230V an GPIO

==> Ich bin gedanklich eher bei einer 230V low current LED und einem Fototransistor...

Gibts schon halb fertig.
Es gibt doch diese Nachtleuchten. Also diese Leuchten die man in die Steckdose steckt, damit man nachts nirgends gegen läuft. Dort ist schon eine LED und Vorwiderstände verbaut. Dort von außen einen LDR aufgeklebt, sollte seinen Job doch tun.

Und wenn das nicht reicht, das Teil zerlegen und eine IR-LED einlöten und diese in ein Stück abgesägten alten Kugelschreiber als dunkles vlt. 20 mm langes Kunststoffröhrchen einkleben. Den Fototransistor dann in die gegenüberliegende Seite und das Ding ist sicher für 1000 Volt.

Geht doch, oder?

LG, fließkomma

Meine ersten Optokoppler habe ich mir selbst gebastelt, aus einem Transistor (BC107...) im aufgesägten Metallgehäuse und einer dort hineingesteckten LED.

themanfrommoon:
Ich bin gedanklich eher bei einer 230V low current LED und einem Fototransistor...

Mit ein wenig Googlen findest du genug Schaltungen, wie man eine einzelne LED an Netzspannung betreiben kann. Statt der Led kannst du auch LED eines Optokopplers anschließen. Es gibt so etwas auch fertig: Conrad Components LED-Vorschaltplatine 230 V/AC 2 mA kaufen

@Theseus
Und hier sogar berührungssicher, mit Gehäuse und LED und LDR für nur €2,54, anstatt €3,92

Statt einer LED an 230V AC würde ich eine Neon-Glimmlampe mit Vorwiderstand nehmen, wie sie in Kontrollleuchten oder Schaltern verbaut sind.
Grüße Uwe

@uwefed
Ob aber diese Neon Glimmleuchten einen Fototransistor zum zucken bringen?
Und man ist ja auch davon weg, weil die Lebensdauer trotz schwachen Leuchtens nicht so sehr hoch sind.
Wäre auf jeden Fall voll retro;)
//JokeOn Vlt werden sie heller mit einem EVG grinz //JokeOff

Statt einer LED an 230V AC würde ich eine Neon-Glimmlampe mit Vorwiderstand nehmen, wie sie in Kontrollleuchten oder Schaltern verbaut sind.

Warum?
Ich denke eine LED hält wesentlich länger und verbraucht hoffentlich weniger Strom?! Die LED muss ja nicht am Vollgas brennen.

themanfrommoon:
Warum?
Ich denke eine LED hält wesentlich länger und verbraucht hoffentlich weniger Strom?! Die LED muss ja nicht am Vollgas brennen.

Eine Glimmlampe hat bei ausreichendem Vorwiderstand eine Lebensdauer von Jahrzehnten im Dauerbetrieb. Sie ist im Gegensatz zur LED unempfindlich gegenüber Überspannungen und statischen Entladungen. Sie braucht bis auf den Vorwiderstand keine weitere Elektronik wie eine LED. Der Strommverbrauch der Vorschaltelektronik ist bei LEDs meist ein Vielfaches des Verbrauchs der eigentlichen LED. Der Strombedarf einer Glimmlampe ist je nach Modell so gering, dass sie oft schon bei einseitigem Anschluss anfängt zu glimmen (Spannungsprüfer). Warum sollte eine Fotodiode nicht auf eine Glimmlampe reagieren?

Einseitigen Anschluß funktioniert nicht. Bei einem Phasenprüfer fließt der kleine Strom dr Glimmlampe über einene Strombegrenzungswiderstand über den Elektriker ab.
Statt einer Fotodiode würde ich einen Fototransistor als Empfänger nehmen; der ist einfacher auszuwerten.
Grüße Uwe

uwefed:
Einseitigen Anschluß funktioniert nicht. Bei einem Phasenprüfer fließt der kleine Strom dr Glimmlampe über einene Strombegrenzungswiderstand über den Elektriker ab.

