das Thema 230V mit dem Arduino zu schalten ist sicher ein vieldiskutiertes Thema. Trotzdem habe ich im Forum keine Anleitung zum sicheren Schalten von 230V gefunden bzw. bin ich mir aktuell nicht sicher wie sicher die dargestellten Lösungen sind.
Die üblich diskutierten Lösungen sind zum einen Funksteckdosen zu verwenden und diese mit einem 433MHz Sender am Arduino zu steuern oder eben die 230V Relaisplatinen zu verwenden die es auf Ebay und auch sonst überall zuhauf im Angebot gibt. Diese Platinen sind jedoch umstritten, da die Relais selbst zwar auf 10A ausgelegt sind, die Abstände der Leiterbahnen auf den Boards jedoch trotz Fräsung in den Leiterplatten (zu) gering sind.
Nun zur eigentlichen Frage wie schalte ich nun 230V mit dem Arduino bzw. ESP32 auf eine sichere, kabegebundene, Art ?
Ich bin dabei auf Solid State Relais wie z.B. das Fotek SSR-25 DA Solid State Relais Modul gestoßen. Die Inputspannung wird mit 3-25V DV angegeben. Der Steuerstrom liegt bei 7,5mA bei 12V. Gesteuert werden kann damit 20-380VAC mit bis zu 25A.
Ist diese Relais also die sichere Variante um 230V zu schalten oder hat diese Lösung ebenfalls einen Haken? Die üblichen Relaisboards verwenden einen Optokoppler um die Schaltkreise galvanisch zu trennen. Dies ist hier nicht der Fall. Ist das relevant, bzw. was könnten die Folgen sein? Könnte es zu Überspannungen auf der Steuerseite kommen und können diese abgefangen werden?
Wie @Moko schrieb, ist das schon der Fall.
Alles andere wäre lebensgefährlich.
Ok. Danke. Das SSR wäre demnach zumindest deutlich sicherer als die sonst überall verwendeten Boards. Gibt es sonst noch etwas zu beachten bei der Verwendung des SSR?
Die einfache Antwort ist: Für die Arbeit an Spannungen > 48V benötigst du eine Ausbildung. Daher sollte es keine Anleitungen für Laien geben.
Das diese Antwort kommt war abzusehen. Auf der einen Seite hat das natürlich seine Berechtigung und es ist sicher nicht falsch auf die Gefahren hinzuweisen. Auf der anderen Seite hat es auch immer was von ich “ ich weiß wie es sicherer geht aber ich sags nicht”. Ich denke das die meisten nach einem Umzug auch ihre Lampen selbst anschließen ohne das massenhaft Häuser abbrennen. Auf der anderen Seite würde wohl kaum jemand seine ganze Hausverkabelung ohne Elektriker selbst zusammenzimmern. Ich denke die Disskusion hier dient auch dazu die Gefahren abzuschätzen. Sind wir eher im Bereich des Anschließens einer Lampe oder geht es schon darüber hinaus. Laien keine Anleitung zu geben halte ich für zweifelhaft. Was man aus den Anleitungen für Schlüsse zieht muss jeder selbst entscheiden.
Nur als kurze , abschließende Info von mir:
Das was du machen möchtest, geht weit über das Anschließen einer Lampe hinaus.
Und damit bin ich hier raus.
Nur als kurze , abschließende Info von mir:
Das was du machen möchtest, geht weit über das Anschließen einer Lampe hinaus.
Und damit bin ich hier raus.
Ok. Das ist für mich zumindest eine Antwort mit der ich mehr anfangen kann wie mit der Aussage “Alles über 48V ist generell durch Laien nicht zu handeln”. Ich bin der Meinung man kann einem Laien z.B. auch außerhalb einer gesetzlichen Ausbildung beibringen eine 230V Lampe sicher anzuschließen. Der Sinn dieses Beitrages für mich war eine Einschätzung zu bekommen ob die Verwendung des SSR ebenfalls sicher möglich ist und mir das Wissen anzueignen dies sicher umzusetzen. Ich respektiere deine Einstellung dazu aber ich finde es Schade, dass so viele der Meinung sind, dass diese Wissenvermittlung auserhalb einer Ausbildung nicht möglich sein kann. Vor allem da es sich um eine sehr spezifische Anwendung handelt.
Mit dem SSR liegst du schon richtig. Was ich deinem Beitrag nicht entnehmen kann, was möchtest du denn schalten?
Niemals an die Maximalleistung gehen. Dann lieber ein leistungsstärkeres SSR nehmen. Denk an einen Kühlkörper, wenn du etwas größere Ströme schalten möchtest.
