ich hab da ne Frage zum DHT22, dem Temperatur und Feuchtigkeitssensor. Ich habe einen daheim und möchte diesen mit dem Arduino betreiben. Bei Google gibts ja zum Glück etliche Beispielaufbauten dazu. Jetzt meine Frage : Viele Aufbauten verwenden einen Widerstand, um den 5V mit dem Data-Pin zu verbinden.
Ich selbst hätte die Schaltung wie hier zusammengebaut.
Auf dem Datenblatt des DHT22 steht nur, dass PIN1 für 3,3 - 5,5V, PIN2 Data-Pin und PIN4 für GROUND ist.
Wozu soll dieser Widerstand gut sein und kann ich das Ganze auch ohne Widerstand (wie in dem Link) ohne irgendwelche Beeinträchtigungen zusammenbauen ?
UnoRookie:
Wozu soll dieser Widerstand gut sein und kann ich das Ganze auch ohne Widerstand (wie in dem Link) ohne irgendwelche Beeinträchtigungen zusammenbauen ?
Der Ausgang des DHT22 arbeitet mit einem OK (offener Kollektor/Drain) und benötigt daher den Widerstand.
bei meinen Tests war dieser immer nötig, also besser einbauen.
UnoRookie:
Wozu soll dieser Widerstand gut sein und kann ich das Ganze auch ohne Widerstand (wie in dem Link) ohne irgendwelche Beeinträchtigungen zusammenbauen ?
Das ist ein sogenannter Pull-Up-Widerstand, der dafür sorgt, dass die Datenleitung immer auf +5V (HIGH) Pegel liegt, wenn sie nicht vom Arduino oder vom Sensor auf LOW angesteuert wird.
Den Pull-Up-Widerstand zwischen 5V und Data kannst Du ggf. weglassen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, insbesondere:
-wenn Du kurze Datenleitungen zwischen Sensor und Arduino verwendest, z.B. 20cm oder kürzer
-wenn Du den Datenpin mit pinMode INPUT_PULLUP vom Arduino aus auf HIGH ziehst.
UnoRookie:
2. Woher weiß ich, was für einen Widerstand ich benötige?
Für elektronische Schaltungen, die mit 5V Betriebsspannungen arbeiten und Leitungslängen "bis Gehäusegröße von ca. 40cm, beträgt der "typische" Wíderstandswert 4700 Ohm (4K7). Bei längeren Leitungen ggf. einen etwas niedrigeren Wert verwenden, bei kürzeren Leitungen ggf. auch etwas drüber.
Für elektronische Schaltungen, die mit 5V Betriebsspannungen arbeiten und Leitungslängen "bis Gehäusegröße von ca. 40cm, beträgt der "typische" Wíderstandswert 4700 Ohm (4K7). Bei längeren Leitungen ggf. einen etwas niedrigeren Wert verwenden, bei kürzeren Leitungen ggf. auch etwas drüber.
Kannst du mir bitte sagen, woher du das hast oder ist das einfach so ?
Im Datenblatt wird auf den Pullupwiderstand nicht eingegangen. Lediglich in einem Beispielanschlußplan ist ein 1kOhm Widerstand eingezeichnet.
Pullup/Pulldownwiderstände sind meist nicht kritisch. Es müssen lediglich einige Grenzwerte eingehalten werden:
Nicht zu klein. Der Strom durch den Widerstand darf den Ausgang (open collektor, open Drain, Kontakt) nicht überlasten. Der Stom sollte nicht zu groß sein da die Batterie/Netzteil diesen bringen muß.
Nich zu groß: Der Pullup-Widerstand muß die Leitung in einer bestimmten Zeit laden (Leitungskapazitäten) bzw den Strom für den Eingang bereitstellen. Der Wert kann umso größer sein, je kürzer die Leitung ist, je niedriger die Übertragungsfrequenz ist und bei einem Bussystem je weniger Geräte dranhängen.
Kurz gesagt, wie so oft in der Elektronik es gibt kein richtig sondern nur Kompromisse und eine Entscheidung in Funktion von anderen Faktoren.
Gegoogelt hab ich natürlich zu erst mit dem Satz :
Für elektronische Schaltungen, die mit 5V Betriebsspannungen arbeiten und Leitungslängen "bis Gehäusegröße von ca. 40cm, beträgt der "typische" Wíderstandswert 4700 Ohm (4K7). Bei längeren Leitungen ggf. einen etwas niedrigeren Wert verwenden, bei kürzeren Leitungen ggf. auch etwas drüber.
allerdings ohne Ergebnis.
im Bereich der Mikrocontroller haben sich Werte von 4,7 kOhm für Pullup- bzw. 10 kOhm für Pulldown-Widerstände in den meisten Fällen bewährt.
Das werd ich mir jetzt auf mein "Merkblatt" schreiben.
Ich habe keinen Grund, daran zu zweifeln.
Ich zweifel daran ja nicht, sondern wollte nur die Quelle wissen. Ist ja nicht jeder gleich ein E-Techniker.
Vielen Dank für eure Infos. Haben mir sehr geholfen !!!!
Nur noch eins : Wenn ich mir nicht sicher bin, was für einen Widerstand ich brauche, dann am besten mit dem größten Widerstand anfangen, damit zumindest nicht die Schaltung kaputt geht. Und ob dann ne gute (im Sinne von eindeutige) Flanke rauskommt, seh ich ja beim langsamen Reduzieren des Widerstands.