230V Pumpe regeln

Ich will an einer 230V Schwimmbadpumpe eine Drehzahlstellung realisieren.
Im Anschlusskasten kommen die 3 Drähte der Wicklung, gehen auf L und N, und der dritte über den Kondensator auf N.

Frage 1: kann man die mit einfachen Mitteln in der Drehzahl (sprich Druck und Fördermenge) variieren?

Frage 2: Da ja 3 Drähte aus der Wicklung kommen, kann ich die mit einem Frequenzumrichter auf 3 Phasen betreiben. Umrichter z.B. Sowas:
Converter

Frage 3, falls ja zu Frage 2: Da steht was von PWM regelt output voltage. Wird ein Motor über die Spannung oder Frequenz gestellt?

Die Drehzahl eines Drehstrommotors, wird über die Frequenz gestellt. Da die Wicklungen aber ein induktives Verhalten haben, ändert sich bei unterschiedlichen Frequenzen auch der Widerstand. Deswegen wird bei anderen Frequenzen und gleicher Spannung ein anderer Strom fließen. Aus diesem Grund passen Frequenzumrichter auch die Spannung bei den Drehzahlen an. Deswegen ist es sehr wichtig die Umrichter richtig zu parametriesieren. Damit diese die Daten des Motors kennen und ihn dementsprechend ansteuern können.

Ich hab praktisch da leider keine Ahnung. Ich hab noch nie eiben 230v kondensator motor auf FU umgebaut. Aber eventuell wäre ein Bild des Anschlusskastens und des Klemmbrettes für Helfende noch von Vorteil. Eigentlich dachte ich immer das die komplette Elektronik für Badebereiche auf Schutzkleinspannung ausgelegt sind.

Ergänzend: da die meisten FUs

Sinusbewertete Pulsweitenmodulierte Gleichspannungszwischenkreis Frequenzumrichter sind, wird die Spannung mittels PWM geregelt. Die Frequenz stellt sich dann mittels unterschiedlicher PWM muster wieder. Ich hatte mir das mal mittels oszi angeschaut da Motoren induktiv sind, sieht der "Strom" anschließend trotzdem wieder wie ein Sinus aus.
Fluke Mess PDF

Hier ist das Schaltbild vom Anschlusskasten:
Oben das von meiner Pumpe, unten das von der 3-Phasen-Ausführung:

Da nur 3 Anschlüsse aus der Wickling kommen, gehe ich Recht in der Annahme, dass es dan eine Dreieckschaltung darstellt?

Laut dem Bild würde ich sagen, dass der Motor mit einer Steinmetzschaltung von 3 Phasen auf 1 Phasenbetrieb mit dem Kondensator umgebaut wurde. Deswegen muss es sich um einen normalen Asynchronmotor handeln. Also solltest du diesen auch mittels FU Betreiben können.

Ich würde eher sagen, dass der Motor in Stern verschaltet ist. Gibt es zu dem Motor noch ein Typenschild?

Mein Fehler, nach dem ich mir die normale Stern und Dreieck Schaltungen noch mal angesehen habe, bin ich auch der Meinung das der in Dreieck verschaltet ist.

Sonst würden keine 230V mehr an den Wicklungen anliegen, sondern jediglich 115V.

Sternschaltung:
Stern.jpg

Dreieckschaltung:
Dreieck.jpg

Stern.jpg

Dreieck.jpg

Ich glaube nicht daß die Pumpe ein 3-Phasen Asnchronmotor ist der mittels einer Schaltung an 1 Phasenspannung adaptiert wurde, sonder daß der Motor ein 1-Phasenmotor mit Kondensatorhilfsphase ist.
Der Kondensator erzeugt eine Phasenverschiebung in der 2. Wicklung und somit ein eliptisches Drehfeld. Der Kurzschlußläufer bewegt sich darum.

Dieser Motor ist nicht für einen Frequenzumrichter geeignet.

Lösungen:
Beste Lösung: Neue Pumpe mit dazupassenden Frequenzumrichter
Notlösung: Einen Drehzahlregler (Phasenanschnittschaltung) und aktuellen Motor. Bei bestimmten Einstellungen kann der Motor aber durchbrennen (wenn er bestromt wird aber sich nicht dreht).

