Einsteiger Oszilloskop - "Siglent" oder "Hantek" ?

Ich möchte mir ein günstiges Oszillioskop kaufen, um erstmal ein Gefühl für die Thematik zu bekommen und zu schauen, ob es überhaupt in meinem Hobby richtig Anwendung findet.

Meine Recherche endete nun bei zwei Geräten:

Siglent SDS1052DL 285€
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Hantek DSO5102P 260€
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Das günstigere misst sogar bis 100MHz. Ich tendiere aktuell zum Hantek Gerät, kann mir aber vorstellen, dass Siglent die etabliertere Marke ist und das Produkt langfristig besser und zuverlässiger funktioniert.

Was sagt Ihr dazu? Gibt es hier einen Favoriten?

Guck dir mal Rigol an. Bei Batronix, dem deutschen Distibutor, bekommst du die mit deutscher Anleitung (als PDF). Ich habe bei einer Aktion das DS1054 mit dem Freischaltkey für die ganzen seriellen Geschichten für lau dazu bekommen. So vollgestopft, wie die Dinger mit Funktionen inzwischen sind, ist ein deutssprachiges Manual da manchmal Gold wert :wink:

nix_mehr_frei:
Guck dir mal Rigol an. Bei Batronix, dem deutschen Distibutor, bekommst du die mit deutscher Anleitung (als PDF). Ich habe bei einer Aktion das DS1054 mit dem Freischaltkey für die ganzen seriellen Geschichten für lau dazu bekommen. So vollgestopft, wie die Dinger mit Funktionen inzwischen sind, ist ein deutssprachiges Manual da manchmal Gold wert :wink:

Das ist leider aktuell recht teuer und mir gefällt bei den anderen das "Widescreen" Display :slight_smile:

Wie wichtig ist im Hobbybereich die Bandbreite? Da kann ich mir aktuell nicht viel drunter vorstellen..
Das Siglent schafft 50MHz und das Hantek schafft 100MHz..

Bedeutet das, dass ich mit beiden noch nichteinmal von einem 433MHz Sender das Signal lesen kann?

magie004:
Ich möchte mir ein günstiges Oszillioskop kaufen, ...

Dann empfehle ich Dir entweder ein kleines Taschen-Oszi wie z. B. ein „DSO 203“ oder ein gutes „großes“ Gebrauchtes.

Mit dem Taschen-Oszi kommt man schon sehr weit und man kann es vor Allem gut „ins Feld“ mitnehmen. Mein erstes Oszi war so eins.

Wenn Du unbedingt ein „großes“ Oszi haben möchtest, solltest Du den Kauf eines gebrauchten Markengeräts in Betracht ziehen. Als mir das kleine Oszi zu klein wurde, habe ich mir ein gebrauchtes Tektronix TDS 340 zugelegt. Das habe ich heute noch und bin voll zufrieden damit. Auch ein analoges Oszi ist gut - eine Zeit lang hatte ich ein Tektronix aus den 1970ern, das zwar eine Bandbreite von „nur“ 20 (oder 40?) MHz hatte, aber mit dessen Hilfe ich vieles kapiert habe, das ich aus dem Physik-Unterricht nur als nebulöses, großes Fragezeichen zwischen den Ohren hatte.

HTH

Gregor

PS: Zur Orientierung bzgl. Bandbreite: Nimm die höchste Frequenz, mit der Du voraussichtlich zu tun haben wirst, verdopple diese Frequenz und schlag' noch einmal die Hälfte als Puffer drauf. Das Ergebnis ist die kleinste Bandbreite, mit der Du Dich zufrieden geben solltest.
PPS: Nimm auf keinen Fall ein Ein-Kanal-Gerät. Zwei Kanäle müssen einfach sein.

gregorss:
PS: Zur Orientierung bzgl. Bandbreite: Nimm die höchste Frequenz, mit der Du voraussichtlich zu tun haben wirst, verdopple diese Frequenz und schlag' noch einmal die Hälfte als Puffer drauf. Das Ergebnis ist die kleinste Bandbreite, mit der Du Dich zufrieden geben solltest.
PPS: Nimm auf keinen Fall ein Ein-Kanal-Gerät. Zwei Kanäle müssen einfach sein.