Was deren Sicherheit angeht habe ich mehr als Zweifel.
Ich hatte welche an den ich ein Netzteil für ein USB-HUB angeschlossen habe. An den Hub wurde ein Raspberry PI und 2 USB-Sticks angeschlossen.
Obwohl abgeschaltet, blinkte alle 5-8 Minuten der Raspberry kurz auf.
Das Teil kostet 10 Euro (2 Steckdose + FB) und genau DAS war es auch wert. Und das teuerster daran war die 12 Volt Sonderbatterie in der FB.
Bevor jemand fragt, es war vom Discouter und hatte die üblichen Zeichen (VDE etc.).
Was mir klar sagt, eine saubere Trennung ist in den Teilen auch meist nicht.
Danke für die Info.
Aber ist sowas nicht irgendwie "Billig" . Was ist wenn es mal zur richtiger Überspannung kommt. ?
Da ich das schwere 48 Watt Netzteil schonen will (und Bewegung nicht schadet ) benutze ich jetzt ein Zwischenstecker mit Schalter. Da blinkt nix und ich fühle mich wohler.
Im Kontext von Kontakten steht die Kennzeichnung mit dem µ-Zeichen dafür, dass der Schalter die Anforderungen für die direkte Netztrennung nicht erfüllt. Diese Anforderung ist in den europäischen Normen für elektrische Geräte festgelegt.
Konsequenz:
Wenn Sie ein Gerät mit einem µ-Zeichen an den Kontakten sehen, bedeutet dies, dass die Kontakte nicht so konstruiert sind, dass sie bei einem Defekt eine sichere Trennung vom Stromnetz gewährleisten können.
Schau mal auf das Typenschild ob da ein µ angegeben ist.
Kann ich nicht mehr. Das Zeug ist in den Elektroschrott gelandet. Aber ich muss auch zugeben das ich bis von 2 Minuten von diesen Zeichen noch nie gehört habe.
Aber das zeigt mit wieder, das man mit Siegeln nur Werbung macht ohne echten Sinn.
Ernsthaft welcher Verbraucher im Supermarkt kann sich mit so einem Zeichen aus.
Heutzutage macht man für jeden Mist ein Zeichen was keiner kennt, und erwartet dann das der Verbraucher das weiß. Pööh.
Da muss ich dich enttäuschen. Die schalten nur 1-polig ab und an. Ist der Stecker falsch rum in der Steckdose, kann es sein, du schaltest den Neutralleiter und die Phase bleibt am/im Gerät vorhanden.
Mit dem SSR liegst du schon richtig. Was ich deinem Beitrag nicht entnehmen kann, was möchtest du denn schalten?
Niemals an die Maximalleistung gehen. Dann lieber ein leistungsstärkeres SSR nehmen. Denk an einen Kühlkörper, wenn du etwas größere Ströme schalten möchtest.
Ich möchte ein Heizelement und einen Lüfter schalten. Insgesamt rechne ich so mit ca 200W also unter 1A. Verwenden möchte ich je nach Verfügbarkeit ein SSR-25DA oder SSR-40DA. Bezüglich Maximalleistung dürfte es bei beiden keine Probleme geben da ja vorher die 16A Sicherung des Hausanschlusses auslösen sollte.
Ist für Euch erkennbar warum es hier scheinbar 2 Datenblätter gibt?
Bezüglich Temperatur sieht es für mich so aus, dass ein Kühlkörper erst ab 5A bzw. 1150W nötig wird. Könnt Ihr das bestätigen bzw. Wie würdet Ihr vorgehen um zu bestimmen ab wann ein Kühlkörper notwendig ist ?
Das Problem bei Anleitungen für 230VAc zu geben ist, daß man weder abschätzen kann, welche Kenntnisse der Gegenüber hat, noch wie weit er sich genau an die Anleitungen hält. Man weißa auch nicht wie genau man die Anleitungen machen muß, daß der andere alles richtig macht. Auch sieht man nicht welche "Erfindungen" er macht.
Für die Sicherheit von Schaltungen mit 230V gibt es einige Normen und EU- Direktiven. Normen sind nicht öffentliches Gut sondern müssen teuer gekauft werden. Darum entweder hat man durch das Studium oder die Arbeit Zugang zu Normen oder man hat eben keinen Zugang.
Und glaubt mir ich habe fast 30 Jahre in der Wartung medizinischer Geräte gearbeitet. Bei der Abnahme neuer Geräte habe ich öfters Firmen gefunden die mit den Normen nicht in Ordnung waren. Auch große Deutsche Markenführer.