Grüße Uwe

GastAnfaenger0815:
Laut dem Bild würde ich sagen, dass der Motor mit einer Steinmetzschaltung von 3 Phasen auf 1 Phasenbetrieb mit dem Kondensator umgebaut wurde. Deswegen muss es sich um einen normalen Asynchronmotor handeln. Also solltest du diesen auch mittels FU Betreiben können.

Ich würde eher sagen, dass der Motor in Stern verschaltet ist. Gibt es zu dem Motor noch ein Typenschild?

Mein Fehler, nach dem ich mir die normale Stern und Dreieck Schaltungen noch mal angesehen habe, bin ich auch der Meinung das der in Dreieck verschaltet ist.

Sonst würden keine 230V mehr an den Wicklungen anliegen, sondern jediglich 115V.

Das glaube ich nicht. Ich tippe eher auf einen reinen Wechselstrommotor mit Haupt- und Hilfsphase.
Vor allem weil nur 3 Anschlüsse der Wicklung ausgeführt sind. Würde theoretisch ja auch reichen, wenn der Stern oder das Dreieck intern verschaltet würde, aber dann wäre der Motor nur für 230V 3~ Wechselstrom (Drehstrom) geeignet.

Lässt sich aber rausfinden wenn uns der TO vielleicht noch die Daten der Pumpe gibt. Vor allem Leistung und den Wert des Kondensators.

Pro kW werden bei der Steinmetzschaltung rund 70µF verwendet. Bei einem reinen Wechselstrommotor nur ein relativ kleiner Kondensator.

Bei einem reinen Wechselstrommotor mit Haupt- und Hilfsphase ist eine Drehzahlregelung nur sehr schwer machbar. Rund läuft der Motor aber auf jeden Fall nicht mehr.

Gruß, Jürgen

Hallo,

ich denke es handelt sich um einen normalen Drehstrommotor, für mich ist eigendlich der untere Teil des Bildes mit den Wicklungen eindeutig. Zu sehen sind da die Stern und Dreiecksbrücken für den Anschluss der 6 Wicklungsenden. Ich würde die drei Wicklungen noch mal messen wenn sie gleich sind ist es so.

Du kannst einen Frequenzumrichter verwenden , am einfachsten sollte es sein einen einphasigen zu nehmen für 230V am Eingang. Der Ausgang hat dann 3 Phasen mit je max 230V , damit den Motor im Dreieck schalten.

Die Einstellung des Umrichters ist jetzt auch nicht so schwer für den einfachen Fall gilt eine lineare U/f Kennlinie. Je nach Hersteller des Umrichters sind die Einstellungparameter unterschiedlich benannt. Eigendlich benötigst Du eine lineare Kennlinie die 230V ausgibt bei 50 Hz. Wenn Du da mal in der Doku des Umrichtest nachsiehst findest Du das schnell, vermutlich handelt es sich sogar um die Werkseinstellung bei einem Umrichter für 230V mit einphastigem Eingang.

Dann gibt es da eigendlich noch die Einstellung für den Motorstrom I die kannst Du vornehmen muss aber nicht, bei U/f Kennlinie dient die meist nur zur Bestimmung einer I2t Kennlinie als Motorschutz, und den hast du ja an der Steckdose auch nicht.

Umrichter haben häufig eine spezielle Einstellung für Pumpen oder Lüfter. Dabei handelt es sich um einen Spezialfall der von einem quadratischen Zusammenhang für U/f ausgeht. Das währe in Deinem Fall für eine Kreiselpumpe eigendlich richtig, würde ich aber erst mal nicht machen. Es beruht darauf das der Druck linear zur Menge ist und die Menge quadratisch zur Drehzahl.

Als Sollwert wirst Du allerdings einen Analogwert 0-10V benötigen. Ein PWM Signal geht da nicht. Da Kreiselpumpen eine ehr quadratische Kennlinie haben ist die Menge natürlich nicht linear zur Drehzahl bzw Frequenz. Somit wirst Du gerade im unteren Bereich ehr nur kleine Mengen haben.

Heinz

Das untere Bild ist das Anschlussschema für die Drehstromversion des gleichen Modells. Daher war ja mein erster Gedanke, dass es eine Steinmetzschaltung ist, und die für die verschiedenen Ausführungen die gleiche Wicklung verwenden.
Neue Pumpe kaufen is nich, die Pumpe ist ja gerade neu und frisch eingebaut. Aber trotz nominell gleicher Leistung wesentlich stärker (bis 0,5 bar mehr am Sandfilter). Deswegen ja nun die Idee mit der Drehzahlstellung.

Ich habe in der Zwischenzeit mit einem Techniker beim Hersteller telefoniert. Ich hatte zwar das Gefühl, der weiss gar nicht recht um was es geht und sagte nur, das ginge nicht. Aber mit einen einphasigen Umrichter sollte es angeblich gehen.

Ich werde später mal die Widerstände der Wicklungen nachmessen. Bei 3 Phasen-Wicklung sollte ich 3 mal den gleichen messen. Beim andere sollte ich 2 verschiedene und einmal nichts messen. Korrekt?

Wäre das hier was dafür: VFD

Oder besser das hier

Das glaube ich nicht. Ich tippe eher auf einen reinen Wechselstrommotor mit Haupt- und Hilfsphase.
Vor allem weil nur 3 Anschlüsse der Wicklung ausgeführt sind. Würde theoretisch ja auch reichen, wenn der Stern oder das Dreieck intern verschaltet würde, aber dann wäre der Motor nur für 230V 3~ Wechselstrom (Drehstrom) geeignet.

Deswegen wäre ein Typenschild des Motors noch wichtig.
das mit 230V 3 Phasig wäre egal, da man das dem FU nur mitteilen muss.
Und Motoren die auf dem Typenschild mit 230v/400v Stern/Dreieck beschrieben sind, dürfen sowieso nicht in dreieck an unser 400V außenleiter Netz angeschlossen werden. Ausnahme hier bei wieder FU.

Ich werde später mal die Widerstände der Wicklungen nachmessen. Bei 3 Phasen-Wicklung sollte ich 3 mal den gleichen messen. Beim andere sollte ich 2 verschiedene und einmal nichts messen. Korrekt?

Ja bei einem normalen Drehstrommotor müssten die Wicklungswiderstände identisch sein. Ein Kondensatormotor habe ich noch nie gemessen, aber der sollte auf jeden Fall 2 unterschiedliche Wicklungen haben.

der sollte auf jeden Fall 2 unterschiedliche Wicklungen haben.

Ja, bei symmetrischen Wicklungen sollte ein 3 Phasen FU genau das richtige sein.

Falls es ein Einphasen Motor ist, würde dann folgende gehen:

VFD Lt. Beschreibung einphasig, lt. Bildern 3-phasig :frowning:

Oder besser das hier in at2 , aber lange Lieferzeit

Sollte es doch ein Kondensatormotor sein (wovon ich eher nicht ausgehe), könnte man den Motor theoretisch auch mittels einer Phasenanschnittsteuerung Wellenpaketsteuerung in der Drehzahl einstellen können. Das aber ohne Gewähr da ich das noch nie gemacht habe. Aber egal wie du das dann machst, durch das Eliptische Drehfeld stelle ich mir das einstellen der Drehzahl und das daraus resultierende Endergebnis eher als mittelmäßig befriedigend vor.

Die PDF finde ich zu dem Thema ziemlich interessant.

ElEspanol:
Das untere Bild ist das Anschlussschema für die Drehstromversion des gleichen Modells. Daher war ja mein erster Gedanke, dass es eine Steinmetzschaltung ist, und die für die verschiedenen Ausführungen die gleiche Wicklung verwenden.

Hallo, Ohh

das hatte ich übersehen. Damit hast du die 6 Klemmen UVW/ZXY überhaupt nicht. Und es sind auch tatsächlich nur 3 Drähte (Wicklungsenden) vorhanden. ?

Dann kann das intern nicht im Dreieck sein, wo sollten da die Enden jeweils zusammengeführt sein. Könnte noch im Stern sein und innen ist das irgendwo zusammengeführt. So gaube ich ehr auch nicht das es sich um einen DS handelt.

messen hilft da weiter

Heinz

Rentner:
Hallo, Ohh

das hatte ich übersehen. Damit hast du die 6 Klemmen UVW/ZXY überhaupt nicht. Und es sind auch tatsächlich nur 3 Drähte (Wicklungsenden) vorhanden. ?

Dann kann das intern nicht im Dreieck sein, wo sollten da die Enden jeweils zusammengeführt sein. Könnte noch im Stern sein und innen ist das irgendwo zusammengeführt. So gaube ich ehr auch nicht das es sich um einen DS handelt.

messen hilft da weiter

Wenn nur 3 Enden aus der Wicklung schauen, kann das Dreieck oder auch Stern sein.
Auch mit messen ist das nicht zu klären.
Außerdem ist das sowieso völlig egal.

Hi

Dann will ich auch Mal :slight_smile:
Die FUs (VFD … wow) mit normalem Stecker, bieten Dir im Normalfall 230V Drehstrom (es gibt selten Ausnahmen, daß Da 400V raus kommen).
Bei FUs mit 400V Eingang sieht die Sache anders aus, Da kommen Hinten ebenfalls 400V raus - man muß eh ‘schauen’, ob der Motor die angebotene Spannung überlebt - bei 230V stehen die Chancen aber gut, da Er Die auch im normalem Leben bekommt.

Schau Dir erst Mal die Messwerte der Wicklungen an, ob Da drei identische Wicklungen drin sind, oder zwei Unterschiedliche.

Der FU macht beim Arbeiten Krach - zumindest Meine haben beim Betrieb immer den Lüfter am Laufen (Der von der Spindel sogar im Stillstand, bei unbestromter der Spindel) - Das kann Einem schon ‘auf den Sack gehen’.
An Drehbank, Fräse und CNC-Fräse (Alles Kleinteile) hat man aber meist andere Geräusche, da stört der FU nicht sonderlich.
Wenn ich mir aber vorstelle, im Garten laufend ein Pfeifen/Flöten + Lüfterrauschen zu haben, NUR, weil der Pool ‘da’ ist … ob man Das braucht?

MfG

Also, ich war gerade in den Katakomben.

Hab den Kondensator (16uF) und die Versorgungsspannung abgeklemmt.

Ich habe zwischen dem weiss und schwarz (L und N) 4,4 Ohm
Zwischen schwarz und rot 14,9 Ohm und
Zwischen weiss und rot dann die Summe von beiden, 19,3 Ohm
Der Kondensator ist an weiss und rot
Das dicke Rote ist die Thermosicherung.

Somit ist alles klar, was für ein Motor es ist, eine Phase mit Hilfswicklung.

Also welcher FU ?



postmaster-ino:
Wenn ich mir aber vorstelle, im Garten laufend ein Pfeifen/Flöten + Lüfterrauschen zu haben, NUR, weil der Pool 'da' ist ... ob man Das braucht?

Der Technikraum ist weiter unten an der Strasse, 30cm Stahlbeton. Und die Pumpen dort sind eh laut, hört aber keiner.

Da alle FU`s die du rein gestellt hast, jediglich bis 750W funktionieren (außer ich habe was übersehen) und dein Motor 1,3 kw verbraucht, tendiere ich zu keinem. Ich hab was übersehen, gibt ja noch die 1,5 kw variante. Laut dem was die Daten so her geben dann der AT-2

Hallo,

ist jedenfalls kein normaler 3 Phasen Motor

ich denke auch das Teil mit der AT2 1500 Typenbezeichnung sollte gehen.

Heinz

GastAnfaenger0815:
Sollte es doch ein Kondensatormotor sein (wovon ich eher nicht ausgehe), könnte man den Motor theoretisch auch mittels einer Phasenanschnittsteuerung Wellenpaketsteuerung in der Drehzahl einstellen können. Das aber ohne Gewähr da ich das noch nie gemacht habe. Aber egal wie du das dann machst, durch das Eliptische Drehfeld stelle ich mir das einstellen der Drehzahl und das daraus resultierende Endergebnis eher als mittelmäßig befriedigend vor.

Wellenpaketsteuerung sehe ich nicht geeignet um einen Motor zu regeln. Das steht aber auch in dem zitierten Artikel:

Bei Antrieben kommt es durch eine Schwingungspaketsteuerung zwar zu einer höheren Drehmomentwelligkeit, was aber bei manchen Anwendungen – wie der Steuerung von Umwälzpumpen in thermischen Solaranlagen – tolerierbar ist.[1] Bei stark integrierenden Verbrauchern wie z. B. einem Heizstrahler kann man die Leistung mit beliebig hoher Auflösung steuern, bei Antrieben ist die Anzahl der nutzbaren Auflösungsschritte durch die auftretende Drehmomentwelligkeit eher gering (z. B. 25 %, 33,3 %, 50 %, 66,7 %, 75 % und 100 %).

Grüße Uwe

Danke uwefed, habe wohl das falsche Wort gestrichelt.

Wie es im privat Haushalten rechtlich betrachtet mit Netzfiltern aussieht weiß unter euch womöglich auch keiner? Oder? Nur aus Interesse.