Ich möchte 433MHz Signale untersuchen.. Selbst Geräte für >1000€ haben häufig nur 100MHz... heisst das, ich kann die Frequenz nicht messen?

magie004:
Ich möchte 433MHz Signale untersuchen.. Selbst Geräte für >1000€ haben häufig nur 100MHz... heisst das, ich kann die Frequenz nicht messen?

Du kannst sie auf jeden Fall nicht mit der möglicherweise gewünschten Genauigkeit messen. Ich nehme aber an, dass es Dir beim Messen nur auf die „Hüllkurve“ ankommt, deren Frequenz erheblich kleiner ist.

Wenn Du beschreibst, woher dieses Signal stammt und welche Eigenschaften Du untersuchen möchtest, kann vermutlich einer der hier Anwesenden genaueres sagen.

Gruß

Gregor

PS: Zur Hüllkurve siehe z. B. Hüllkurvendemodulator – Wikipedia

Ich bin gerade dabei den FS1000A auf einem eigenen PCB zu integrieren und möchte das Ausgangssignal mit dem des Original-Moduls abgleichen und erhoffe mir hierdurch Rückschlüsse. Genauso möchte ich mir in Zukunft mal anschauen, was das Empfänger-Modul so für Daten liefert :slight_smile:

magie004:
Ich möchte 433MHz Signale untersuchen.. Selbst Geräte für >1000€ haben häufig nur 100MHz... heisst das, ich kann die Frequenz nicht messen?

Um das 433 MHz-Signal richtig messen zu können, brauchst du einen Spektrumanalyser, der das Signal auch richtig darstellen kann. Vermutlich reicht ein Oszi da nicht aus.

Was genau möchtest du denn an den 433 MHz messen ?

Edit:
Für den Sender gilt obiges.
Das Empfängersignal ist ja schon ein demoduliertes "NF bzw. digitales"-Signal, dieses kannst du mit den "einfacheren" Geräten anzeigen lassen.

Wenn du aber die Frequenz messen möchtest, brauchst du einen Frequenzzähler.

Frequenzzähler ist das richtige Stichwort. Bei einem FM modulierten Signal bekommt man mit einem Oszi kein stehendes Bild mehr auf das Display. Und wenn dann noch Datenpakete statt Audio verschickt werden, macht eine Anzeige der Kurvenform überhaupt keinen Sinn mehr.

DrDiettrich:
Frequenzzähler ist das richtige Stichwort. Bei einem FM modulierten Signal bekommt man mit einem Oszi kein stehendes Bild mehr auf das Display. Und wenn dann noch Datenpakete statt Audio verschickt werden, macht eine Anzeige der Kurvenform überhaupt keinen Sinn mehr.

Allerdings wird der gezeigte Sender AM-moduliert. Da könnte ein Oszi schon etwas anzeigen, wenn er einen ausreichenden Frequenzbereich hat.
Evtl. sollte der TO mal über einen Funkgeräte-Meßplatz nachdenken, wenn er seine Sender in Serie bauen will.

HotSystems:
Evtl. sollte der TO mal über einen Funkgeräte-Meßplatz nachdenken, wenn er seine Sender in Serie bauen will.

... oder die Nähe zur lokalen Amateurfunker-Szene suchen :slight_smile:

Ich hab das Rigol 1054 4-kanal oszi von Batronic.
War guter Preis, macht 100mhz. Würde es wieder kaufen

Wie schon erwähnt für 433mhz entweder ein ( gebrauchter) funkmessplatz oder als billigvariante ein SDR mit einem dvb-t stick aufbauen. Der Tipp Richtung Amateurfunk ist auch sehr gut wäre auch meine erste Adresse.