MPU6050 - Schräglage

Moin Moin zusammen,

mein Hirn brodelt bei der Lösung des folgenden Problems:

Ich möchte an mein Motorrad einen "Schräglagensensor" bauen. Habe mir einen Arduino MEGA 2560, sowie ADXL335 & MPU6050 zugelegt, in der Hoffnung das Problem einfach zu lösen. Allerdings scheitere ich schon daran dass:

a) es verschiedene Anleitungen gibt den jeweiligen Sensor zu verdrahten! b) Die Daten nicht sauber aus den Sensoren kommen c) ich nicht weiß, wie ich das in Winkelgrad umrechnen soll d) die G-Kräfte in dem MPU6050 ordentlich auslese.

Außerdem, muss ich ja vor jedem Start, quasi einen RESET oder SET der Aufrechten Position speichern, da der Sensor immer mal wieder ab und wieder an das Motorrad kommen. Nach ungefähr 562657 Ansätzen mit den verschiedenen Codes, geb ich auf und brauch HILFE! :sob:

DANKE Gargi

Wie man die Daten aus den Sensoren ausließt solltest du als erstes klären. Wofür 2 Beschleunigungssensoren?

Das Gyroskop wird eine starke Drift haben. Einmal zu Nullen, beim Anbau des Gerätes, wird wenig bringen. Das wird dauernd gemacht werden müssen. Im Modellbau nimmt man gerne noch einem Kompass(Erdmagnetfeldsensor) zur Hilfe.

Willst du Schräglage auf dem Ständer oder während der Fahrt ?

Während der Fahrt gehts nicht so einfach! (Da ist "unten" immer da wo das Rad die Strasse berührt)

Kannst höchstens den gyro auswerten, ob du im Kreis oder gradeaus fährst. Und aus der Stärke der Beschleunigung "nach unten" indirekt auf die Schräglage schliessen. -> Bei Schräglage 45° sollte man 1.41g (sqrt(2)) "nach unten" sehen. (Ist das deine Frage c ? )

Alle Daten sind "unsauber" und das gyro driftet, das kommt natürlich noch dazu.

Wenn du den Arduino schräg auf das Motorrad schnallst, kannst du das natürlich auch per Mathematik kompensieren, aber das fragst du jetzt nicht wirklich, oder ?

Nimm Dir sowas und montier es an’s Bike.

Kein Streß, kein Gefummel, kein Gefrickel mit Stromversorgung :slight_smile:

Klaus_ww:
Nimm Dir sowas und montier es an’s Bike.

Kein Streß, kein Gefummel, kein Gefrickel mit Stromversorgung :slight_smile:

Das wird nicht funktionieren.
Das Gerät zeigt nur Schräglagen im Stand an.

Während der Fahrt wird es immer das gleiche zeigen. Auch in aller schrägsten Schräglagen.

Echt jetzt? :o

Klaus_ww: Echt jetzt? :o

Jawoll!

Erklärung:

Vektor 1: Die Schwerkraft zieht gnadenlos, senkrecht, nach unten. Vektor 2: Die Fliehkraft zieht das Motorrad waagerecht aus der Kurve Das sind 2 Vektoren welche in 90° zu einander stehen.

Aus diesen beiden Vektoren ergibt sich ein resultierender Vektor. Dessen Winkel entspricht der Schräglage des Motorrades.

Dein vorgeschlagenes Instrument zeigt immer die Differenz von seiner Position/Ausrichtung zum resultierenden Vektor. Und da ändert sich nie nicht etwas.

Wie eine Wasserwaage! Klebe eine Wasserwaage ans Motorrad, und sie wird auch keine Kurven- Schräglage anzeigen.

Beispiel: Die Querbeschleunigung, welche dir in einem Formel1 Auto droht, den Kopf abzureißen, ist auf einem Motorrad nicht zu spüren. Bei gleicher Kurvengeschwindigkeit.

Hallo,

sehr interessant zu wissen.

Doc_Arduino: sehr interessant zu wissen.

Ja, ne... ;-)

Es gibt auch noch eine andere Betrachtungsweise!

Wenn sich ein stehendes Motorrad nicht im Gleichgewicht befindet, dann fällt es einfach um. (das lässt sich einfach überprüfen) Daraus könnte man schließen, dass sich ein Motorrad, auch in voller Kurvenschräglage, ebenfalls im Gleichgewicht befindet. Denn es fällt ja nicht um.

combie: ... Beispiel: Die Querbeschleunigung, welche dir in einem Formel1 Auto droht, den Kopf abzureißen, ist auf einem Motorrad nicht zu spüren. Bei gleicher Kurvengeschwindigkeit.

Die Kraft ist da, man spührt die Kraft nicht als Kraft die den Kopf nach außen zerrt, sondern als Kraft die den Kopf auf den Hals drückt ( bei aufrechter Sitzposition und geraden Rücken) oder zum Motorrad zieht (bei sportlicher Position).

combie: Daraus könnte man schließen, dass sich ein Motorrad, auch in voller Kurvenschräglage, ebenfalls im Gleichgewicht befindet. Denn es fällt ja nicht um.

Nur wenn es sich im Gleichgewicht befindet (Keisverkehr nach der 3. Runde ;) ;) ;) ) Es treten beim Motorrad aber auch dynamische Vorgänge auf, welche zeitweise zu instabilen Situationen führen, die aber später ausgeglichen werden und dann zu einer Stabilität führen. zB alles was eine Beschleunigung erfährt wie Beschleunigen oder abbremsen. Das sind alles dynamische Vorgänge die nur zeitweise autfreten können; man kann nicht ewig abbremsen.

Grüße Uwe

Es treten beim Motorrad aber auch dynamische Vorgänge auf,...

Und wenn die "dynamische Vorgänge", plötzlich und ungewollt, zu einem "statischen Zustand" führen, dann kann man meist auch, mit Fug und Recht, von einem "Problem" sprechen.

:grin: