A4988 -> Auf der Suche nach dem passenden Schrittmotor

Hallo,

eine kurze Frage. Ich möchte mittels A4988 einen Schrittmotor steuern, nun lese ich im Datenblatt das eine Spannung von 8-35V verwendet werden kann als Input.

Wie aber stellt man die Ausgangsspannung ein? Alle Projekte wie zb hier:

Nutzen einen Motor mit 2-3V Spannung.

Bevor ich jetzt kompletten Mist bestelle frage ich lieber mal kurz.

Ich würde gern diesen Motor nutzen: ACT 17HS4417P1X4: Hybridschrittmotor NEMA 17, 1,8 °, 1,7 A, 2,6 V bei reichelt elektronik?

Du bist offensichtlich nicht ganz neu hier. Da solltest Du wissen, dass man die Sachen, von denen man spricht verlinken sollte. Also so, dass es schön einfach geklickt werden kann.

Gruß

Gregor

Ich würde gern diesen Motor nutzen: ACT 17HS4417P1X4: Hybridschrittmotor NEMA 17, 1,8 °, 1,7 A, 2,6 V bei reichelt elektronik?

Gute Wahl.

nun lese ich im Datenblatt das eine Spannung von 8-35V verwendet werden kann als Input.

Das ist wohl wahr, wenn es da drin steht.

Allerdings:
Ich würde eher sagen, dass 12V bis 24V praktikabel sind.

Der A4988 ist ein Stromtreiber. Du stellst nirgendwo die Ausgangsspannung ein, sondern den Ausgangsstrom.

Ein Stromtreiber kontroliert mittels eines Shunts (Strommeßwiderstand) den Strom der Endstufe der H-Brücke für die Wicklungen des Schritttmotors und schaltet die Endstufe ab, sobald der eingestellte Strom erreicht wird. Der Strom steigt durch die Wicklungsinduktivität relativ langsam an. Nach eine kurzen Pause wird die Endstufe wieder eingeschaltet und die Kontrolle des Stromes startet wieder. So Erhält man einen leicht welligen Konstantstrom mit einstellbarem Wert. Wenn man den Strom verringern muß weil die Vorherige Stromeinstellung höher als die nächste war kann die Endstufe so angesteuert werden daß die Motorwicklung kurzgeschlossen wird (analog zum Motorbremsen mit einem DC Motor und einr H-Brücke).
Mit einem einem Zähler und einem nicht linearen D/A Wandler können Teilströme für Microstepping realisiert werden.

Grüße Uwe

Da wird beschrieben wie man an dieser Schrittmotorsteuerung den Strombegrenzer einstellt.

Also viel schlauer bin ich jetzt leider nicht.

Für mich sieht es so aus als brauchen die A4988 immer 8-30V, geben also auch die Eingangsspannung genau so als Ausgangsspannung ab.

Wieso nutzen aber so viele im Netz Motoren mit 2-3V in Verbindung mit dem A4988? Reichelt zb hat nichtmal 12V Stepper im Angebot.

Ein mit 12V Strangspannung ausgewiesener Stepper wird am A4988 kaum laufen.
Wenig Drehmoment.

Für mich sieht es so aus als brauchen die A4988 immer 8-30V, geben also auch die Eingangsspannung genau so als Ausgangsspannung ab.

Ja, durchaus!
Obwohl, das "genau so", ist etwas bedenklich.

Wieso nutzen aber so viele im Netz Motoren mit 2-3V ....

Weil es genau die richtigen Motoren für den Treiber sind!

Da besteht nicht der geringste Zweifel.
Die Zweifel befinden sich nur in deinem Kopf.
Ich habe keine!

Tipp:
Der Treiber hat eine (einstellbare) Stromregelung.
Darum kann der Strom niemals überhand nehmen.
Und deswegen macht der Motor das auch mit.

Beispiel:
Motor 2,3V
Versorgung 24V
Also bleibt an "Reserve" 21,7V

Diese Reserve macht sich richtig bemerkbar, je höher die Drehzahl, und je höher das geforderte Drehmoment.

Danke. Jetzt hat es Klick gemacht.

Also was bei der Begründung klick machen soll, verstehe ich jetzt nicht.

"Beispiel:
Motor 2,3V
Versorgung 24V
Also bleibt an "Reserve" 21,7V
Diese Reserve macht sich richtig bemerkbar, je höher die Drehzahl, und je höher das geforderte Drehmoment."

Klar ist mir, dass die Steuerung den Strom so reguliert, dass der Motor nicht überbeansprucht wird. Wie das aber genau ausssieht, möchte ich mir jetzt mal ansehen. Ich habe mir jetzt dafür mal einen solchen Satz bestellt. Also den Motor und den Regler. Bin gespannt wie das genau funktioniert, denn mir ist nicht klar, dass ich so eine erheblichen Mehrspannung brauche, um den Motor an seine Grenzen zu bringen, ohne diese zu überschreiten.

Franz

Franz54:
Bin gespannt wie das genau funktioniert, denn mir ist nicht klar, dass ich so eine erheblichen Mehrspannung brauche, um den Motor an seine Grenzen zu bringen, ohne diese zu überschreiten.

Das Zauberwort heißt Induktivität.

Wenn der Motor steht, dann fließt der Strom durch die Wicklungen als rein ohmsche Last. Auf diesen Zustand beziehen sich Nennstrom und Nennspannung.

Dreht sich nun der Motor, erhöht sich der elektrische Widerstand, weshalb bei gleicher Spannung der Strom sinken würde. Durch die Spannungsreserve am Reglereingang kann die Spannung am Ausgang erhöht werden, damit Strom und letztlich Drehmoment konstant bleiben. Man könnte sagen, die Spannungsreserve kann der Induktivität entgegenwirken. Naja, so ungefähr, nicht erschöpfend.

Ich schaue gerne bei Pololu nach: A4988 Stepper Motor Driver Carrier

Auja, die Induktivität war nicht so mein Fall. Dafür hatten wir Analog-Elektroniker :confused:
Ich war der Digital-Fuzi :slight_smile:

Danke
Franz