Custom Boards herstellen lassen

Servus zusammen,

ich arbeite seit einer ganzen Weile an einem Projekt, welches 4 verschiedene Boards (ESP8266, Batterielademodul, Motortreiber, Step-Up) und ein Haufen kabel benötigt.

Nun habe ich mit aus Kosten- und Platzgründen die Frage gestellt, ob man sich nicht eine Leiterplatte mit den benötigten Teilen herstellen lassen kann.

Ist so etwas möglich und wenn ja: wie?

VG

Arne

Es sollte gehen, zeige Schaltplan dann kann man was genaueres sagen.

KiCAD lernen, Platine bei JLCPCB oder PCBWAY etc. ferigen lassen, incl. Assembly.

Du kannst das alles auf einer Lochrasterplatine bzw Streifenrasterplatine aufbauen. Es gibt auch Buchsen wo die Stiftleiten der Module reingesteckt werden können.

Du kannst das auch fertigen lassen, mußt aber die Platine selbst zeichnen (zB mit KiCad, Fusion360 oder eingeschränkt Frizzing) Die Gerber-Files sendest Du zum Dienstleister und erhälst die fertigen, professonellen Platinen.

Ich persönlich habe noch nicht gelernt, mit einem der genannten Programme Platinen zu zeichnen. Ich würde das notwendig finden wenn man eine höhere Anzahl von gleichen Platinen fertigen muß. Für 1 bis 2 Platinen baue ich das auf Lochraster auf.

Grüße Uwe

Bin gerade unterwegs. Kann später den Frizzing-Schaltplan posten. Jetzt kann ich nur eines meiner Videos anbieten. Bei Minute 5:18 ist ein Übersichtsplan → RemoteBrick Train-Modul Version 2.0.

Der ESP sendet und empfängt Daten per http über UDP und WLAN.

Arbeite aktuell an Version 3.0, welche u. A., den 2. Ausgang des Motorteibes nutzt und ein 3D-gedrucktes Case hat.

Ein Programm lernen ist nicht das Problem, ich denke das Herausfinden, welche Teile ich von welchem Modul benötigt werden ist das Problem. Oder unterstützen die Programme da?

Ich überlege, ob ichs das mache, weil ich mit dem Teil vllt in Serie gehen möchte.

Wenn du damit in Serie gehen willst, trenn dich von den Fertigmodulen. Nimm einen ESP8266-12E und bau rundherum deine Platine. Zunächst einen geringe Anzahl mit großzügig Platz zum rumbasteln. Wenn es dann stabil läuft - Platine zusammenschrumpfen, so viel wie möglich in SMD und am besten auch gleich fertigen lassen.

Das musst du schon selber zusammensuchen welche Bauteile auf den Modulen verwendet werden.

Meist gibt es ja Schaltpläne von den Modulen. Da kannst du abkupfern.

Aber bißchen was über Schaltungsdimensionierung, Entstörung, und Elektronikbauteile solltest Du schon wissen.

Grüße Uwe

Hallo zusammen,

danke für die Tipps. Dann werde ich mich wohl reinlesen müssen. Hier noch der Schaltplan:

Wenn Du wie gezeichnet eine Batterielademodul hast, das eine Batterieschutzschaltung mitbringt wäre es besser diese zu benutzen.

Man muß nicht zwischen Ladenelektronik und Verbraucher hin und her schalten.

Grüße Uwe

Ja, genau wie abgebildet. Du meinst die ganze schaltung an den Out- und Out+ anschließen, statt direkt am Akku (s. u.)?

Habe mir KiCad mal angesehen. Da werde ich wohl eine ganze weile für brauchen. Bisher bin ich bei meinen Projekten recht pragmatisch vogegangen. Ich kann programmieren und weiß, was bei den Modulen auf der einen Seite rein und auf der anderen Seite raus geht. Was dazwischen passiert, enzieht sich bisher meiner Kenntniss.

Achtung, du hast die Kabel am TP4056 vertauscht.

Und der der DropDown des Spannungsreglers auf dem NodeMCU ist nicht gut. Dein ESP wird wahrscheinlich schnell unter 3,3V versorgt.

Wenn es ein AMS1117 ist, kann der Drop bis zu 1,3V betragen. Da bleiben bei einem voll geladenen Li-Ion nur 2,9V am ESP übrig. Besser ist da ein HT7833/0 mit nur 0,36V Drop. Oder ein XC6220B301/31mit einem Drop 0,07V

Auch USB/UART Wandler saugt dir dein Akku leer. Beim Stromsparen ist der NodeMCU nicht die beste Wahl.

