Pro Mini (5V) Stromversorgung mit Netzteil

Hallo,

ich habe gerade ein Problem mit meinem zum Arduino Pro Mini kompatiblen Gerät, dass ich für die Weihnachtsbaum-Beleuchtung einsetzen wollte. Wenn ich die Stromversorgung per USB am Laptop mache, funktionierte es wie gewünscht.

Dann habe ich ein Netzteil angeschlossen, zunächst ohne Peripherie (LEDs), was auch scheinbar in Ordnung war, da die LEDs auf dem Pro Mini normal geleuchtet haben. Als ich mit einem Kabel, das ansonsten mit nichts anderem verbunden war, den GND berührt habe, gingen die LEDs auf dem Pro Mini aus. Auch die gewünschten Funktionen der Weihnachtsbeleuchtung funktionieren nach anschließen von LEDs nicht mehr. Auch ein Neustart hilft nichts, der Pro Mini scheint “tot” zu sein.

Wenn ich allerdings wieder auf USB-Versorgung gehe, funktioniert es bestens! Meine Vermutung ist (allerdings kenne ich mich überhaupt nicht aus), dass es irgendwas damit zu tun habe, dass ich durch meinen Körper eine elektrostatische Entladung an das Gerät weitergegeben habe, als ich mit dem Kabel den GND berührt habe. Wäre das möglich? Ist es denkbar, dass nur die Stromversorgung per Raw-Pin dadurch beeinträchtigt ist?

Als Netzteil habe ich ein bewährtes 9V 1A Netzteil verwendet, das ich mit Raw und Gnd verbunden habe (siehe Photo). An den beiden Pins messe ich eine Spannung von 9,3 V.

Was weiterhin interessant erscheint: Wenn ich den Strom per Netzteil angeschlossen habe, und mit meinem digitalen Spannungsmessgerät zwischen GND und einem der digitalen PWM-Pins messe, schwankt der Ausgabewert, was den Eindruck erweckt, dass das Programm (das die angeschlossenen LEDs zum blinken bringen soll) korrekt abläuft. Ein analoges Zeigermessgerät zeigt allerdings an den selben Pins überhaupt keinen Ausschlag.

Falls es zutreffen sollte, dass ich die Raw-Funktion zerstört habe: Gehe ich recht in der Annahme, dass ich mit einem zwischengeschalteten Buck-Converter den Strom direkt an den VCC Pin anlegen könnte?

Zeige bitte ein Foto des Typenschilds des Netzteils.

Stell mal das Spannungsmessgerät auf Wechselspannung und miß RAW/GND.

Welche Gleichspannung mißt Du zwischen VCC/GND?

9,3 Volt???? das ist doch zu viel für den Chip? der bekommt doch nur eine Maximalspannung von 5V?

Versuchs mal mit einem Handy Ladegerät..... das 5Volt 1 Ampere oder 2A ausgibt... also 9,3Volt sind definitv für den Chip zu viel dann ist es klar das er abschält wenn du pech hast und das zu lange gemacht hast kann es auch sein das er nicht mehr anspricht....

Nico_A:
9,3 Volt???? das ist doch zu viel für den Chip? der bekommt doch nur eine Maximalspannung von 5V?

Nö, hinter RAW ist noch ein Spannungsregler auf 5V. Board Power Supply 5 - 12 V (5V model)

Was Du meinst ist VCC.

agmue:
Nö, hinter RAW ist noch ein Spannungsregler auf 5V. Board Power Supply 5 - 12 V (5V model)

Was Du meinst ist VCC.

Oh... ja stimmt.... hab nicht auf dass Bild geachtet ^^ sorry :slight_smile:

Im Anhang ist das Bild vom Typenschild.

Zwischen VCC und GND messe ich mit dem digitalen Messgerät ca. 0,93 V; mit dem analogen kommen meiner Meinung nach keine sinnvollen Werte zustande (so wird bei einer Skaleneinstellung von 1,5V-Max 0,3 V angezeigt, wenn ich das Skalen-Maximum auf 0,5 V einstelle schlägt der Zeiger genauso weit aus, und zeigt somit 0,1 V an).

Zwischen Raw und Gnd zeigt das Gerät mit der digital-Anzeige schwankend bis zu 13,5 V an (Was bedeutet das?).

Sagamihara:
(Was bedeutet das?).

Entweder dein Messgerät ist defekt, der Regler auf dem Arduino ist defekt oder du misst falsch.

Die Zahl ändert sich wirklich regelmäßig und schwankt zwischen 0 und 13,5 V, aber es kann durchaus sein, dass ich das falsch messe. Welches Ergebnis wäre denn normal?

PS: Ich habe vergessen dazu zu schreiben, dass sich die 13,5 V auf die Einstellung für Wechselspannung beziehen, wie verlangt.

Die Werte in dem Absatz darüber waren mit der Gleichstrom-Einstellung.

Schwanken ist nicht normal.
13,5 V ist ein bisschen viel für einen Regler welcher nur 12 V darf.
Und mit 0,9 V Vcc läuft das Board nicht.

Tipp:
Schlachte ein USB Kabel und mach einen Händilader an Vcc und GND.