Aber der Elektriker muss nicht an Erde angeschlossen sein. Im Prinzip reicht auch schon ein Meter isoliertes Kabel als kapazitive Kopplung an die Umgebung, damit der Prüfer deutlich leuchtet. Deshalb einseitiger Anschluss, da der Stromkreis nicht im klassischen Sinne geschlossen sein muss.

Jedenfalls leuchtet der Prüfende bei sattem zweipoligem Anschluß besser :-]

Aber nach all den Beiträgen ist mir immer noch nicht klar, worum es eigentlich geht. Ein Gerät das (wo?) mitloggt wann das Licht ein- und ausgeschaltet wird, und dafür keinen Strom verbraucht, kann man nicht mit einer elektrischen Schaltung realisieren - die braucht Strom. Meine Lösung wäre ein Hammer, der die Lampe zerschlägt und per Aufkleber "Licht ist aus" das Abschalten logt.

... für An->Aus ganz gut - der andere Teil ist aber beim Smart-Home dann schwieriger :wink:

Na das ist doch relativ einfach:
Das Carport hat einen Bewegungsmelder für Licht.
Dort wird ein nodeMCU ESP8266 mit eingebaut.
Der nodeMCU ESP8266 soll folgendes tun:

  1. Außentemperatur mit einem DS18b20 messen
  2. Luftdruck und Luftfeuchtigkeit mit einem BME280 messen
  3. Feststellen ob Licht an oder aus ist
  4. Diese gesammelten Daten über WLAN an eine Datenbank schicken

Der nodeMCU ESP8266 braucht natürlich 5V, die bekommt er über ein 5V Netzteil.

Ein zweites Netzteil für die Erkennung, ob das Licht an oder aus ist hat vor allem den Nachteil, dass die Spannung nicht sofort weg ist, wenn der Strom aus ist UND einen Standby Stromverbrauch von .....könnte man mal messen....

Ein zusätzliches angezogenes Relais verbraucht sicherlich auch ein paar Watt.

Nach den ganzen Diskussionen scheint mir inzwischen eine Glimmlampe mit ungefähr 0,3W parallel zur Beleuchtung und ein Fototransistor zur Auswertung als sinnvollste Option für das Vorhaben.

Also: Problem gelöst!

Lieben Gruß,
Chris

themanfrommoon:
Ein zweites Netzteil für die Erkennung, ob das Licht an oder aus ist hat vor allem den Nachteil, dass die Spannung nicht sofort weg ist, wenn der Strom aus ist UND einen Standby Stromverbrauch von .....könnte man mal messen....

Ein zusätzliches angezogenes Relais verbraucht sicherlich auch ein paar Watt.

Das Relais bzw Netzteil zusammen mit der Lampe geschaltet ist nur an wenn das Licht eingeschaltet ist. Da gibt es kein 24 h Standby. Bezogen auf Die Lampe bzw dem immer eingeschaltenen nodeMCU ESP8266 ist der Leistungsverbrauch des Zweiten Netzteils bzw Relais irrilevant. Da die Verzögerung des Spannungsabfall des Netzteils konstant ist, kannst Du die paar Sekunden auch wegrechnen.

Grüße Uwe

Schalte doch den nodecpu mit der Lampe ein. Er verbindet sich, schickt alle x Sekunden einen Heartbeat an die Datenbank und fertig.