(Edit: Mit dem Handy, kann ich beim Editieren, nicht in meinem zu bearbeitenden Text scrollen. Geht das Anderen auch so?)

Danke, das mit dem Laderegler habe ich korrigiert.

Danke für den Tipp wg. des Drop. Ich habe nich ganz verstanden, wie ich das vermeide.

Nutze nicht ein Dev-Board wie den NodeMCU.
Nutze statt dessen ein ESP8266 Modul wie z.B. den ESP-12F Beispielink
Oder ein Dev-Board was zum Stromsparen ausgelegt ist. Gibt es auch mit Laderegler.
Beispielink

Edit:
Ich habe jetzt erst erkannt, das die die Stromzufuhr komplett unterbrichst. Der NodeMCU ist also nur versorgt, wenn die Motoren betrieben werden. Die Motoren werden weit aus mehr verbrauchen als der NodeMCU. Demzufolge macht es wenig Sinn die Steuerung stromsparend zu gestalten. Bleibe beim NodeMCU.
In Serie dann aber eher ein ESP-12F oder ähnliches. Braucht es eigentlich WLAN?

Ja, so schützt die Batterieschutzschaltung auf der TP4056 Platine die Batterie vor Tiefentladung (wenn Du genau das gezeigte Modul hast)

@Plumps Danke für die Erklärung. Verstehe. Mittlerweile nutze ich sogar einen ESP-12F. Bisher hat die Spannung, auch bei Vollast, gereicht.

Bzgl. WLAN: Aktuell tauscht das System Daten mit einer selbstentwickelten Smartphone-App aus (bie beschrieben, liegt meine Stärke eher in der Software als in der Hardware). Das ganze läuft noch über den WLAN-Router. Ich habe schon im Rahmen einer Version mit Fernsteuerung (Statt App) gebastelt, in dem die ESP untereinander (ohne Router) kommunizieren; bzw. die Fernbedienung ein eigenes Netz (Accesspoint) aufbaut.

Alternative ohne WLAN währe Infrarot, was aber eine “Sichtverbindung” erfordert. Oder was schwebt Dir vor?

@uwefed alles klar. Super, vielen Dank.

Wegen der “Eine-Platine-Lösung”: Ich vermute, dass ich, um mich in KiCad o. Ä. einzuarbeiten, sehr lange brauchen werden. Ich habe eine Seite gefunden (https://de.fiverr.com/), auf der man Freelancer engagieren kann. Ich werde mal eine Anfrage starten.

Ja, man muß entweder Zeit investieren und lernen oder Geld in die Hand nehmen. Ist eine annehmbare Entscheidung.

Grüße Uwe

Ich weiß doch gar nicht was es werden soll.
Wenn du es mit dem Handy steuern willst, bietet sich ESP an.
Es gibt jede Menge Möglichkeiten etwas per Funk zu übertragen. 433MHz, 868MHz, …
Ob es Sinn macht eine eigene Fernbedienung zu entwerfen, oder etwas Vorhandenes zu nutzen, kann ich nicht beurteilen.

Am Anfang kann dich das erdrücken, aber das geht schon.
Mir hat dieses Video geholfen:

Einmal ansehen.
Einmal nachmachen/pausieren/weiterschauen.

Das sind 3h gut investierte Stunden. Die brauchst auch für einen Freelancer bis du dem erklärt hast, was du willst.

@Plumps Eine Steuerung für ein mobiles modul (das was ich gepostet habe) und ein immobiles, was etwas einfacher aufgebaut ist. Ersteres steuert Motoren, Servos und Licht für Klemmbausteinzüge (oder alles andere bewegliche). Zweiteres Weichen, signale, Licht.

Aktuell wird über eine Website, die der Chip über udp / Webserver aufbaut, mit der App kommuniziert. Im Prinzip versendet die App die Userbefehle als Text und das Programm auf dem chip parsed diesen und führt entsprechend Code aus (Richtung / Geschwindigkeit / an / aus / Servo auf x°).

Der Chip meldet IP, Chip-ID, Status und andere Infos an die App zurück.

Ja, ist vllt. ein wenig umständlich.

Funk wäre auf jeden Fall eine Alternative. Werde ich mich mal reinfuchsen.

@noiasca Super, danke. Mal sehen, ob ich da durchsteige. Aber Programmieren habe ich mir ja auch selbst beigebracht.