Sorry, vielleicht hätte ich das mit der Wechselspannung erwähnen sollen, ich habe es vorhin in den letzten Post reineditiert. Leider kann ich scheinbar nur alle 5 Minuten editieren, darum ist das nicht rechtzeitig angekommen.

Wäre das Ergebnis mit der Einstellung für Wechselstrom am Messgerät denn plausibel?

Ein USB-Kabel habe ich leider nicht übrig, aber ich habe vorhin mal kurz die Variante mit dem Abwärtswandler getestet, das scheint zu funktionieren, oder spricht etwas dagegen?

PS: Ich habe vergessen dazu zu schreiben, dass sich die 13,5 V auf die Einstellung für Wechselspannung beziehen, wie verlangt.

13,5 V Wechselspannung am Arduino..

Unmöglich, tödlich, bekloppt... such dir was aus....

Sagamihara:
Sorry, vielleicht hätte ich das mit der Wechselspannung erwähnen sollen…

Woher kommen dann die 13,5 Volt Wechselspannung ?
Dann müsste dein Netzteil einen ganz untypischen Fehler haben.

Vielleicht habe ich etwas falsch verstanden, aber die Messung habe ich aufgrund der Nachfrage von agmue gemacht:

Zeige bitte ein Foto des Typenschilds des Netzteils.

Stell mal das Spannungsmessgerät auf Wechselspannung und miß RAW/GND.

Welche Gleichspannung mißt Du zwischen VCC/GND?

Aus dem Netzteil kommt sicherlich Gleichspannung, aber ich habe das Messgerät auf Wechselspannung eingestellt. Ich verstehe ja den Grund dafür nicht, aber ich gehe davon aus, dass das einen Sinn haben wird?! Sollte damit eventuell die Qualität der Spannungsstabilisiert des Netzteils gezeigt werden?

Sagamihara:
Vielleicht habe ich etwas falsch verstanden, aber die Messung habe ich aufgrund der Nachfrage von agmue gemacht:

Aus dem Netzteil kommt sicherlich Gleichspannung, aber ich habe das Messgerät auf Wechselspannung eingestellt. Ich verstehe ja den Grund dafür nicht, aber ich gehe davon aus, dass das einen Sinn haben wird?! Sollte damit eventuell die Qualität der Spannungsstabilisiert des Netzteils gezeigt werden?

Diese Messung soll dir die Restwelligkeit, die der Gleichspannung überlagert ist, anzeigen.

Der Wert von 13 Volt ist aber deutlich zu hoch. Die darf nur wenige mV betragen.
Bei mir sind es vergleichsweise bei einem "billigen" 9 Volt Netzgerät 13 mV und bei einem bessern 12 Volt Netzgerät nur 4 mV.

Da ist etwas defekt, kann auch das Messgerät sein.
Da musst du nochmal mit einem anderen Messgerät überprüfen.

Sollte damit eventuell die Qualität der Spannungsstabilisiert des Netzteils gezeigt werden?

Kann man so sehen....

Und das Ergebnis deiner Messung ist unterirdisch.
Über den Grund, kann man/ich nur spekulieren.

Sagamihara:
Vielleicht habe ich etwas falsch verstanden, aber die Messung habe ich aufgrund der Nachfrage von agmue gemacht:

Das hast Du schon richtig verstanden, nur bin ich nicht dazu gekommen, eine Erklärung zu schreiben. Auf dem Typenschild kann beispielsweise "9V =" stehen, dann sollte Gleichspannung herauskommen, oder der obere Strich ist unterbrochen, dann ist es pulsierende Gleichspannung, die für den Nano ungeeignet ist.

Die anderen Punkte sind netterweise schon erklärt worden.

Nächster Schritt wäre, das Netzteil an ein Oszi zu hängen. Kannst Du Dir aber auch sparen und gleich ein neues Netzteil kaufen. Ich nutze dazu ein 5V-Netzteil, da der Nano die 4V Differenz zu 9V nur in Wärme umsetzt. Das 5V-Netzteil kannst Du dann an VCC und GND anschließen.

Um meine Messmethode zu dokumentieren, habe ich ein Video gemacht:

Dabei geht die Spannung sogar auf 19,11 V hoch, wenn ich das Messgerät mit der digitalen Anzeige verwende. Die erste Messung ist mit DC-, die zweite mit AC-Einstellung.

Anschließend wird bei dem analogen Gerät bei DC knapp über 9 V angezeigt. Bei AC ist es merkwürdigerweise so, dass mit der Einstellung bis 50 V ca. 11 V gemessen werden, wenn ich allerdings die Einstellung 15 V wähle (im Video nicht mehr zu sehen), geht der Zeiger bis an den Anschlag, also über 15 V.
Ich kenne mich mit diesen Geräten nicht aus, mich würde interessieren, warum das so ist, und warum der Messwert beim Zeiger-Gerät nicht schwankt, wie bei dem digitalen. Ein Oszilloskop habe ich leider nicht.

Heute abend habe ich den Pro Mini in Verbindung mit einem Abwärtsregler über mehrere Stunden verwendet. Der Abwärtsregler sorgt dafür, dass die Restwelligkeit verschwindet, oder?

Hier ein Video von der Weihnachtsbaumbeleuchtung, die in Wirklichkeit viel besinnlicher wirkt, als es da zu sehen ist :smiley:

PS: Der Abwärtswandler dürfte identisch mit diesem sein: