Verständnisfrage Schrittmotor (Stromstärke)....

Hallo Miteinander,

wie Ihr wisst experimentiere ich im Moment mit Schritt- und DC-Motoren herum. Gestern Abend habe ich mir beinahe das AF-Motorshield ruiniert, da ich am Motor irgendwie 335 mA Strangstrom gelesen habe, dabei waren es 935 mA, das ist auf Dauer für den L293D zu viel. Ich merkte es, weil er plötzlich sehr heiß wurde - gerade noch mal Glück gehabt.

Als heute morgen die nachbestellten L293D´s in der Post waren konnte ich mich nicht beherrschen und habe fix einen "piggyback"gelötet und ausprobiert. Nun fing der aber regelrecht an zu rauchen - schnell die Stromzufuhr getrennt und sehr verwundert am Motor im "Stall-Modus" die Stromstärke gemessen. Zu meiner Verwunderung kamen da 2,8 A zusammen?????? Nun meine Frage: Wie kann das gehen, bei 935 mA Strangstromstärke die angegeben ist? Wie kommen die auf eine solche Stromstärke, wo doch nach Ohmschen Gesetz eher der Messwert richtig sein sollte ( errechnet sind 3 Amp bei 12V und 4Ohm Windungswiderstand)??? Was verstehe ich hier nicht?

Mein Fehler war vorab nicht probehalber zu messen....

Könnte mich jemand bitte aufklären, wo hier mein Denkfehler ist. Oder stimmt eine Angabe nicht bei dem Motor?

Thomas

Der Strom bei einem Schrittmotor ist abhängig vom ohmschen Widerstand der Wicklung und von der Spannung. Wenn du 4 Ohm Wicklungswiderstand misst und der Strom maximal 935 mA sein darf, dann darf die Spannung nur knapp 3,8V betragen. Bei vielen Schrittmotorsteuerungen wird der maximale Strom vorgegeben und die Spannung stellt sich danach automatisch ein, das geht aber mit dem L293D nicht.

schnell die Stromzufuhr getrennt und sehr verwundert am Motor im "Stall-Modus" die Stromstärke gemessen. Zu meiner Verwunderung kamen da 2,8 A zusammen??????

Was verstehst Du unter "Stall-Modus"? Kannst Du uns das Datenblatt / Modell oder Foto des Datenschilds Deines Motors geben? Grüße Uwe

erni-berni: Der Strom bei einem Schrittmotor ist abhängig vom ohmschen Widerstand der Wicklung und von der Spannung. Wenn du 4 Ohm Wicklungswiderstand misst und der Strom maximal 935 mA sein darf, dann darf die Spannung nur knapp 3,8V betragen.

vom C Das war mir eben SO nicht bewusst (ist aber eigentlich logisch, wenn i.ch drüber nachgedacht hätte), ich war der Meinung, dass sich der Strom von 935mA einstellt und nicht wie Du schreibst, dass dies der maximale Strom ist.... Ich habe leider kein Datenblatt, habe aber auf dem Motor eine Bezeichnung gefunden, die mich zu einem aktuellen Datenblatt "dieses" Motors führte.

Das scheint aber nicht zu stimmen. Kurze Info zum Motor ist ein Set von 4 Motoren aus der "Krabbelkiste voM C vor mind 10Jahren. Jetzt eben hab ich an einem anderen Motor einen kleinen Aufkleber entdeckt, auf dem 4,5V steht.. UUPS Ich habe auf dem Datenblatt etwa 10 V gelesen. So ist es also nicht der selbe Motor, wenngleich die Bezeichnung die selbe ist. Da war ich wohl zum Shield als auch zum Motor nicht nett..... ;)

uwefed:

schnell die Stromzufuhr getrennt und sehr verwundert am Motor im "Stall-Modus" die Stromstärke gemessen. Zu meiner Verwunderung kamen da 2,8 A zusammen??????

Was verstehst Du unter "Stall-Modus"? Kannst Du uns das Datenblatt / Modell oder Foto des Datenschilds Deines Motors geben? Grüße Uwe

Stall im Sinne von Stömungsabriss, Stillstand, zu gut Deutsch abwürgen..... ;) Also maximaler Stromfluss.... Zu den Daten: Das muss leider bis zum WE warten ich bin ab gleich unterwegs..... Aber schon mals so viel: Adafruit Motor Shield, Motor ist ein Berger Lahr..... von Anno Pippi....

Grüße Thomas

Vom Äußeren kann man bei Schrittmotoren nicht auf seine Daten schließen. Ich hab mal aus einem Gerät 5 Schrittmotoren ausgebaut, alle des gleichen Herstellers und gleiche Größe aber 3 verschiedene Spannung-Strom- Wicklungswiderstand. Weiß auch nicht wieso der Hersteller des Gerätes nicht 1 Modell von Motor genommen hat. Oft ist sind die Windungsparameter in den letzten Zeichen der Typenbezeichnung decodiert. Es kann sein, daß obwohl Du 4 Stück in einem Set gekauft hast, es nicht 4 gleiche Motoren sind.

Bei Schrittmotoren ändert sich der Strom bei Stillstand, blockiertem Motor oder Normalbetrieb minimal.

Mit wenigen Worten, ich kann Dir nicht weiterhelfen. Grüße Uwe

uwefed: Vom Äußeren kann man bei Schrittmotoren nicht auf seine Daten schließen. Ich hab mal aus einem Gerät 5 Schrittmotoren ausgebaut, alle des gleichen Herstellers und gleiche Größe aber 3 verschiedene Spannung-Strom- Wicklungswiderstand. Weiß auch nicht wieso der Hersteller des Gerätes nicht 1 Modell von Motor genommen hat. Oft ist sind die Windungsparameter in den letzten Zeichen der Typenbezeichnung decodiert. Es kann sein, daß obwohl Du 4 Stück in einem Set gekauft hast, es nicht 4 gleiche Motoren sind.

Bei Schrittmotoren ändert sich der Strom bei Stillstand, blockiertem Motor oder Normalbetrieb minimal.

Mit wenigen Worten, ich kann Dir nicht weiterhelfen. Grüße Uwe

DAnke trotzdem, das hat mir schon weitergeholfen. Und wenn ich lediglich gelernt habe, noch skeptischer mit den mir vorliegenden Informationen zu einem Bauteil umzugehen. Mein Denkfehler war vor allen, wie erniberni gut beschrieben hat, die 935 mA nicht als MAXIMAL-Strom zu erkennen. Ich hätte meine REchnung erst machen sollen, BEVOR ich die Schaltung mit Strom versorge! Aber auch so lernt man.... Ist ja noch mal gut gegangen..... Was ich zwar nicht verstehe ist , das man eine Motorbezéichnung für völlig verschiedene Bauteile verwendet....

Danke fürs Denken helfen ;) ,

Thomas

uwefed: Bei Schrittmotoren ändert sich der Strom bei Stillstand, blockiertem Motor oder Normalbetrieb minimal. Grüße Uwe

" Wie kommt das zu Stande? Ist es weil der Schrittmotor quasi ständig im "Grenzbereich" betrieben wird? Wenn ich das mal so laienhaft bezeichnen darf...

Thomas

erni-berni: Der Strom bei einem Schrittmotor ist abhängig vom ohmschen Widerstand der Wicklung und von der Spannung. Wenn du 4 Ohm Wicklungswiderstand misst und der Strom maximal 935 mA sein darf, dann darf die Spannung nur knapp 3,8V betragen. Bei vielen Schrittmotorsteuerungen wird der maximale Strom vorgegeben und die Spannung stellt sich danach automatisch ein, das geht aber mit dem L293D nicht.

Danke, jetzt hab ichs kapiert....

Mein Fehler war, dass ich parallel zum Rechnen ein scheinbar passendes Datenblatt zu diesem Motor gefunden hatte, in dem der mit 12 V betrieben wurde. Deshalb habe ich mit "Wunsch-" und Realwerten gerechnet. Da kann nur Quatsch herauskommen. Mir war also nicht bewusst, dass die mA der max Wert für den Spulenstrom ist.

Danke, aber jetzt weiß ich es... "Nur Versuch macht kluch....."

Grüße,

Thomas