Hi

Warum nimmst Du einen DS18B20 für die Temperatur?
Der BME280 gibt Dir auch die Temperatur zurück (-40...85°C, bis65°C mit full accuracy), oder ist der Bereich nicht groß genug/nicht genau genug?
(Laut BST-BME280-DS001-10 Seite 10, 1.7 Temperature sensor specification, bis zu 1K Abweichung im Messbereich - aber Absolut)

MfG

Ich hab ....weiss ich grad nicht ganz genau, etwa 40 Stück DS18b20 und 8 Stück BME280 und logge jede Minute die Daten. Am Anfang habe ich ca. 10 Stück DS18b20 auf einem Steckbrett nebeneinander gehabt und geloggt. So hab ich mir ein Bild über die Streuung der Sensoren gemacht. Da war ich sehr positiv überrascht wie deckungsgleich die alle waren, daher vertrau ich den Werten.
Das gleiche mache ich seit einigen Wochen mit 8 Stück BME280 und einem DS18b20. Da sieht das deutlich anders aus. Alle BME280 zeigen (weiss ich jetzt nicht ganz genau, ich sitze bei ner Radtour gerade am See auf nee Bank....) ungefähr 1°C zu viel an und haben eine deutlich größere Streuung. Wenn man sich damit beschäftigt, dann ist die grobe Temperaturmessung auch nur für die Temperaturkompensation von Luftdruck und Luftfeuchtigkeit gedacht. Der Grund für die erhöhte Temperatur ist wohl eine Eigenerwärmung des Sensors. Ich habe 3 verschiedene Platinen mit BME280. 6 von den 8 haben die gleiche Platine. Da fällt auf, das diese unter sich eine geringere Streuung verglichen mir den beiden anderen Patinen haben. Daraus folgere ich, dass die Messwerte auch deutlich sichtbar vom Platinenlayout abhängen.
...und darum Messe ich Temperaturen mit DS18b20

Lieben Gruß,
Chris

Hi

Danke für diese Ausführung.
So um die 20 DS18B20 hatte ich auch schon auf dem Steckbrett :wink:
(Such-Algorithmus Test, Eigenkreation nach DaBla, damals noch in Assembler, ATtiny45)

MfG

PS: Hier ist bombiges Wetter - Viel Spaß noch bei der Rad-Tour!

....Mann, wie die Zeit vergeht....2 Jahre ist die Idee alt, aber weiter bin ich damit (und mit vielen anderen Dingen) noch nicht gekommen. So nebenbei habe ich immer mal wieder über das Thema nachgedacht, und möchte folgendes erstmal nur für mich und andere als Reminder hier festhalten.

In der Hoffnung, dass einige dieser Links in ein paar Jahren noch funktionieren poste ich gleich mal ein paar, ich ärgere mich nämlich immer wenn man auch einen Link klickt, der schon ne Weile nicht mehr funktioniert (typischerweise Ebay Links).
In der Reihenfolge, wie ich sie mit den Suchbegriffen "230V Optokoppler" gefunden habe:
https://www.ebay.de/i/264818042030

https://de.aliexpress.com/item/32719921989.html
https://de.aliexpress.com/i/32958084322.html
https://www.funduinoshop.com/TTL-AC-220V-Optokoppler-Isolation-Modul-SCM-Test-Board

Auch hier habe ich sehr interessante Hinweise und Ausführungen gefunden:

Was haltet ihr denn von dem 230V Optokoppler?

Lieben Gruß,
Chris

Was hältst du von Sonoff Basic oder Sonoff 2Ch?

Wenn 2 Jahre nichts passiert ist (ich kenne solche Situationen ;), dann hast du sicherlich auch 6 Wochen Zeit um auf welche aus China zu warten.

Geflasht mit Tasmota oder ESPeasy (bzw ESPmega) kannst du dort 5V Bewegungsmelder anschließen und hast auch noch GPIOs für einen 18B20 frei.

Ob 18B20 mit Tasmota geht, kann ich spontan nicht bestätigen, aber ich würde da mal von ausgehen. Ansonsten halt ESPmega.
Mit ESPmega kannst du auch ein Script hinterlegen, das bei Bewegung geschaltet wird, auch wenn keine Netzwerkverbindung besteht.
Nichts ist schlimmer als der Frau zu erklären, waren das Licht nicht angegangen ist, als sie mit der Hand voller Einkauf ins Haus stolpern musste.

Welche Software verwendest du zum loggen?