Ich weiss nicht, wie ihr das schafft quasi pausenlos online zu sein und zu supporten.
Falls es schon wieder zu lange her ist, bedanke ich mich an dieser Stelle einfach nochmal dafür, kann man garnicht oft genug tun für diesen super Support.
Dass ich nicht so einfach zufriedenzustellen bin, hat der eine oder andere sicher schon gemerkt, ist auch kein Geheimnis.
Der Grund dafür ist, das ich auch gerne verstehen möchte was da vor sich geht und ich nicht einfach blind irgendwas nachbaue. Ich hoffe das ist auch nachvollziehbar. Auch wenn ich in diesem Forum noch nicht so richtig ganz verstanden habe wie der Hase läuft, aber ich hoffe so langsam schleift sich das auch bei mir ein....
Also mal konkret zu der Schaltung von uxomm in #20.
Ich fang mal an laut zu denken:
Ich als Quasi Nicht-Elektroniker, oder Schaltungsanfänger oder noob oder was auch immer habe natürlich so Schaltungen in dieser Art gefunden. Es waren auch eine Menge umfangreicherer Schaltungen dabei, die ich gleich aussortiert habe.
Ich weiss, das das irgendein Transistor, einige Widerstände und eine IR Diode ist.
Soweit, so gut. Aber das war es denn auch schon wieder.
In der Schaltung sind zwei IR LEDs unbekannten Typs in Reihe geschaltet.
Man kann auch nur eine LED nehmen.
Vielleicht kann man auch zwei LEDs parallel schalten.
Daraus ergeben sich folgende Fragen für mich:
- Wie viele LEDs in welcher Schaltung (parallel oder seriell). Was sind die folgen wenn eine ausfällt?
- Soll man vielleicht zwei verschiedene LEDs nehmen, eine mit großem Abstrahlwinkel, eine mit geringen Abstrahlwinkel?
- Welche LEDs soll ich nehmen? Dony hatte ein 950nm vorgeschlagen, ich denke aber das eine 940nm besser passt. Da hatte uxomm ja die Vishay TSAL 6200 vorgeschlagen.
Um es einfach zu halten, würde ich erstmal mit einer Diode anfangen, und dann nehme ich die von uxomm.
Als nächstes der Transistor.
Da hat uxomm einen IRLZ34 MOSFET vorgeschlagen. Wenn ich bei Conrad nach MOSFET suche, dann kommen dort 2687 Ergebnisse. Bei Reichelt sind es 1624 Ergebnisse. Warum nimmt man nun ausgerechnet einen IRLZ34, und warum sollte der in keinem "Hobby-Löt-Labor" fehlen?
Mein Gefühl hat SpaghettiCode gerade bestätigt, ich habe schon vermutet, dass ein MOSFET schon ne ordentliche Kanone ist, und ich lieber was in TO-92 Größe hätte.
Was ich nicht verstanden habe, was ich damit anfangen soll ist:
F = 100 mA, tp = 20 ms
IF = 1 A, tp = 100 µs
Ich vermute sowas wie zulässigen Strom abhängig von der Einschaltdauer.
Aber was fange ich jetzt damit an?
Die letzten beiden Ziffern (-xx) sind hier 16 oder 25 oder 40, und stehen für die Stromverstärkung des Transistors, ein Faktor der aussagt, mit wie wenig Basisstrom man die Kolektor-Emitter-Strecke komplett durchschalten kann.
Soweit klar, aber wie rechnet man das aus oder bestimmt welchen man braucht?
Im Datenblatt der Vishay TSAL 6200 habe ich folgende Angaben zu Strömen gefunden:
Forward current IF 100 mA
Peak forward current tp/T = 0.5, tp = 100 μs IFM 200 mA
Surge forward current tp = 100 μs IFSM 1.5 A
Im Datenblatt der Vishay TSAL 6200 habe ich folgende Angaben zu Spannungen gefunden:
IF = 100 mA, tp = 20 ms VF TYP. 1.35 MAX. 1.6 V
IF = 1 A, tp = 100 μs VF TYP. 2.2 MAX.3 V
Ich mache es mal so konkret wie ich kann:
Ich suche die Werte von R1, R2 und R3 in Widerstand und Leistung für die Schaltung aus #20 mit nur einer Vishay TSAL 6200 und einem BC337. (wenn das denn so geht?) Welchen Verstärkungsfaktor muss der Transistor haben?
Dann wurde mir in einem anderen Thread noch vorgeschlagen möglicherweise den Arduino Nano v3 mit 5V (den hab ich aktuell zum Testen) durch einen Arduino ProMini oder Arduino ProMicro jeweils mit 3,3V zu ersetzen (weil die weniger als die Hälfte des Stroms vom nano verbrauchen sollen). Welche Widerstände würden sich in dem Fall denn auf welche Werte ändern?
Für R3 hat uxomm das ja schonmal vorgerechnet.
R3 = (5V - 1,35V)/0,1A= 36,5 Ohm
mit dem Maxwert von VF:
R3 = (5V - 1,6V)/0,1A= 34 Ohm
An 3,3V:
R3 = (3,3V - 1,35V)/0,1A= 19,5 Ohm
mit dem Maxwert von VF:
R3 = (3,3V - 1,6V)/0,1A= 17 Ohm
Das sind ja schon relativ kleine Widerstande.
Die Leistung müsste dann so gehen:
P=U²/R
Welche Spannung nehm ich da? Die die am Widerstand abfällt?
U=RI
36,5Ohm0,1A=3,65V
3,65V²/36,5Ohm=0,365W
Da reicht also kein 1/4W Widerstand mehr. Muss schon mindestens ein 0,4W Widerstand sein.
R2 ist vermutlich ein Pull-down Widerstand, der immer 10kOhm ist. Richtig?
Bleibt die Frage wie man R1 ausrechnet.
Lieben Gruß und nochmals vielen Dank für Eure Anstrengungen,
Chris