noch eine Stellgröße gebildet, wenn die Regelabweichung 0 ist.

Oder auf YouTube ganz ohne Mathematik erklärt:

Am Anfang wird etwas herumgelabert, aber so nach 10 Minuten wird die bleibende Regelabweichung erklärt und wieso ein reiner P-Regler schlecht ist. Von dem gibt es auch noch andere Videos die Regler genauer erklären

Das mit der stabilität ist hier nicht das problem sondern die stationäre genauigkeit, das sind verschiedene Sachen. (sorry fürs klugscheißen)
Wenn dein Regelkreis instabil ist, heißt das dir "fliegt das Ding irgendwann um die Ohren". Spricht das was du versuchst zu Regeln nimmt unkontrollierte maße an. Das wird hier (vermutlich) nicht passieren, weil ja nicht davon auszugehen ist, dass du "versehentlich" viel zu heiß wirst.

Aber ich würde, bevor du was machst ein wenigstens sehr grobes Modell deiner Strecke aufbauen. So dass du irgendeine Abschätzung hast wie groß deine Stellgröße (Heizwiderstand Fön whatever) sein soll.

Fingolin:
Spricht das was du versuchst zu Regeln nimmt unkontrollierte maße an. Das wird hier (vermutlich) nicht passieren, weil ja nicht davon auszugehen ist, dass du "versehentlich" viel zu heiß wirst.

Das kann sehr schnell passieren da wir ja erstmal wenig Luft erwärmen wollen die kaum Masse hat.

Ja stimmt, deshalb meine ich wäre es eben sinnvoll vorher über das Modell etwas nachzudenken, man hat ja auch eine Stellgrößenbeschränkung nach unten, außer wenn man eine Kühlung einbaut.. (Was sich vermutlich verhindern lässt)

Scherheinz:
Wenn ich mir eine geregelte Heizung fest an den Stock anbaue kann ich doch auch einfach nachts heizen und müsste so das Flugloch auch nicht verschließen wie jetzt morgens oder abends, oder?

Gute Idee, aber ich vermute dass das nix wird.

Wenn den Bienen in der Kiste zu warm wird, dann wandern sie raus und hängen als Bart am Flugloch.
Und das wollen wir doch nicht?

Eine Frage habe ich auch:
kannst du die Temperatur innerhalb des Stocks(?, wie gesagt keine ahnung von Bienen :D) auch messen?
Es wäre theoretisch ja auch möglich, die Temperatur der Luft und die Temperatur im Stock zu regeln. Ist dann vielleicht schonender für die Bienen.