Ein paar Hardware-Anfängerfragen zum Mikrocontroller

Wenn ich ein Projekt fertigstelle, würde ich gerne anstatt das ganze Arduino Board (Uno) zu verbauen nur den Mikrocontroller (Atmega 328) in eine Schaltung packen und frage mich wie ich das tun soll.

Zahlreiche Videos zeigen dass man im prinzip nur einen 16MHz Quarz braucht & ein paar 22pF Kondestatoren, jedoch weiß ich dass der Atmega eine interne Clock hat und im prinzip auf den externen Kram verzichten kann. Weiterhin klang es so dass ich die Pins wohl anders ansprechen muss wenn ich die interne Clock benutze. Was mich auch schon zu den fragen bringt:

  1. Was muss ich mit dem Atmega tun um ihn ohne Board verbauen zu können?
  2. Welche nach/vor-teile hat es die interne Clock zu nutzen bzw. einen externen Quarz zu verbauen?
  3. Hab ich was falsch verstanden oder ändern sich wirklich die pins wenn ich den Controller solo verbaue?
  4. Wie unterscheiden sich Analog-pin von Digital-pin?
    Scheinbar können Analog-pins auch wie Digital-pins verwendet werden, aber nicht umgekehrt.
  5. Was kann ein Digital-pin was ein Analog-pin nicht kann?

Zalto:
Wenn ich ein Projekt fertigstelle, würde ich gerne anstatt das ganze Arduino Board (Uno) zu verbauen nur den Mikrocontroller (Atmega 328) in eine Schaltung packen und frage mich wie ich das tun soll.

Zu aller erst, das Datenblatt des Atmega328 studieren.

Es gibt sehr viele Anleitungen den Atmega “StandAlone” zu betreiben. Leider sind diese nicht alle korrekt und vollständig.
Daher hier mal eine “vollständige” Schaltung mit Quarz und Programmieranschluss.
Atmega_328_minimal.jpg

Wichtig sind auch die Abblockkondensatoren 0,1 µF an den Spannungsanschlüssen.

Und ja, du kannst den Atmega auch ohne Quarz, also mit internem Taktgenerator betreiben.
Mit Quarz bekommst du eine höhere Genauigkeit.

Die Pins ändern sich dadurch nicht. D1 bleibt D1 usw.

Ja, analoge Pins können auch als digitale verwendet werden. Umgekehrt nicht.

Ein digitaler Pin kann “teilweise” PWM. Beim Uno sind das D3, 5, 6, 9, 10, 11. Analog kann kein PWM.

Sollte ich etwas vergessen haben, bitte ich um Nachsicht. Wird garantiert noch mitgeteilt. :wink:

D.h. Wenn ich ihn standalone betreiben will, einfach nur per Bootloader den internen Taktgeber angeben, und ansonsten nur noch mit Strom versorgen.
Vielen Dank für die Antwort

Zalto:
D.h. Wenn ich ihn standalone betreiben will, einfach nur per Bootloader den internen Taktgeber angeben, und ansonsten nur noch mit Strom versorgen.
Vielen Dank für die Antwort

Ja, das stimmt.
Bootloader per ISP.

Hier ist eine Board Definition für Standalone ATMega328P mit internem Takt

teilweise ungetestet

breadboard.zip (5.91 KB)

Ich versuche mal ein paar Präzisierungen:

HotSystems:
Mit Quarz bekommst du eine höhere Genauigkeit.

Und eine höhere Frequenz, intern 8 MHz, extern 16 MHz.

Zalto:
D.h. Wenn ich ihn standalone betreiben will, einfach nur per Bootloader den internen Taktgeber angeben, und ansonsten nur noch mit Strom versorgen.

Manche ICs werden "nackt" geliefert, andere mit Bootloader. Allen gemeinsam sollten voreingestellte Sicherungen (Fuses) sein, die die Frequenz auf 8 MHz intern einstellen. Bei einem Exemplar mit Bootloader brauchst Du eigentlich nichts mehr machen.

In der IDE wird das Übertragen des Bootloaders und das Setzen der Fuses zusammengefaßt.

Fuse Calculator