Mein erster Versuch eine Antenne auf einem ESP32-CAM Modul anzulöten endete damit, dass ich das Modul zerstört habe.
Als Lötkolben habe ich mir extra das Ding hier gekauft:
... und nach meinem Lötversuch zurückgeschickt.
Grund: Die aufgesetzte Lötspitze hatte soviel Spiel, dass sie nicht richtig heiß wurde.
Die Frage ist nun also welchen Lötkolben und welches Lötzinn verwendet ihr?
Erwähnen sollte ich noch, dass ich vermutlich sehr wenig löten werde.
Eine Wella oder Ersa Lötkolben-Station für zig Hundert Euro kommt für mich also ersteinmal nicht in Frage.
Ich habe keine professionelle Lötstation, sondern sowas (baugleiches Gerät von Fixpoint, Maxtrack oder wie ZD-931). Und bin damit seit Jahren ziemlich zufrieden. Hoffe erfolglos, daß sie irgendwann mal kaputt geht, damit ich endlich aufrüsten kann,.. aber den Gefallen tut sie mir noch nicht
Bezüglich Lötzinn muss ich anmerken, daß ich größtenteils versuche, bleifrei zu löten (Sn99,3Cu0,7),.. aber stellenweise merke, daß es nicht immer gut angenommen wird, besonders bei Verbindungen zu GND-Flächen (k.a. Wärmeableitung zu groß?). Dann greife ich doch gern auf das altbewährte Bleihaltige (Sn60Pb40) zurück.
(Dies ist kein Profi-Ratschlag, sondern nur meine persönliche Erfahrung)
Mein Arbeitgeber schenkte mir 1992 zum Abschied eine Weller Lötstation, die seitdem in Hobbyanwendung hält. Nur ein paar dünnere Lötspitzen habe ich mal nachgekauft. Die Lötstation wird mich vermutlich überleben. Hilft Dir nicht auf der Suche nach gut und günstig.
Im Baumarkt oder einem Elektronikladen kannst Du die Produkte in die Hand nehmen. Oder Du schaust mal in die Kleinanzeigen oder auf einem Flohmarkt, da wird vermutlich auch mal meine landen.
Sonst bleibt nur bestellen, probieren, zurückschicken, bis Dir was gefällt.
Denke auch, dass die wirklich alten Lötstationen euch/uns alle überleben werden.
Ich vermute aber dass es selbst bei Wella/Ersa eine solche Qualität selbst für viel Geld nicht mehr gibt.
agmue hat wohl recht - aussuchen, bestellen testen und solange zurücksenden bis es für mich paßt.
Danke!
Könntet ihr aber bitte noch etwas zum Thema "welches Lötzinn verwendet ihr" sagen?
Bleihaltig oder aus Erfahrung dann eher doch nicht?
Soviel ich weiß darf man privat noch verbleit löten.
Bleihaltiges Lötzinn ist einfacher zu löten, auch weil es ca 40° tiefer schmilzt. Auch sind die Lötverbindungen immernoch etwas sicherer.
Generell sollte man bleihaltig und bleilos nicht mischen. Wenn man eine Platine nachlötet sollte man das bereits verwendete Lötzinn benutzen.
Wechselt man das Lötzinn sollte man auch die Spitze des Lötkolbens wechseln.
Ihr alle seid der Hammer!
WOW!
Das hätte ich echt nicht gedacht, dass ich so schnell und so gute Antworten bekomme!
DANKE!
Wollte das nur mal loswerden!
Ja, ich wollte nicht allzuviel ausgeben ... letztlich muss ich mir aber wohl eingestehen, dass man doch Geld in die Hand nehmen muss, um Qualität zu bekommen.
Mein erster Kaufversuch war ja billiger china-scheiss - und, da ich keine Lust auf weitere Enttäuschungen habe, die mich dann vielleicht sogar dazu verleiten lassen ganz mit der ESP32 Thematik aufzuhören, fange ich halt gleich bei den guten Lotkolben/-stationen an.
Ich bestelle das Ding gleich in der Kombi mit Lötzinn und weiterer Spitze ...
Ich hatte auch mal die WE1010, bin dann aber bei der WT1 gelandet. Ich habe von Anfang an nur bleifrei gelötet (ich mache das auch noch nicht so lange), aber obwohl ich den gleichen Temperaturbereich verwende (340-360°) funktioniert das Löten mit der WT1 besser. Ausserdem halten die LT-Spitzen wesentlich länger als die ET Spitzen welche für den Lötkolben der WE1010 verwendet werden.
Die WT1 hat 20 Watt mehr Leistung, kostet aber auch nen Hunderter mehr. Aber mit der, komme ich sehr gut klar. Da kommt kein Wunsch nach etwas anderem auf.
Ja, meine habe ich auch seit 30 Jahren und ich habe keinen Bedarf für eine neue. Eine Regelbare und eine mit Festtemperatur. Die mit der Festtemperatur war nicht soooo toll, weil bei der alle paar Jahre der Termoschalter fest wurde, und somit nicht geschalten hat. Die ging inzwischen in die Tonne. Bei den Lötspitzen hatte ich damals auch gleich richtig große eingekauft. Die sind heute auch noch im Dienst.
zwei LED Ketten, die jeweils mit zwei CR2032 betrieben werden, wieder angelötet
(Bei beiden war das Käbelchen, das in das Batterifach geht, abgerissen)
und
zwei Antennen an 433Mhz Module (transmitter und receiver) gelötet.
Das hat wunderbar funktioniert!
Und wegen letzterem kann ich auch schon mit dem 433 Mhz Receiver, einem ESP32 Dev Kit Modul und der "RCSwitch" Lib Daten meiner (Brennenstuhl) Funkfernbedienung (für drei Steckdosen) dekodieren.
Jetzt geht es weiter mit dem Transmitter
Bleibt also nur nochmals VIELEN DANK an Euch alle zu sagen!